Ausstellung

Diese mia war ein Rückschritt

In den Hallen war oft nicht viel los.

In den Hallen war oft nicht viel los.

Für viele ist die mia 2016 ein Debakel.

Die 28. mia ist Geschichte. Vieles war an dieser Ausgabe anders als in den Vorjahren, nicht nur der Name, der nach zwei Jahren Grega zurückgekommen ist. Mit Spannung wurde das Ticketing-System beobachtet, das die «Besucherqualität» heben sollte. Dies ist sicher gelungen. Standbetreiber mussten sich nicht mehr mit umherziehenden Horden Jugendlicher herumschlagen, welche nur auf Gadgets und Süsses aus waren.

Das wärs aber denn schon in Sachen Verbesserungen. Denn unter dem Strich war diese mia ein klarer Rückschritt: Deutlich geschrumpft ist die Messe, der Branchenmix liess zu wünschen übrig und die Sonderausstellungen waren auch schon attraktiver (z. B. Lego-Welt vor einem Jahr). «Zu gross für eine Gewerbeausstellung, zu klein für eine richtige Messe», brachte es ein Besucher auf den Punkt. Viele Aussteller waren mit dem Publikumsaufmarsch nicht zufrieden, was auch augenfällig war. Und am Abend wollte nach Konzertende auch keine Stimmung mehr aufkommen. Da half nicht einmal der Lunapark.

Der bezahlte Eintritt war trotz 100 000 Gratistickets ein Flop. Grenchner kamen wie befürchtet nur mit Mühe in die mia hinein. Und dies schon gar nicht mehrmals, wie sie es sich seit Jahren gewohnt waren. Denn wenn nur wenige einheimische Aussteller dabei sind, dann kommen in Grenchen und Umgebung einfach zu wenig solcher Tickets in Umlauf. So einfach ist das.

Die nächste mia, so sie zustande kommt, muss einiges anders machen, wenn sie den Turnaround schaffen will. Ein misslungener Versuch mag gehen. Mehrere wird es nicht vertragen.

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