Der Monat Juni ist der Geburtstagsmonat in meinem Umfeld. Fast jeden Tag feiert ein Familienmitglied, Freund oder Schulkollege der Söhne seinen Geburtstag. Ich zerbreche mir den Kopf darüber, was ich schenken könnte und als Geburtstagskind im Juni soll auch ich noch wissen, was ich selbst möchte.

Die Frage, ob ich einen besonderen Wunsch habe, mag ich kaum noch beantworten. Derweil blättert der jüngere Sohn, der erst im Juli Geburtstag hat, momentan alle Spielzeugkataloge durch und ändert täglich seinen Geburtstagswunsch… Es wird mir einfach zu viel.

Dazu kommt, dass das Angebot an Geschenken enorm ist. Die Auswahl ist riesig. So kommen mir in den Sinn: Alpenausflug, Badeöl, Bierbrau-Set, Bluetooth-Lautsprecher, Blumen, Buch, Computerspiel, Champagner, Delikatesse, E-Book-Reader, Früchtekorb, Fussballtrikot, Gesichtscreme, Gelateriabesuch, Hemd, iTunes-Karte, Jasskarten, Kerze, Kino- oder Konzertticket, Lego, Lingerie, Luxemburgerli, Männer-Kochkurs, Netflix-Abo, Olivenöl, Ohrhörer, Parfum, Pflanze, Piercing, Pilates-Session, Playmobil, Qbox, Quilt, Restaurantbesuch, Ring, Sackmesser, Schal, Schokolade, Seife, Sonnenglas, Socken, Tattoo, Uhr, Vase, Wanderstöcke, Wein oder Wodka, Xylophon, Yoga-Stunde, Zigarren, Zoobesuch… Ja, für jeden Buchstaben gibt es eine Geschenkidee. Und für den Fall, dass mir tatsächlich nichts in den Sinn kommen sollte, gibt es zum Glück noch Solothurner Gutscheine.

Dazu kommt ausserdem, dass die meisten Familienmitglieder, Freunde und Schulkollegen der Söhne schon fast alles haben. Das Geschenk soll denn wenigstens schön und originell eingepackt sein… Es wird mir wirklich zu viel!

Anfangs Juni bin ich bei der Vorbereitung der Konfirmation - an der Geschenke übrigens auch ein grosses Thema sind - auf einen Satz gestossen, der mir auf der verzweifelten Suche nach dem passenden Geschenk eine neue Perspektive bietet: «Vertrauen ist das wertvollste Geschenk, das man machen kann. Liebe das Schönste.» Wer möchte nicht Vertrauen und Liebe? Wer hat schon zu viel von beidem? Ausserdem schenke ich beides gerne. Bleibt nur die Frage: Wie verpacke ich Vertrauen und Liebe schön und originell?