Der Entscheid des Bellacher Gemeinderates ist richtig. Gemeint ist nicht das Pensum des künftigen Gemeindepräsidenten, das von heute 100 auf künftig 50 bis 60 Stellenprozente reduziert wird. Über das Pensum kann gestritten werden. Es ist ein Balanceakt unter diversen Vorgaben wie Grösse und finanziellen Möglichkeiten einer Gemeinde.

Richtig ist der Entscheid, politische Aufgaben von Verwaltungsaufgaben zu lösen. Die Entflechtung ist ein demokratischer Akt. Das Feld der Bewerberinnen und Bewerber hat sich plötzlich erweitert und entspricht nun den gesetzlichen Vorgaben: Wählbar ist, wer stimmberechtigt ist.

Stimmberechtigt sind Schweizerinnen und Schweizer, die das 18. Altersjahr vollendet haben. Kommt noch ein Kriterium hinzu: Wer in Bellach Gemeindepräsident werden will, muss dort wohnen.

Indem das Amt des Gemeindepräsidenten nicht mit zusätzlichen Verwaltungsaufgaben belastet wird, erhält nicht nur der klügste Kopf im Dorf eine Chance. Der Gemeinderat hat die Voraussetzungen dafür geschaffen und den Kreis der Bewerber nicht eingeschränkt. Das ist gut so.