Denn die Regiobank Solothurn hat ihre Hausaufgabe endlich lösen können: Für den vor vier Jahren erworbenen Kurhaus-Komplex neue Eigentümer zu finden. Hatte doch die damalige Gläubigerbank das Haus primär in dieser Rolle erworben. Es ihr aber hoch anzurechnen, dass sie den Betrieb trotz roter Zahlen all die Jahre durchgezogen hat – getreu ihrer Werbestrategie: eine Bank für die Region.

Sicher, ein früherer Verkaufstermin wäre idealer gewesen. Der Umbau des Kurhauses zeitgleich mit dem Bau der Bahn hätte ein Optimum an Synergien gebracht. Doch der Zirkel um den Bahn-Vize Rolf Studer erhielt den Zuschlag nicht, und für andere Interessenten war das Kurhaus kein Thema, solange der Bau der neuen Bahn nicht gesichert war. Diese Kausalität führte zu einem Entscheid erst jetzt, da die Bahn bereits ihren Betrieb aufgenommen hat. Was heissen könnte: Das Kurhaus ist wegen Sanierungsarbeiten über längere Zeit mehr oder weniger zu, und die Bahn hat in dieser Zeit ein wichtiges Argument weniger, überhaupt auf den Berg zu fahren.

Doch das sind Spekulationen, solange niemand weiss, was die neuen Besitzer auf dem Berg vorhaben. Sie müssen sich auch nicht beeilen, denn noch läuft der «Hüttenzauber»-Pachtvertrag bis 2016 weiter. Genug Zeit also, um Pläne zu schmieden, sofern solche nicht bereits in der Schublade sind. Fest steht: Nächsten Mai ist es 25 Jahre her, seit das völlig umgebaute Kurhaus seinen Betrieb aufgenommen hat. Nach 25 Jahren ist ein «grosser Service» nötig, ohnehin bei einem Bauwerk in dieser exponierten Lage. Und was geschieht mit dem völlig maroden Ostflügel? Die mit dem Gesamtensemble latent überforderte Solothurner Eigentümerschaft besass nämlich 20 Jahre lang nie die Mittel, diesen Kraftakt anzugehen. Doch vielleicht kehren neue, fremde Besen besser. Nächste Woche sollten wir mehr wissen.