Solothurner Spitäler AG

Die Spitalluft ist ziemlich dünn

Es sind unruhige Zeiten für die soH. Archiv

Es sind unruhige Zeiten für die soH. Archiv

Die Solothurner Spitäler AG steht vor allem finanziell vor enormen Herausforderungen.

Einige Kritik musste sich die Solothurner Spitäler AG in den vergangenen Tagen und Wochen anhören. Und sie reagierte prompt: Nicht «nur» CEO Martin Häusermann stellte den Geschäftsbericht 2019 vor, sondern mit ihm Verwaltungsratspräsidentin Verena Diener. Ein guter Entscheid, denn der ehemaligen Zürcher Ständerätin und früheren Gesundheitsdirektorin war mitunter vorgeworfen worden, sie sei etwas gar unsichtbar in ihrer Funktion.

Nun, berauschend war es nicht, was die Vorsitzende des Strategieorgans zu erzählen hatte. Die soH hat wie andere Spitäler auch Mühe, bei Tarifen, die im Ambulanten zum Teil nicht einmal die Kosten decken, wenigstens eine schwarze Null zu schreiben. Nicht zu reden von der Notwendigkeit, dass das Unternehmen, um langfristig investieren zu können, wie ehedem Rückstellungen bilden können müsste.
Und dann noch Corona: Wenn es nicht gelingt, Bund, Kanton und Krankenversicherer zu einem Schulterschluss bei der Bewältigung der Ertragsausfälle und Mehraufwendungen zu bringen, sieht es zappenduster aus.

Es muss deshalb gelingen, die unverschuldeten Kosten der Krise – rund 60 Mio. Franken wohl – gerecht zu verteilen. Das ist für die soH mit ihrem 340 Mio. Franken schweren Neubau des Bürgerspitals in Solothurn umso wichtiger, als das Objekt nach den Regeln der Kunst abgeschrieben werden muss. Viel Luft bleibt da wahrlich nicht.

balz.bruder@chmedia.ch

Autor

Balz Bruder

Balz Bruder

Meistgesehen

Artboard 1