Bau, trau, wem? Sicher nicht den Augen. Wir reden von der St. Niklausstrasse. Einmündung beim Müllerhof. Welche Amtsstelle hatte den gloriosen Einfall gehabt, ausgerechnet dort eine Baustelle zu eröffnen? Mit Gräben und massiven, hochkantigen Eisenplatten drüber? Noch nie etwas von den Bike Days gehört? Die Redlibuebe und -Meitschi nehmen dort exakt dieses Wochenende so richtig Fahrt auf. Nun gut, vielleicht sind wir etwas gar kritisch. Mountainbiker lieben ja Hindernisse. Für sie sind solche Eisenplättli nur Peanuts. Vielleicht werden die Gräben ja noch zugeteert. Sind sie tatsächlich. Es gibt sie noch: Amtsstellen, die denken!

Bauen tut niemand auf dem Klosterplatz. Auch wenn es so aussieht. Es gibt also keinen Anbau für das Naturmuseum. Für hohe Tiere etwa. Aber auch kein mehrgeschossiges Parkhaus. Oder einen Ersatz-Partytempel für das diesbezüglich aufgegebene Palais Besenval. Stadtführerin Marie-Christine Egger kann aufatmen. «Ihr» Palais ist wieder ein Palais. Einfach schön, aber nicht mehr aufregend. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Ach ja, der Klosterplatz. Die Baugespanne dort hat der Architekten-Verband SIA aufgestellt. Um auf seine SIA-Tage aufmerksam zu machen. Gut, da könnte ja jeder kommen: Banker stellen für ihre Tagungs-Tage Bancomaten auf den Platz, Landwirte einige Misthaufen, Bestatter einige S… Lassen wir das. Die Fasnächtler machens ja weiter oben mit dem Böögg, und wenn die Biker ihre Days haben, ist eh alles überstellt. Wie gestern auch bei «Platz da?!» am Kronenplatz.

Baustellen eben. Derzeit schiessen sie wie Pilze aus dem Boden. Ab Mai ist alles einerlei. Hauptsache, man baut. Löcheln da, Grübeln dort. Solothurn droht von der Umwelt abgeschnitten zu werden. Biberiststrasse, Baselstrasse und neuerdings die Zuchwilerstrasse. Und die SBB-Unterführungssanierung im Schöngrünkreisel. Der wurde erst vor ganz wenigen Jahren mit einer Grossbaustelle geschaffen. Aber der Kanton und die SBB
haben halt völlig unterschiedliche Terminschienen für ihre Investitionen. Komisch nur, die Beton-Eisenbahnbrücke dort sieht noch sehr neuwertig aus.

Dagegen führt immer noch die uralte Eisen-, ja eben, Eisen-Bahnbrücke aus dem Jahr 1930 über den River Richtung Landi. Ein nervtötendes Lärminstrument für die ganze Vorstadt. Aber nie eine Sanierungs-Baustelle. Hauptsache, der Service public rollt darüber. Tag für Tag, Nacht für Nacht. Gute Nacht!