Beide Seiten betonen immer wieder ihre Gesprächsbereitschaft. Tatsächlich fanden auch einige Gespräche statt. Ein Resultat gab es aber im Streit um den Gestaltungsplan Mülacker nicht. Aussenstehende wähnten sich zwischendurch eher als Zuschauer im Kindergarten. Beide Seiten verlegten sich aufs «stämpfele und zwängele». Einschreiben und Beschwerden gingen hin und her.

Der Regierungsrat hat es nun deutlich gemacht. Das Projekt der Genossenschaften aus dem Jahr 2013 bedarf Anpassungen, sonst scheitert das Projekt und es resultiert ein finanzieller Scherbenhaufen. Aber auch der Gemeinderat muss sich darüber klar sein, dass der Gestaltungsplan nach der heute geltenden Ortsplanung beurteilt werden muss.

Zu hoffen ist, dass die Zänkereien bald ein Ende finden. Denn eines ist sicher: Die Kirschblütler lassen sich aus dem Dorf nicht mehr vertreiben, zu gross ist ihr Anteil an der Bevölkerung in der Zwischenzeit geworden. Können sie im Mühlegarten keine Wohnungen bauen, werden sie trotzdem weiter Häuser im Dorf kaufen, um Wohnraum für neue Mitglieder der Gemeinschaft zu schaffen. Und das ist es, wovor sich viele fürchten. Dass die Zahl der Mitglieder der Gemeinschaft (noch) weiter ansteigt. Dies mit planerischen Mitteln verhindern zu wollen, ist allerdings der falsche Ansatz.

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