Theo Meckert

11 Stutz

Kim Jong Un hält von freien Wahlen eher wenig. Und seine Untertanen tun gut daran, sich nicht in die Politik des obersten Führers einzumischen.

Im Kanton Solothurn machen die Stimm-und Wahlberechtigten auch nicht übermässig mit. Immerhin wagen sich regelmässig so um die dreissig Prozent an die Urnen. Dies, obwohl bei uns deswegen niemand Gefahr läuft, von der Bildfläche zu verschwinden. Völlig aus dem Rahmen fallen diesbezüglich die Schaffhauser. Deren hohe Stimmbeteiligungen lassen uns immer wieder erstaunt in den kleinen Grenzkanton blicken.

Dort werden die Bürgerpflichten eben noch ernst genommen. Einverstanden, man hilft dem Stimmvolk etwas auf die Sprünge: Wer unentschuldigt einen Wahl- oder Abstimmungstermin versäumt, bezahlte bisher 3 Franken. Jetzt schlägt die Regierung eine Verdoppelung der Gebühr vor. Dass darauf bei uns noch niemand gekommen ist.

Eine weitere kreative Form von Zwangseinnahmen. Damit würde der Druck auf die ungeliebte Ausgabenbremse abnehmen. So 11 Franken wären doch angesichts unserer maroden Kantonsfinanzen ein flotter Betrag im Kampf gegen die Politikverdrossenheit.

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