Der Zibelimäret wird von der Hauptstrasse verbannt. Es ist wieder ein grosser Anlass, der auf eine Nebenstrasse ausweichen muss, weil die Polizei sich um den Verkehrsfluss sorgt.
Wer schon einmal am Zibelimäret war, kennt die Situation, sich durch die Menschenmenge kämpfen zu müssen. Die Massen von Besuchern, die sich bisher auf der Hauptstrasse drängten, sollen nun auf eine Gemeindestrasse verlegt werden. Mit dieser Regime-Änderung schafft die Kantonspolizei innerhalb von nur einem Jahr Vorgaben, welche die Veranstalter solcher Anlässe vor grosse Schwierigkeiten stellt. Ob dies beim Zibelimäret gelingen wird, ist noch offen.

Auch andere Veranstaltungen in der Region mussten sich bereits mit dieser Veränderung abfinden. Als Erstes ging es aus diesem Grund der Kappeler Chilbi an den Kragen, die vor zwei Jahren auf die Dorfstrasse verlegt werden musste. Seither ist die Chilbi nicht mehr dasselbe. So wie Kappel droht es nun auch Oensingen zu ergehen. Der verfügbare Platz auf Gemeindestrassen ist kleiner als auf Hauptstrassen, dadurch sind die Veranstaltungen weniger präsent, kleiner, zusammengedrängter. Die Vereine müssen sich an die neuen Standorte gewöhnen, eingespielte Teams und Abläufe werden auseinandergerissen. Dadurch leiden auch die Einnahmen, welche für die Vereine existenzwichtig sind. Weil der Verkehr nicht umgeleitet werden muss, fahren zudem keine Spontan-Besucher an die Veranstaltung heran. Als Folge dieser polizeilichen Vorgaben, büssen die Anlässe sowohl an Besuchern als auch an Attraktivität ein.

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