Aufregung, Hohn und Spott entlud sich auf Facebook über das auf der Stadthomepage veröffentlichte Abstimmungsergebnis zu den Betriebskostenbeiträgen an die Sportpark AG und die Subventionen für die Eissportvereine, das hinsichtlich der Angabe zur Stimmbeteiligung im Vergleich zu den andern Abstimmungsergebnissen nicht zu stimmen schien. Und wie für vieles im Oltner Stadthaus gab es auch hier eine Erklärung, die zwar für die formelle Richtigkeit des Ergebnisses steht, jedoch nicht zu überzeugen vermag. Denn es ist völlig unbegreiflich, weshalb die Stimmbeteiligung in Olten bei kommunalen Vorlagen anders ermittelt wird als bei kantonalen und nationalen, nämlich aufgrund der Stimmrechtsausweise statt wie üblich nach der Zahl der Stimmenden. Hier drängt sich schleunigst eine Anpassung auf.

Jene, die einen Rechnungsfehler vermuteten, äusserten im Facebook nicht nur Häme über die vermeintlich mangelhafte Rechenkompetenz im Oltner Stadthaus. Gegner der Eissport-Vorlage, die am vergangenen Wochenende nur hauchdünn angenommen wurde, witterten bereits Morgenluft für eine Beschwerde und eine Wiederholung der Abstimmung. Doch hierfür gibt es keine Grundlage.

Szenenwechsel: Praktisch gleichzeitig mit diesem Vorfall bekommt unsere Redaktion Kenntnis von einem Schreiben eines CEO einer Oltner Unternehmung, der sich beim Stadtpräsidium beschwert, dass offenbar im Stadthaus die Tarife für Beglaubigungen verdoppelt wurden. «So werden die treuesten Freunde vertrieben», erklärt der Firmenchef in seiner E-Mail an uns. Und ein Oltner Opinionleader trat mit der Idee an uns heran, in der Dreitannenstadt sei ein «Club der Vorwärtsdenker» ins Leben zu rufen. Auch oder gerade solche Reaktionen weisen darauf hin, dass es in Olten an politischer Führung mangelt. Nicht nur im Stadthaus, sondern auch bei den Parteien. Handeln tut not – im Interesse der Stadt und ihrer Bewohner/-innen!