Samstagnachmittag auf dem Balmberg. Wiesen braun, Himmel grau. Einziger Farbtupfer, das gelbe Postauto in der Wendeschlaufe auf dem Parkplatz. Alpaka-Schreie hallen herüber. Am verlassenen Hotel putzen Frauen lautlos Scheiben. Aus Richtung Asylunterkunft schlendern lässig zwei Insassen daher.

Ihr Ziel, der Farbtupfer. Pffffff. Der Chauffeur öffnet die Türe. Die neuen Fahrgäste verschwinden im Innern. Die Türe bleibt offen. Plötzlich die aufgeregte Stimme des Fahrers: «Bezahlen, oder marschieren.» Gefällt mir, der Mann. Ordnung muss schliesslich auch an trüben Samstagen sein.

Keine Reaktion von den Fahrgästen. Kurz darauf die noch aufgeregtere Stimme des Fahrers: «So nicht, aber jetzt sofort raus hier.» Jetzt wird es aber spannend. Wirft er sie tatsächlich aus dem Postauto? Was denken Sie?

Wutschnaubend und händeringend drückt er mit dem Zeigfinger auf einen Knopf. Pfffff. Türe schliesst. Postauto fährt zügig ins Tal. So, so, gross Regeln einfordern und dann klein beigeben.

Würde nicht schaden: Mehr Resistenz gegen Renitenz. Alpaka-Schreie hallen über den Platz.