Die globalisierte Welt ist englisch. Wer Englisch spricht, kommt überall durch, auch in der Schweiz. Für ein Studium ist im Vorteil, wer des Englischen mächtig ist. Ganz zu schweigen von allen jenen, die ihre Brötchen in einem internationalen Konzern verdienen. Der Siegeszug des Englischen spiegelt sich in den Angeboten der Bildungsinstitutionen. Und zwar just auch im Kanton Solothurn, der stolz ist auf seine Brückenfunktion zur Romandie. An den Gymnasien in Olten und Solothurn ist Englisch Trumpf.

Die bilinguale Maturität ist nur mit Englisch zu haben. Darüber hinaus gibts ein breites Angebot an Zertifizierungskursen. Und zudem können an der Kanti Solothurn Schüler mit einem Flair für englische Kultur und Literatur das Schwerpunktfach Englisch wählen – ein Unikum in der Nordwestschweiz. So weit, so gut, der Bedarf für die Angebotspalette scheint zu bestehen, auch wenn sich die Kanti Solothurn mit der Profilierung der bilingualen Maturität als Instrument der Begabtenförderung (noch) etwas schwertut.

Die Schweiz ist aber auch französisch, gerade in Solothurn. Und wenn schon keine bilinguale Maturität mit Französisch: Wo bleibt das Angebot von kürzeren oder längere Austauschprogrammen mit Gymnasien oder auch Berufsschulen in der Westschweiz?

Oder Vernetzungsmöglichkeiten zwischen Schülern und Berufslernenden über den Röstigraben hinweg? Nicht nur Englisch, sondern auch Französisch verbessert die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Und: Nicht nur die englische Coolness macht reich. Die französische Raffinesse trägt mindestens so viel dazu bei.