Die Frage für die Zuchwiler Stimmbevölkerung ist simpel. Am 28. Februar braucht sie bloss darüber abzustimmen, ob sie mit Solothurn fusionieren will. Sollte sie die Botschaft lesen und auf ihren Gemeinderat bauen wollen, wirds schwierig. Das Vollzugsorgan weiss nämlich nicht recht, was es will.

Noch im November war nur eine Minderheit der Volksvertreter für eine Fusion. Am Donnerstag dann die Überraschung. Eine knappe Mehrheit sagt plötzlich Ja zu Solothurn. Da war manch einer baff.

Beim Gemeindepräsidenten löste das Resultat gar einen «Positivschock» aus. Er wusste nicht, wie ihm geschah.

Unverhofft kommt die Kehrtwende nicht. Mit Solothurn als verbleibendem Partner weiss Zuchwil jetzt eher, woran es ist. Und: Die Parteien sind nach wie vor gespalten. Befürworter und Gegner gibt es in SP, FDP und CVP.

Da herrscht Meinungsvielfalt. Zudem haben jetzt all jene Stellung bezogen, die sich im November noch der Stimme enthielten. Gut so.

Trotz der Vorbildfunktion eines Politikers; für matchentscheidend nehmen sollte man die Gemeinderatsbeschlüsse in Sachen Fusion schon gar nicht. Gerade in Zuchwil, wo die Stimmbevölkerung ihren Repräsentanten die Gefolgschaft mehrfach versagt hat.

Auch in Biberist und Luterbach ist der Gemeinderat mit seinen Empfehlungen aufgelaufen. Was beweist: Die Stimmbürger bilden sich ihre Meinung selbst.