Keine Chance mehr, bei Tageslicht dem Büro zu entfliehen. Das grausame Fallbeil der Winterzeit – eigentlich heisst sie Normalzeit – hat uns wieder eingeholt. Denn normal ist am Feierabend gar nichts mehr.

Vor allem, wenn es wie aus Kübeln giesst. Da sitzt du hinter dem eiligen «Flipflop» der Scheibenwischer und versuchst, sie zu sehen: die schwarzen Schatten, die von links und rechts, von hinten und von vorne plötzlich auftauchen, vorbeihuschen. Was vorbei ist, ist gut. Aber die Angst fährt mit. Dass es einmal nicht vorbeihuscht. Sondern knallt. Denn sehen, sehen tun wir oft nur wenig hinter dem Steuer. Instinkt, dazu wache Reflexe sind gefragt. Ständige Bremsbereitschaft, notfalls auch wesentlich weniger Tempo als 30. Denn zu viele Unter-, sorry «Unbelichtete» sind unterwegs. Meist auf dem Velo. Oder zu Fuss plötzlich auf der Strasse. Man hat ja Vortritt – wenns sein muss überall.

Warum tut niemand was gegen sie? Oder viel besser, für sie? Oder müssen wir Autofahrerinnen und Autofahrer selbst aktiv werden? Und nette Mitmenschen, die eher auf zwei Räder oder das Schuhwerk fixiert sind, bei Hudelwetter zu einer Autofahrt einladen? Damit ihnen die Augen geöffnet werden, vielleicht nur schon im Interesse Ihres Nachwuchses, der als nie gebüsster «Schwarzfahrer» die Strassen unsicher macht? Wir garantieren auf dem Beifahrersitz einen spannenden, abwechslungsreichen Abend, ja auch eine Erweiterung des Wortschatzes liegt drin. Wir nehmen Sie wirklich gerne mit – denn im Falle eines Falles ist es vielleicht ganz gut, eine Zeugin oder einen Zeugen an Bord zu haben. Auch wenn sie oder er kaum etwas gesehen hat.