Persönlich

«Bling!»

Überraschungen sind toll auch und vorallem zu Weihnachten – blöd nur wenn sie von beteiligten Dritten, in diesem Fall die Swisscom, verraten werden.

Überraschungen sind toll auch und vorallem zu Weihnachten – blöd nur wenn sie von beteiligten Dritten, in diesem Fall die Swisscom, verraten werden.

Wie die Swisscom Weihnachten jeglichen Überraschungseffekt stiehlt.

Die grosse Zeit des Schenkens ist vorbei. Viele haben sich den Kopf zerbrochen, wie sie ihre Nächsten erfreuen, aber auch überraschen können. Nur Kinder schreiben Wunschzettel ans Christkind, welches dann die Eltern spielen.

Bei den Erwachsenen wird alles komplexer. Wo ist der Überraschungseffekt, wenn man schon vorher darüber redet, was die oder der andere gerne hätte? Und dann verräterische Päckli-Umrisse nur noch bestätigen, was ich schon lange weiss: Ich bekomme endlich meine neue Gitarre.

Natürlich war es dieses Jahr – wie noch nie zuvor – keine Gitarre. Sondern eher etwas sehr Handliches. Ein Handy eben. Nun, das Ding, nennen wir es korrekt Smartphone, war schwer in die Jahre gekommen und seit Monaten nervte es mit der Ankündigung, ab 1. Januar 2017 könne ich keine WhatsApp-Nachrichten mehr versenden oder empfangen.

Was mich zwar nervt, wenn ein technisch intaktes Gerät plötzlich etwas nicht mehr macht, nur damit neue Smartphones verkauft werden können. Aber die Message war eindeutig und konnte nicht ignoriert werden.

Nur, gross Sorgen machte ich mir lange kaum und dann überhaupt nicht mehr. Denn am 9. Dezember meldete sich die depperte Swisscom mit einem «Bling!»: «Sie haben ein IPhone SE 64 GB space grey ausgewählt. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Freundliche Grüsse Swisscom.

Nix, rein gar nix hatte ich ausgewählt. Doch nun wusste ich haargenau, was ich zu Weihnachten bekommen würde. Sogar wie das Ding aussieht. Nur eines wenigstens verschwieg der nette Dienstleister: Ob meine Frau oder der Sohn den Vertrag um 24 Monate verlängert und das Ding bestellt hatte. «Bling!»

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Autor

wolfgangwagmann

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