Kommentar

Den Spiegel vorgehalten

Blick auf die Stadt Grenchen

Blick auf die Stadt Grenchen

Die unbefangene, aber auch schonungslose Aussensicht, welche dem Gemeinderat bezüglich Wahrnehmung von Grenchen vorgelegt wurde, ist ein interessanter Denkanstoss. «Das sagen wir schon lange», werden sich jetzt jene zu Wort melden, die sich als verkannte Propheten im eigenen Lande sehen.
Die auswärtigen Experten können zwar schon vollmundig fordern, die Stadt solle sich mit Uhren und Mikromechanik besser in Szene setzen. Sie haben aber die Uhrenkrise in Grenchen nicht erlebt. Eine Zeit, welche die Grenchnerinnen und Grenchner, die der Stadt treu geblieben sind, vorsichtig gemacht hat. Dies auch zu Recht. Denn nur allzu schnell kann sich das wirtschaftliche Blatt wenden.

Es ist aber kein Grund, nicht das Gute dieser Aussensicht zu behalten. Ein wenig stolz auf die Uhrenindustrie dürfen wir heute wieder sein. Und das irgendwie zu zeigen, etwa mit einer Installation auf dem Zytplatz oder auf dem neuen Bahnhofplatz, wäre sicher nicht verfehlt. Schade, haben sich die Stadtväter da bisher mehr von Bedenken leiten lassen. Jedenfalls sollte die Idee nicht endgültig fallen-
gelassen werden.

andreas.toggweiler@chmedia.ch

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