Kommentar

Suche nach Halt im Viren-Chaos

In Italien versuchen sich die Menschen vor dem Coronavirus zu schützen. Die Behörden erwarten, dass das Virus bald auch im Tessin auftaucht.

In Italien versuchen sich die Menschen vor dem Coronavirus zu schützen. Die Behörden erwarten, dass das Virus bald auch im Tessin auftaucht.

Das Corona-Virus nähert sich der Schweiz. Wir können gar nicht viel tun. Der Kommentar.

Das Corona-Virus hat die Schweizer Grenze erreicht, und kein Mensch weiss, ob es schon Infizierte gibt. Bis jetzt ist kein Fall bestätigt. Derweil schreien die ersten Politiker nach geschlossenen Grenzen, obwohl sich Viren nicht an Grenzen halten.

Aber was denn tun, wenn einen etwas so Unbekanntes, etwas so Natürliches, so Unantastbares wie ein potenziell tödliches Virus einholt? Hände waschen. Bei Fieber zum Arzt. Und sonst?

Während Menschen in Italien, wo sich das Virus überraschend schnell ausbreitet, Supermärkte plündern, bemühte sich Bundesrat Alain Berset vor den Medien, Sicherheit auszustrahlen. Man habe keinen einzigen bestätigten Fall in der Schweiz, jetzt mal Ruhe bewahren, etwas anderes bleibt uns nicht übrig.

Das Corona-Virus holt uns alle ein in einer Zeit, in der wir das Warten auf etwas, worauf sich nicht warten lässt, schwer aushalten. In Zeiten von medizinischen Wundern und der gefühlten Macht über den eigenen Facebook-Status, über News rund um die Uhr und das Gefühl, mitzuhalten, mit allem, das sich rasant verbreitet.

Auf das Corona-Virus, das ist das wirklich Schreckliche daran, müssen wir warten, bis es da ist. Wir können gar nicht viel tun. Ohnmächtige Zeiten, einmal mehr. Da kommen die kühlen Köpfe aus dem Bundesapparat gerade recht. Vorausgesetzt, sie wissen dann auch zu handeln.

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