Die Bernische Kraftwerk AG plant offenbar als Haupt-Partner der Stade de Suisse AG in Bern auszusteigen. Gut möglich darum, das Nationalstadion bald einen drastisch kommerzieller klingenden Namen verpasst erhält. In Anbetracht dessen, dass da die stets unberechenbaren YB-Kickianer daheim sind, täte vielleicht «Überraschungs-Ei-Arena» gut passen.

Stellt sich die Frage, warum sucht man eigentlich in Solothurn und Grenchen nicht nach Stadion-Sponsoren? Schliesslich genügen die Garderoben im 1931 eingeweihten Stadion West zu Solothurn den Anforderungen der 300 Kicker und Trainer längst nicht mehr. Und der Gastro-Schluckstube, respektive den greisen Stehrampen, stünde eine Verjüngungskur dito brillant zu Gesicht.

Allein, auch das Stadion Brühl in der Fliegerstadt Grenchen hat inzwischen, humanbiologisch formuliert, dritte Zähne, Runzeln und Falten, Gelenk-Knorpel-Abnützungen, gegenwartsnahen Haarausfall und Vorboten von Filmrissen. Beide Stadien gehören den jeweiligen Einwohnergemeinden, wobei der FC Solothurn und der FC Grenchen primäre Nutzungsrechte geniessen.

Angesichts dessen, dass sowohl der FC Solothurn wie der FC Grenchen regelmässig für Klamauk, Halleluja und Konfusion sorgen, sollte das mit den Namensponsoren, a priori, gar nicht so schwer sein, dünkt’s einen.

Warum das Stadion West in Solothurn, der Eufi-Stadt also, nicht in «7-Eleven-Arena» umtaufen. 7-Eleven sitzt in Tokyo und betreibt planetar die grösste Kette von Einzelhandelsgeschäften. (Noch) nicht in der Schweiz - Solothurn wäre da ja in dem Fall ein Anfang? Oder wie wäre es, in Anlehnung an die vorzügliche Nachwuchsarbeit, mit «Bibb-Nugg-Dental-Field», «Pampers-Dom» oder «Matchbox-Kolosseum?»

Im Fall des FC Grenchen – mit seiner definitiv ruhmreichen Geschichte – klänge «Toblerone-Theater» oder «Greyerzer-Garden» ganz adrett? Andererseits platzen da ja auch ständig Bomben, warum folglich nicht «Bombardier-Bowl» oder Ballermann-Kante? Vielleicht hätte ja sogar Walt Disney Interesse? Das Euro-Disney in Paris sah ja ökonomisch auch schon bessere Zeiten. Je nachdem, wie es dann gerade um den Klub stünde, hiesse die Kicker-Manage in dem Fall situativ «Pinochhio-Orbit» oder «The Incredible-Stadium.» Zu verlieren gibt’s ja nix..