Weissenstein

Endlich

Jetzt soll am selben Strick gezogen werden, was den Weissenstein betrifft.

Jetzt soll am selben Strick gezogen werden, was den Weissenstein betrifft.

Eine Interessensgemeinschaft will sich für den Solothurner Hausberg ins Zeug legen.

Dass die Solothurner auf Veränderungen postwendend reagieren würden, das kann man ihnen beileibe nicht unterstellen. Vorauseilender Aktivismus könnte ja in eine Sackgasse münden. Für zögerliches Verhalten gibt es zahllose, plausibel erscheinende Gründe. Vom Allgemeinen zum Konkreten.

Lieber spät als nie – das trifft es ganz gut, wenn man die Vorgehensweise der Tourismusakteure am und auf dem Weissenstein beschreiben will. Nun haben sie sich endlich an einen, wie auch immer geformten Tisch gesetzt und gar ein konkretes Ergebnis erzielt: Die Gründung eines Vereins, dessen Ziel es ist, die längst bekannten gemeinsamen Interessen mit lediglich einer starken Stimme zu vertreten. Prima.

Mit einem umgänglichen Altregierungsrat wurde ein Kopf gefunden, der das Rüstzeug haben sollte, die nötige Aussenwirkung zu erzielen. Ein Mister Berg also, wie er bereits im vergangenen Dezember in dieser Zeitung gefordert wurde. Zudem hielten wir damals fest: Mit Sicherheit kein Erfolgsrezept sind die Sololäufe der verschiedenen Akteure. Das war im Rahmen der Gondelbahn-Neueröffnung. Ein gemeinsamer Aufbruch hätte bereits zu diesem Zeitpunkt erwartet werden dürfen. Der jetzige Zusammenschluss war demnach überfällig. An genügend Zeit hat es während der langen Bauverhinderungs-Phase doch wohl nicht gemangelt.

Ausflüchte, weshalb etwas nicht geht (oder nicht früher gegangen ist), lassen sich immer finden. Doch Macher sehen nicht Probleme, vielmehr suchen sie unbeirrt nach Lösungen. Solche sind nun gefragt. Möge der neue Verein möglichst rasch den Kinderschuhen entwachsen.

@ theodor.eckert@azmedien.ch

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