Reorganisation

Die SBB setzen weiterhin auf Olten

Ein Blick in die SBB-Hauptwerkstätte in Olten.

Die Stadt Olten profitiert von der Reorganisation der SBB im Bereich Personenverkehr.

Olten gehört weiter zu den Gewinnern der SBB-Reorganisation. Am Mittwoch liess das Bahnunternehmen verlauten, dass die Stadt auch beim Programm «SBBagil2020», mit dem der Personenverkehr stärker am Markt ausgerichtet und die Einheiten der Bahnproduktion zusammengeführt werden sollen, zum Zuge kommt. Es geht um die Zentralisierung von rund 400 Arbeitsplätzen an vier Standorten: Olten, Lausanne, Zürich-Flughafen und Pollegio TI. Olten kann laut SBB mit weit über 100 neuen Stellen rechnen. Das ist erfreulich. Und: Dass der Personenverkehr bei den vier Standorten mit den Betriebszentralen der Infrastruktur angedockt wird, macht Sinn.

Der Raum Olten ist schon heute gesegnet mit SBB-Arbeitsplätzen: Insgesamt sind hier rund 2800 Personen beschäftigt. Allein im städtischen Geschäftshaus Aarepark, wo unter anderem der Hauptsitz von SBB Cargo untergebracht ist, arbeiten gegen 1000 «Bähnler». Und etwa 800 sind es im SBB-Werk, dem Kompetenzzentrum für Reparaturen und Revisionen an Reisezugwagen, das als grösste «SBB-Fabrik» gilt.

Nicht von ungefähr befindet sich in Olten auch die Betriebszentrale Mitte der SBB, von wo aus der gesamte Bahnverkehr im Schweizer Mittelland gesteuert wird. Olten ist für die SBB einer der wichtigsten Knotenpunkte. Zum SBB-Cluster Olten gehört ebenfalls das Bahntechnikcenter in Hägendorf mit etwa 170 Beschäftigten. Die SBB setzen mit guten Gründen auf die Region Olten. Das Bahnunternehmen kann von der Zentralität profitieren. So darf von einer Win-Win-Situation gesprochen werden.

 beat.nuetzi@chmedia.ch

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Autor

Beat Nützi

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