Persönlich

Die Sache mit dem Adventskranz

Die Adventszeit ohne Adventskranz ist schwer vorstellbar. (Symbolbild)

Die Adventszeit ohne Adventskranz ist schwer vorstellbar. (Symbolbild)

Es gibt gewiss Wichtigeres als die Auswahl des Adventskranzes. Erstens ist er vergänglich wie die Zeit, für die er steht. Zweitens macht er sich ante festum etwas gar wichtig vor dem Weihnachtsbaum. Trotzdem ist die Adventszeit ohne gleichnamigen Kranz schwer vorstellbar. Und deshalb beginnt in den letzten Novembertagen stets die gleiche Suche.

Um es vorwegzunehmen: Ich war am Samstag ebenso erfolgreich wie unerfolgreich. Zum einen steht auf dem Tischchen in der Stube nun tatsächlich so etwas wie ein Adventskranz. Zum andern ist es aber keiner, den mir die Blumenläden andrehen wollten.

Nichts gegen die kunstvollen Kreationen, bewahre! Aber es ist etwas wie mit der Mode: Sie kommt und geht. Dabei sollte ein Adventskranz vor allem eines sein: stilistisch dauerhaft in seiner natürlichen Vergänglichkeit. Deshalb stapfte ich in den Wald und fand in der Nähe eines Holzschlags ein paar Rottanneäste, die sich zu Hause mit etwas Kupferdraht leidlich in die Form eines Kranzes bringen liessen. Und in der Mitte prangt eine Bienenwachskerze, die mit einem roten Band geschmückt ist, das einer Geschenkverpackung von Weihnachten 20XX entstammt. Unnötig zu erwähnen, dass ich unglaublich stolz bin auf meinen Schöpfergeist.

balz.bruder@chmedia.ch

Autor

Balz Bruder

Balz Bruder

Meistgesehen

Artboard 1