Direkt unter der Schlagzeile sind die «12 profilierten Kandidatinnen und Kandidaten» in Wort und Bild aufgelistet, die «für den Freisinn einen zweiten Nationalratssitz gewinnen» wollen. Unter den 12, die einen zweiten Sitz haben wollen, befindet sich auch Kurt Fluri, der einzige Solothurner Freisinnige, der doch bereits einen Nationalratssitz hat. Es wären zweifellos nur die bösesten aller Zungen, die jetzt spotten könnten, dass der Stadtpräsident von Solothurn einfach nie genug Ämter

hat. (ums.)

Käufliche Politiker will der Wähler nicht. Doch Manfred Küng ist ein spezieller Politiker. Der Kriegstetter Gemeindepräsident und SVP-Kantonsrat lässt sich von jedem kaufen. Für exakt 257 Franken. Küng hat zu Werbezwecken eine kleine Statuette von sich auf dem 3-D-Drucker fertigen lassen, die er nun in einem Youtube-Video bewirbt.Mit etwas gutem Willen lasse sich der käufliche Mini-Kantonsrat im Herbst gar zum Nationalrat upgraden, buhlt der echte Küng um Wählerstimmen.

Noch ein wichtiger Hinweis für alle, die den Mini-Küng kaufen wollen: Dieser sei im Gegensatz zu anderen Haustieren stubenrein, hält Küng selbst fest. Immerhin: Der Herrscher über Kriegstetten will, ganz Demokrat, «nur» Nationalrat werden, auch wenn von sich selbst angefertigte Statuen sonst eher bei Alleinherrschern beliebt sind. (lfh)

Die Solothurner Wasserstadt eine Planungsleiche? Es sind deutliche Worte, die in der Schweizer Ausgabe der Wochenzeitung «Zeit» gewählt werden. Fünf Grossprojekte der Ingenieurskunst werden in der aktuellen Nummer vorgestellt, «von denen die Schweizer nichts wissen wollten». Dazu gehöre die Wasserstadt. Das Blatt glaubt zu wissen: Aus dem Lagunen-Feeling in Solothurn wird nichts, die Pläne der Stararchitekten Herzog & de Meuron bleiben in der Schublade. Was wohl Investor Ivo Bracher und die Promotoren aus dem städtischen Freisinn dazu sagen? (crs)