Solche Ranglisten sollen wohl für etwas Ordnung sorgen, in einer zur Unordnung neigenden Welt. Was mit National- und Ständeräten in Bern los ist, oder eben auch nicht, haben wir gerade beim Durchstöbern der Sonntagslektüre erfahren. Selbst wer solche Rankings längst nicht als bare Münze nimmt, dürfte einen Kratzer am Selbstwertgefühl eingefangen haben.

Da haben wir Solothurner die Fassade dank dem Auftritt an der Olma wieder mal gehörig aufpoliert und schon folgt der nächste Dämpfer. Das scheint unser Los zu sein: In den nationalen Hitlisten schaffen wir es selten über das Mittelfeld hinaus. Zuweilen kommt es auch knüppeldick und wir dümpeln am Schwanz herum. So wie die drei Eidgenossen Stefan Müller, Philipp Hadorn und mit der hellroten Laterne Urs Schläfli.

Immerhin, nebst den drei Flops, notieren wir zwei Tops: Pirmin Bischof und Kurt Fluri. Ein medial vermitteltes Heureka? Ach wo. Die aktuelle Auflistung bestätigt bloss, was jeder halbwegs interessierte Politbeobachter aus dem Bauch heraus hätte aufzählen können.

Nun, Solothurn wird bekanntlich einen Nationalratssitz verlieren. CVP-Mann Schläfli wird sich etwas einfallen lassen müssen, sonst wird er künftig nicht mehr auf Staatskosten Helikopter fliegen dürfen – wie er seine prägendsten Berner Eindrücke auch schon umschrieben hat.