Kommentar

Präsidenten sind die Buhmänner

In Derendingen empfiehlt Kuno Tschumi der Gemeindeversammlung Nichteintreten auf die Fusionsvorlage. (Archiv)

In Derendingen empfiehlt Kuno Tschumi der Gemeindeversammlung Nichteintreten auf die Fusionsvorlage. (Archiv)

Eine Parallele haben die Entscheide der Gemeinderäte von Derendingen und jetzt in Zuchwil: Der Gemeindepräsident gibt mit Stichentscheid die Richtung vor.

Eine Parallele haben die Entscheide der Gemeinderäte von Derendingen und jetzt in Zuchwil: Der Gemeindepräsident gibt mit Stichentscheid die Richtung vor.

In Derendingen empfiehlt Kuno Tschumi der Gemeindeversammlung Nichteintreten auf die Fusionsvorlage.

In Zuchwil hat Stefan Hug umgekehrt entschieden. Die Gemeindeversammlung soll auf die Vorlage eintreten und so eine Urnenabstimmung ermöglichen.

Letzten Endes ist an beiden Orten noch nichts entschieden. Die Felle schwimmen aber den Fusionsmachern davon. Und die Fusionsmacher sind nach aussen nun einmal die Gemeindepräsidenten. Die zwei Stichentscheide verstärken dieses Gefühl nur.

Ursprünglich wurde die Prüfung der Fusion aber an Gemeindeversammlungen beschlossen. Die Gemeindepräsidenten haben sich im Auftrag des Volkes der Sache angenommen und sind nun für die Gegner die Buhmänner.

«Die da oben wollen, dass wir hier unten ...», lautet deren Tenor. Ein Beispiel dafür ist die Aussage der SVP Zuchwil, die Fusion sei ein Werk profilierungssüchtiger Altpräsidenten.

Die Prüfung soll Vor- und Nachteile einer Fusion aufzeigen. Gegner und Befürworter informieren über Vor- und Nachteile. Am Ende entscheidet die Bevölkerung, ob die Fusion die Prüfung bestanden hat.

Die Fusionsgegner samt Volkspartei meinen zu wissen, wie das Volk die Prüfung beurteilt. Die Urne brauchen sie dafür nicht. Das ist unfair. Das hat das Volk nicht verdient.

urs.byland@azmedien.ch

Meistgesehen

Artboard 1