Mittlerweile hat sie sich im ganzen Land ausgebreitet. Anfänglich nahm man kaum Schäden wahr und dementsprechend wurde dem Insekt auch wenig Beachtung geschenkt.

Allerdings baute sich in Ermangelung natürlicher Feinde im Stillen eine breite Population auf. Zudem kamen dem Schädling im laufenden Jahr die meteorologischen Bedingungen sehr gelegen. Er liebt weder Kälte noch grosse Hitze. So hat der vergangene milde Winter die Population nicht dezimieren können und der nasse Sommer gefiel der Fliege ebenfalls ausserordentlich. Im Weiteren stand ihr heuer schon früh ein reichhaltiges Angebot an Beeren und Kirschen zur Verfügung, was einer intensiven Vermehrung zugute kam.

Angesichts der heutigen Situation und des Schadenausmasses muss festgestellt werden, dass die Bedrohung durch die Kirschessigfliege unterschätzt wurde. Es wird nunmehr unabdingbar sein, dass Forschung und Beratung für das kommende Jahr eine Strategie entwickeln, damit diesem Schädling Einhalt geboten werden kann. Ebenso wichtig ist es, eine Antwort auf die Frage zu finden, wie der Einfall von weiteren bei uns nicht heimischen Schädlingen in Zukunft verhindert werden kann.