Ein Preis, den man in der Regel für sein Lebenswerk, eher am Schluss seiner Karriere erhält und der mit 20 000 Franken der höchst dotierte Solothurner Kulturpreis ist. Sie dürfen sich damit in eine Reihe mit Peter Bichsel (den Sie übrigens fantastisch parodieren) oder Gerhard Meier stellen. Sie sind hoffentlich auch nach dem Erhalt dieses Preises noch lange nicht am Ende ihrer beruflichen Karriere angekommen. Im Gegenteil: Vielleicht inspiriert Sie dieser Preis und dessen öffentliche Verleihungsfeier zu weiteren kabarettistischen Einlagen.

Hoffen wir aber zunächst, dass die Gestaltung der Einladungskarte zur öffentlichen Feier im November im Landhaus in Solothurn Ihre Gnade findet. Denn seit Kunstpreisträger René Zäch 2012 den Preis aufgrund der Einladungskarte, die aus seiner Sicht dilettantisch gestaltet wurde, nicht annahm, steht den Verantwortlichen bis zur Verleihungsfeier immer der Angstschweiss auf der Stirne.

Auch wenn Mike Müller heute in Zürich lebt: Er ist mit seiner Bühnen- und Filmarbeit ein Botschafter des Kantons Solothurn. Einer, der Solothurner Mundart spricht und einer, der sich als Oltner fühlt. Das ist es auch, was das Kantonale Kuratorium für Kulturförderung und der Solothurner Regierungsrat neben der schauspielerischen Leistung mit diesem Preisträger auszeichnen will. So gesehen eine gute Wahl.