Kommentar

Bieridee zur Buvette

«Statt Wurst vom Aussengrill schlug Solothurns Stadt-FDP Buvetten vor. Wir haben aber Appetit auf anderes.»

«Statt Wurst vom Aussengrill schlug Solothurns Stadt-FDP Buvetten vor. Wir haben aber Appetit auf anderes.»

Saufen im Sommer in Solothurn am Aarestrand? Kein Problem. Rundum gibts an beiden Ufern zwischen Röti- und Eisenbahnbrücke rund 20 Bars, Pubs, Cantinas, Restaurants und eine sogenannte Buvette, die Hafebar. Begehrte «Tankstellen» für Nachtschwärmer vor allem in der warmen Jahreszeit. Die Buvette Hafebar ist ein Erfolgsmodell, das aber bis jetzt noch keine Nachahmer gefunden hat – abgesehen von der mehr oder minder originellen Idee eines Bipperlisi-Barwagens im Kreuzacker, der aber prompt von der Gemeinderatskommission abgeblockt worden war. Nun haben Solothurns Stadt-Freisinnige, ganz ihrem liberalen Gedankengut verpflichtet, analog zu Basel eine «Lex Buvette» durchzuboxen versucht. Die aber nicht nur bei Stadtpräsident Kurt Fluri auf Granit gestossen ist: Erstens bestünde gar kein Wunsch nach neuen Buvetten, und zweitens könnte man im Fall des Falles auch eine weitere bewilligen – siehe Hafebar.

So weit, so gut. Wie gesagt, verdurstet ist am Aarestrand noch niemand. Das mit dem Hüngerli nach drei Bierli ist eine andere Sache. Denn Buvetten dürfen keine warmen Speisen anbieten. Also auch die Hafebar nicht. Das nervt. Denn mitten in geselliger Runde die Beiz wechseln müssen, ist nicht lustig. Zumal die paar preiswerten mit lauschigen Aussenplätzen an solchen Abenden jeweils rappelvoll sind. Hafebars mit Grill wären die Lösung. Aber verboten – siehe «Lex Grill». Just auf deren Behandlung hin reichte damals die FDP ihren Buvetten-Vorstoss ein, und bodigte gleichzeitig eine liberalere Grillwurst-Praxis. Ein taktisches Ablenkungsmanöver also. Liebe Freisinnige, wir brauchen keine Buvetten. Sondern eine warme Wurst zum Bier!

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