Trotzdem, noch diese wenigen Zeilen. Es muss ganz einfach sein. Wir erinnern uns: Im Vorfeld legten alle Kandidaten quasi einen Eid darauf ab, dass sie sich grenzenlos für das Wohl des Kantons einsetzen werden. Daher verwundert es kaum, dass um das Bildungsdepartement ein Riesengerangel im Gange ist. Alle wollen es! Voller Einsatz bei einem zentralen Thema unserer Gesellschaft, das ist schon mal ein gutes Zeichen. Die Aushängeschilder des Gewerbes und der Wirtschaft wissen natürlich um die enorme Bedeutung der Aus- und Weiterbildung in unserem Land. Hier geht es um den Erhalt unseres Wohlstandes. Hier werden Grundsteine für die Zukunft gelegt. Eine echte Herausforderung und eine dankbare Aufgabe zugleich. Wer möchte da nicht an vorderster Front Akzente setzen? Sie lesen Ironie heraus? Nein, es ist ernst gemeint – bis auf den Punkt, dass sich die Regierenden um den Bereich Bildung reissen würden. Eine erste Enttäuschung. Zu viel Verantwortung in diesem Departement, ist es zu anspruchsvoll, zu wenig sexy? Halten wir fest: Ohne viel Bildung und etwas Kultur wäre kein Exekutivmitglied in die Lage gekommen, das «Departement für Bildung und Kultur» übernehmen zu dürfen (nicht müssen).