Die Spielpause sollte nochmals mehr als eine Million Franken kosten. Das hat sie auch. 1,4 Mio. ungefähr sinds, wenn man die Rechnung von Stadtpräsident Kurt Fluri nachvollzieht. Darin inbegriffen ist auch die Verrechnung von eingesparten Subventionen über den ausgefallenen Mietzins während der Spielpause. Man rechne, dann kommt man irgendwann auf das richtige Resultat.

Gerechnet wurde jahrelang in Sachen Stadttheater. Zuerst mit einstelligen Umbausummen, dann mit 15, 18, 20 Millionen. Dazu kamen noch 1,2 Mio. Franken für den Interimsspielbetrieb – die ein Teil des Gemeinderates zusätzlich gar nicht sprechen wollte. Ergänzt wurde der Kreditbeschluss vor drei Jahren noch durch den Absatz, dass mit weiteren 762 000 Franken zu rechnen sei. Was einige Ratsmitglieder längst verdrängt haben dürften.

Nun, es war so. Schwarz auf weiss nachzulesen im Ratsprotokoll. Immerhin, damit herrscht Transparenz. Denn das Konstrukt um das Theater Orchester Biel Solothurn mit seinen Trägerschaften – zur Hauptsache den Städten Biel und Solothurn – ist schon komplex genug. Die Umbau-Rechnung scheint aufzugehen, aber eingespart wurde auf die seinerzeit veranschlagten Kosten nichts. Der hoch subventionierte Solothurner Theaterbetrieb hat sich bisher mit hoch professionellen Aufführungen revanchiert . Das muss so bleiben, will er in schwierigeren Zeiten seine Existenz in der ganzen Region rechtfertigen. Denn nicht überall kann und will man so grosszügig rechnen wie im geradezu theater-versessenen Solothurn.