Krass Politique

Was sagt uns die Krawatte von Roland Heim?

Roland Heim bei der Präsentation des Budgets. (Archiv)

Roland Heim bei der Präsentation des Budgets. (Archiv)

Was will uns die Krawatte sagen, die Finanzdirektor Roland Heim bei der Präsentation des Budgets trug?

Was will uns die Krawatte sagen, die Finanzdirektor Roland Heim bei der Präsentation des Budgets trug? Der schwarze Politiker zeigt die CVP-Parteifarbe Orange. Das ist noch klar. Die roten Zahlen finden sich schon nicht mehr abgebildet.

Immerhin: Am Ende geht es aufwärts. Wir hoffen, dass das die Kurve bei den künftigen Kantonsbudgets auch tut und sich die Schlinge für den Kanton nicht so zuzieht, dass kaum mehr Luft zum Atmen ist. 

Ironie statt Verbissenheit. Sonst gilt die SVP als kompromisslos, doch in diesem Wahlkampf zeigt sie eine erfrischende Ironie. Auch SVP-Kantonsrat Manfred Küng. Der Mann, der als Kriegstetter Gemeindepräsident schon mal nach dem Motto «L’état c’est moi» quasi-absolutistisch regiert hat, ist jetzt zum Robin Hood geworden. Küng kämpft den Kampf der schwachen Landgemeinden gegen das mächtige Fusions-Solothurn.

Nachdem er von der Solothurner Zeitung als «Robin Hood der Bürger der Landgemeinden» bezeichnet wurde, liess Küng eine Briefmarke drucken, auf der er als Robin Hood zu sehen ist. Die Marke kam auf die Anti-Fusions-Briefe, die Küng an andere Gemeindepräsidenten schickte. 

Auf Platz 1 eines Politiker-Rankings zu landen – davon träumt jeder Volksvertreter. Jetzt hats auch der Solothurner CVP-Nationalrat Urs Schläfli geschafft: Er nimmt in einem Ranking des «Blicks» unangefochten den Spitzenplatz ein.

Allerdings: Es ist die Rangliste der «grössten Hinterbänkler». Dass der Deitinger Landwirt zwar kein Freund der lauten Worte ist, aber dafür andere Qualitäten hat, davon will nun der Verband der Bürgergemeinden und Waldeigentümer (BWSo) die Wählerschaft überzeugen: Am 26. September bietet der BWSo Gelegenheit, auf einem «Wahl-Spaziergang» auch Urs Schläfli «näher kennen zu lernen. Endlich!

Erstmals dürfen auch politische Parteien an der Solothurner Herbstmesse HESO teilnehmen. Dass die FDP vertreten ist, erstaunt wenig – der Stadtsolothurner FDP-Parteipräsident Urs Unterlerchner ist immerhin auch HESO-Chef. Dass der SVP-Stand gleich rechts von der FDP steht, erstaunt nicht weiter.

Ins Auge sticht dagegen das Wilhelm-Tell-Gemälde von Ferdinand Hodler am Stand der Volkspartei. Jeder kann sich dort als Tell fotografieren lassen (der Kopf ist ausgeschnitten). Ob der Original-Hodler etwa in einer Privatsammlung in Herrliberg hängt? (lfh/ums.)

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