Offenbar gilt: Wo man ausgiebig lacht, da lass dich ruhig nieder. Menschentrauben an Traubenständen. Die mit den vergorenen Früchten. Die Plattformen der Weinhändler als Sprungbrett für eine garantiert lustige Fortsetzung des Tages. Unweit daneben: Flott gekleidete Repräsentanten stapeln gelangweilt Bouillon-Büchsen von einem Regal aufs andere und halten mit Sperberaugen nach «Opfern» Ausschau. Vielleicht sollten sie ein Büchsenwerfen veranstalten. Für jeden Treffer gibts ein Glas Roten. Aber sie werden ihr Geschäft bestimmt während der ersten Stunden nach der Türöffnung gemacht haben. So hoffen wir doch für sie.

Ein paar Meter weiter. Ach, was sind denn das für gestylte Elektrogeräte? Mattes Schwarz, höchst elegant, mit Glasfront. Ein Zuhause für die teure Stereoanlage? Das Preisschildchen gibt Auskunft: Klimaschrank für Ihre besten Weine. Preis: Nicht ganz günstig. Anzahl Besucher am Stand? Gähnende Leere, dafür volle Flaschen. Und schon folgt der nächste Weinstand. HESO-Besucher Tinu fuchtelt mit dem halb leeren Glas fröhlich in der Luft herum. Tinu, der prädestinierte Klimaschrank-Kunde? Er überlegt angestrengt und grinst listig: «In Lima ist das Klima immer prima.» Nein, er sperre den Wein nicht ein. Er trinke ihn lieber. Na dann prost. Notfalls bringt eine heisse Bouillon auch seinen Kopf und Magen wieder ins Lot. Die HESO, ein Fall für alle Fälle. Immer wieder.