Es ist der Albtraum für jede Patientin und jeden Patienten, jeden Arzt und alle Angehörigen: Eine Behandlung verläuft nicht wie geplant. Es wird hektisch am Krankenbett. Und schlimmstenfalls kann die Patientin nicht mehr gerettet werden und stirbt. So passiert am Bürgerspital Solothurn: Nach ergebnislosen Abklärungen wird eine Solothurnerin vom Notfall auf die Abteilung verlegt. Doch dort schlägt das Schicksal zu: Die 57-jährige Elvira erleidet einen verhängnisvollen Hirnschlag und stirbt später an dessen Folgen im Inselspital in Bern.

Jährlich werden in der Schweiz gut eine Million Menschen stationär behandelt; knapp 25 000 davon in den Spitälern des Kantons Solothurn. Wichtig dabei: Nur in ganz wenige Fälle läuft die Behandlung wirklich schief. Ob der schicksalhafte Verlauf der Krankheit von Elvira dazu gehört, lässt sich von Aussenstehenden kaum beurteilen. Dennoch gibt ihr Fall zu denken.

Punkto Kommunikation holt sich das Bürgerspital Solothurn nämlich keine Lorbeeren. Zwar muss auch im «Bürgi» – wie überall im Gesundheitswesen – an allen Ecken und Enden gespart werden. Dennoch wären ein paar ehrliche, für alle verständliche und erklärende Worte an die Adresse der Angehörigen in den schwersten Stunden eine lohnende Investition gewesen. Dies alles hätte nicht nur – wie das Bürgerspital Solothurn zu Recht auf seiner Homepage verspricht – Vertrauen und Sicherheit geschaffen. Sondern allen Beteiligten bis heute viel Unmut und zusätzliches Leid erspart.