«Nach einigen Gewittern, die nur lokal heftig ausfallen, baut sich rasch wieder ein Hoch auf, welches das Wetter in den nächsten Tagen bestimmt. Die Temperaturen klettern wieder auf Werte über 30 Grad.» Eine Wetterprognose, an die wir uns schon gewöhnt haben. Und die gute Chancen hat, zum Dauerbrenner des Sommers 2015 zu werden. Das hatten wir auch schon. Nicht 2003. Das war zwar ein Rekordsommer mit drei viel zu warmen Monaten. Doch der Juli blieb noch der kühlste und auch der nasseste dieses sizilianischen Sommers. 1983 dagegen war nur der Juli ein heisser Geselle. Und ein sehr trockener dazu.

Der Juli 2015 scheint nun ähnlich zu verlaufen. Und das weckt Hoffnungen. Denn seit Mitte Juni hat es nicht mehr richtig ausgiebig und flächendeckend geregnet.

Genau das aber sollte es in den nächsten zwei Wochen, damit sich 1983 nicht wiederholt. Ein dunkler Punkt für alle Böllerknaller und Heimfeuerwerker – ein Gnadentag für alle Lärmempfindlichen und Tierfreunde. Von den Tieren selbst ganz zu schweigen. Denn aufgrund grosser Waldbrandgefahr hatte der Kanton Solothurn damals ein allgemeines Feuerwerkverbot vor dem 1. August erlassen. Die Waldbrandgefahr blieb, und der Nationalfeiertag musste lautlos begangen werden. Nur von den Berner Dörfern her hörte man es knallen. Dort herrschte zwar die gleiche Waldbrandgefahr, aber auch mehr Risikobereitschaft.

Nun, wer Schwefelnebel und das «Klöpf» hasst wie die Pest, der muss Petrus die Daumen drücken. Bis Mitte nächster Woche sieht es gut aus für einen 1. August wie 1983. Übrigens: Damals fing es um 21 Uhr an zu regnen. Und zwar zünftig. 

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