An jenem 2.7. 1975, als «Paloma Blanca» von der George Baker Selection die Hitparade anführte und hierzulande die «epochalen Ursprungsregeln für Zollpräferenzen an Entwicklungsländer» in Kraft traten.

Abgesehen vom Tumbler, der Waschmaschine und dem Gasherd blieb dem FC Grenchen nach diesem Deal punkto Stadion nichts. Fast nichts. Nebst dem «Kies» beinhaltet die Veräusserungs-Vereinbarung nämlich eine «gefickt eingeschädelte» Klausel. Ein Nutzniessungsrecht «de luxe» quasi. Die Kicker durften demnach weiterhin auf eigene Rechnung wirten und die Anlage vermarkten und genossen ausserdem vis-à-vis dem Rest der Welt hinsichtlich Benutzung des Stadions eine verbrieft und versiegelte Vorzugsbehandlung. So erstklassige Rahmenbedingungen, dass es einen dünkt, man müsse sich schon ziemlich intelligenzallergisch und flachzangenverwandt anstellen, um trotzdem bankrott zu gehen. Aber eben: «Im Fussball ist alles möglich.»

Allein, einen Haken hat der Schlaraffenland-Vertrag – das Papier, das der Stadt inzwischen schon öfter ein Dorn im Auge war. Die Sonderhandlung gilt nur, solange der FC Grenchen die die Nummer 1 auf dem Platz ist. Die FCG-Bosse empfanden es seinerzeit offenbar als geradezu blasphemisch, bloss in Erwägung zu ziehen, dass dies einmal nicht mehr so sein könnte, weshalb sie den Vorbehalt locker unterschrieben. Tja, gekommen ist es anders. Mit der Fusion mit Wacker verliert somit auch dieser ziemlich «wertvolle» Vertrag 40 Jahre danach seine Gültigkeit – der FCG ist definitiv wieder ein ganz normaler Verein.