Polemik

Und jetzt auch die Bartträger

In Bärten und Schnäuzen stecken mehr Mikroben als im Hundefell. Igitt.

In Bärten und Schnäuzen stecken mehr Mikroben als im Hundefell. Igitt.

Sie lauern überall, die Bakterien und Keime. Man weiss inzwischen, dass eine Computer-Tastatur schmutziger ist als eine einigermassen gepflegte WC-Brille. Sogar auf einem Schneidebrett, wie sie im Haushalt benutzt werden, soll es 200 Mal mehr Fäkalstoffe geben als auf einem durchschnittlichen Toilettensitz. Nicht dran denken, was sich auf Küchenschwämmen tummelt. Mikrobiologen fanden laut «Beobachter» in 14 gebrauchten Küchenschwämmen 362 Arten Bakterien. Das erstaunt Giovanna Spielmann-Prada, die Lebensmittelmikrobiologie und Hygiene an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften lehrt, nicht. Je mehr man Dinge mit einem Schwamm putzt, «desto vielfältiger kann die Flora sein». Ehrlich, unter «Flora» hatte ich bisher angenehmere Vorstellungen.

Nun kann man Schwämme und Putztücher auskochen oder einfach ersetzen, um mit dem Leben davonzukommen. Man kann Mundschütze tragen, wie es Asiaten gerne vormachen, oder Tür- und Handgriffe nur mit Latexhandschuhen anfassen. Aber es kommt schlimmer. Bartträger müssen die Rasiermesser wetzen, denn in Bärten, das hat eine Studie gezeigt, stecken mehr Mikroben als im Hundefell.

Aber das erklärt vielleicht, weshalb manche Frauen mehr mit dem Hund schmusen als mit dem eigenen Mann.

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Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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