Energiepolitik

Damit das Umdenken nachhaltig bleibt

Besuch einer Delegation aus der Präfektur Fukushima in Solothurn. v.l. Walter Steinmann, Direktor Bundesamt für Energie; Masao Uchibori, Gouverneur von Fukushima, Dolmetscherin; Urs Bucher, Schweizer Botschafter in Japan

Besuch einer Delegation aus der Präfektur Fukushima in Solothurn. v.l. Walter Steinmann, Direktor Bundesamt für Energie; Masao Uchibori, Gouverneur von Fukushima, Dolmetscherin; Urs Bucher, Schweizer Botschafter in Japan

Eine Delegation aus Fukushima besuchte die Schweiz und insbesondere Solothurn.

Auch vier Jahre später löst der Name der drittgrössten Präfektur Japans auf der anderen Seite der Erde Assoziationen aus und weckt Erinnerungen: Fukushima. Der Ort, wo ein Tsunami am 11. März 2011 ein nukleares Ereignis des höchsten Schweregrads auslöste, steht für vieles: für technisch-planerisches Versagen in einem der höchstentwickelten Länder der Erde. Und dafür, dass das Szenario, das nicht sein darf, auch nicht sein kann – aber dann eben trotzdem eintritt.

Seit vergangenen November ist in der Präfektur Fukushima Gouverneur Masao Uchibori an der Macht – mit dem beherzten Versprechen, seine Präfektur auch sozial und wirtschaftlich zu «entgiften». Für seinen ersten Auslandsbesuch hat er sich die Schweiz auserkoren. Einerseits, um am energiepolitischen Beispiel unseres Landes zu lernen. Andererseits, um zu zeigen, wie man aus Fehlern lernen kann – oder besser: sie gar nicht erst begeht.

Daran zeigt sich, wie wichtig es ist, mahnend gegen das Vergessen vorzugehen: Während nämlich in Fukushima selbst der komplette Umstieg auf erneuerbare Energieträger bis 2040 beschlossene Sache ist, hält die Zentralregierung Japans wieder (oder immer noch) grosse Stücke auf die Kernenergie. Dem setzt Uchibori die Kooperation über Landesgrenzen hinaus entgegen. Aus seiner Sicht könnte gerade das betroffene Fukushima eine wichtige Wortführerin in der globalen Debatte um die Energiezukunft werden. Und mit der Schweiz, die mit der Energiestrategie 2050 einen ähnlichen Kurs fährt, könnte die Region Fukushima eine gute Partnerin gefunden haben – und umgekehrt.

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