Messe

Die HESO in rauer See

Jetzt wird es wieder ruhiger vor der Reithalle – den HESO-Ausstellern bleibt nur noch das Aufräumen.

Jetzt wird es wieder ruhiger vor der Reithalle – den HESO-Ausstellern bleibt nur noch das Aufräumen.

Wie die Herbstmesse Solothurn trotz rasanten Veränderungen in der Geschäftswelt überlebt.

Solothurn hat seine «Gewerblerfasnacht» wieder souverän hinter sich gebracht. Viel Volk, meist zufriedene Aussteller, ein OK, das kaum Schattenseiten ausmacht. Seit Jahren ist die Herbstmesse Solothurn ausverkauft, und die HESO hat sich ihren regionalen Charakter bewahren können. Doch der OK-Präsident hatte schon an der Eröffnung auf die Zeichen der Zeit hingewiesen, die da zusammengefasst heissen: Die Geschäftsmodelle ändern sich aufgrund der Digitalisierung rasant. Ob da die Aussteller von heute auch jene von morgen sind? Einige Fragezeichen sind erlaubt. Geschäfte werden zwar auch künftig immer noch gemacht, doch ob diese weiterhin auf der klassischen Verkaufsplattform eines Messegeländes abgewickelt werden, das ist für einige Branchen nicht mehr so sicher.

Die HESO wappnet sich gegen mögliche Erosionserscheinungen mit einem Mix von Bewährtem und Zukunftsgerichtetem. Der Gratiseintritt sorgt für Frequenzen, die Sonderschau mit anderen «Specials» für ein breites Publikumsinteresse. Das soll auch so bleiben. Finger weg beispielsweise von der Idee des vorgegebenen Messerundgangs, wie ihn sich etliche Aussteller wünschen! Aber auch ein Standortwechsel, wie vom Stadtbauamt angedacht, wäre fatal. Das HESO-Publikum ist sensibel, und wird es gegängelt, sofort verstimmt. Das Negativ-Beispiel Grenchen, wo ein Messeeintritt erhoben wurde, soll als Warnung dienen.

Doch man investiert auch in die Zukunft, wie die Ausbaupläne zur Reithalle beweisen. Oder steckt dahinter mehr? Wird die Reithalle fit gemacht für Zeiten, in denen die Cash-Cow HESO weniger Milch gibt? An der 50. HESO wissen wir mehr.

 wolfgang.wagmann@azmedien.ch

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