Persönlich

Die Sache mit der Langlaufloipe

Wenn es genug Schnee hat, wird die Langlauf-Loipe auf dem Weissenstein präpariert.

Wenn es genug Schnee hat, wird die Langlauf-Loipe auf dem Weissenstein präpariert.

Nun wissen wir also: Erstens wird das Hotel Weissenstein am 1. August eröffnet – und die Terrasse gehört weiterhin allen, Aussicht inklusive. Zweitens strahlen die «drei hellsten Solothurner» auch in Zukunft – bloss energiesparender und ökologischer. Drittens wird der Solothurner Hausberg den alpinen Destinationen auch fürderhin keine Konkurrenz machen – jedenfalls nicht in Bezug auf die Anziehungskraft für asiatische Gäste. Bleibt aus saisonaler Warte also nur noch ein klitzekleines Fragezeichen hinsichtlich der Winterfestigkeit des Bergs. Beziehungsweise: Ist die Langlaufloipe ebenso ein Jahrhundertprojekt wie die Renaissance von Hotellerie und Gastronomie? Oder zollt sie in den nächsten Jahren und Jahrzehnten dem Klimawandel Tribut?

Nun, der Tourismusdirektor hat eigentlich auf jegliche Frage stets eine passende Antwort parat. Jedenfalls stellte er dies am jüngsten Tourismusforum eindrücklich unter Beweis. Der Klage einer Besucherin, es sei jammerschade, dass die Loipe trotz vorhandener Infrastruktur nicht in Betrieb sei, konterte der Direktor mit dem prompten Hinweis darauf, die Spur sei zwischen Sennhaus und Hinter Weissenstein bei guten Verhältnissen täglich in Betrieb. Noch Fragen? Eben.

Zurück zu dem, was unseren Globus nachhaltig zu verändern droht. Es wird ja wohl noch davon ausgegangen werden dürfen, dass die Solothurner Problemlösungskompetenz so weit reicht, die lumpigen paar Schneeflocken den Weg auf den Weissenstein auch künftig finden zu lassen. Wäre ja gelacht, oder? Jedenfalls scheint es, Stand heute, wahrscheinlicher, dass das Klimaproblem gelöst wird, als dass die durchgehende Postauto-Verbindung auf den Balmberg dauerhaft gesichert werden kann.

balz.bruder@chmedia.ch

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Balz Bruder

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