Sie irren suchend umher. Ihr Blick ist rastlos, unsicher, ängstlich und hetzt von einer Stelle zur andern. Was für sie zuvor über Jahr und Tag immer gleich war, ist nunmehr ständiger Veränderung unterworfen. Ihr angestammter Lebensraum wird von Menschenhand praktisch täglich wieder neu auf den Kopf gestellt – ihre gewohnten Futterstellen werden rücksichtslos verschoben. Ihre Nahrungssuche, ja, ihr nacktes Überleben ist zur täglichen Herausforderung geworden.

Kein Wunder, dass die Nerven blank liegen und die einen oder anderen dieser Individuen ihrer stetig wachsenden Verunsicherung mit Murren und Knurren Ausdruck geben. Immer deutlicher ist den derart hart Geprüften die pure Verzweiflung ins Gesicht geschrieben. Ihnen, diesen bedauernswerten Vertreterinnen und Vertretern einer entwurzelten Spezies. Dieser völlig orientierungslosen Gattung, die sich während der monatelangen Gross-Umbauten durch die immer wieder neu eingerichteten Coop-Filialen Solothurn Westring und Zuchwil zu kämpfen hat.

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