Solothurn Classics

Der Neustart wird kein Spaziergang

Solothurn Classics

Solothurn Classics

Die «Solothurn Classics» werden neu positioniert: Das Opernfestival wird ab 2017 zum Event. Aufführungen sollen an verschiedenen Orten in der Stadt gespielt werden. Goutieren das Sponsoren und Publikum?

Ab 2017 will Peter Kofmel das Opernfestival völlig neu «aufgleisen». Er macht nun also endlich den Schnitt, der nach dem Abgang von Dino Arici eigentlich längst fällig gewesen wäre. Denn nach dem langjährig tätigen Gründer und Impresario war es für jeden Nachfolger/in eine Unmöglichkeit, das Opernfestival in der Arici-typischen Art weiterzuführen. Es fehlte an Geld und an Beziehungen. Tempi passati.

Kofmel wagt den Neustart, weil er überzeugt ist, dass Solothurn immer noch das richtige Pflaster für Freilicht-Opernaufführungen ist. Doch die Zeiten haben sich auch in der Stadt, «wos immer eso gsi isch» gewandelt. 27 Jahre Classic Openair und Solothurn Classics haben bewiesen: Neues muss her. Kofmel plant, im Zweijahres-Rhythmus für eine Oper verschiedene, überraschende Spielorte in der Stadt auszuwählen. Events will er also schaffen. Kein einfacher Plan, doch der Goodwill in Solothurn und im Kanton für sein Vorhaben ist gross. Auf so viel behördliches Willkomm kann nicht jeder Veranstalter bauen. Hoffentlich lassen sich auch die Sponsoren und das Publikum von dem neuen Opern-Konzept überzeugen.

Wichtig ist, dass der Initiant es versteht, die richtigen Leute vor Ort um sich zu scharen. Solche, die von der Sache eine Ahnung haben – künstlerisch und organisatorisch, touristisch und politisch. Das wird kein Spaziergang, das ist sich Kofmel bestimmt im Klaren. Denn seit Jahren ist in der ganzen Schweiz der Sommerkultur-Veranstaltungsboom ungebrochen – und alle Organisatoren jammern.

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