Aktiencrash

Kleinanleger sind die Geprellten

Eine Frau studiert Börsenkurse (Archiv)

Eine Frau studiert Börsenkurse (Archiv)

Müssen Banken bei einem Konkurs am Ende wieder vom Staat gerettet werden? Unsicherheit ist Gift für den Markt. Die Zeche zahlen die Kleinanleger.

Die Börse spinnt», mögen sich viele sagen nach den Turbulenzen der vergangenen Tage. Dieses Auf und Ab an den Finanzmärkten verursachte manchem Aktieninhaber schlaflose Nächte. Im Hinterkopf haben viele noch die Finanzkrise von 2007/2008. Viele Kleinanleger haben damals viel Geld verloren und nachher nur zögerlich in Aktien investiert. Den grossen Gewinn haben die Grossen eingestrichen. Diese haben nun Kasse gemacht und die Börse wieder auf den Stand von 2013 zurückgesetzt.

Die Finanzkrise. Sie hat dazu geführt, dass für Banken strengere Regeln gelten. Die sollten alles sicherer machen. So weit, so gut. Nun mehren sich Zweifel, ob das alles hält, was es verspricht. Müssen die Banken bei einem Konkurs nicht doch wieder vom Staat gerettet werden? Diese Zweifel sind Gift für Anleger in Bankaktien. Besonders in Kombination mit schlechten Wirtschaftsaussichten. Diesen giftigen Cocktail wollten viele grosse Anleger nicht trinken. Auch deshalb sind sie panikartig aus ihren Positionen ausgestiegen. Die Dummen sind auch hier die Kleinanleger, die nicht wissen, wie ihnen geschieht.

Damit nicht genug. Viele Grossanleger haben ihre Aktienpakete auf Pump gekauft. Haben so mit günstigen Krediten auf dicke Hose gemacht. Druck auf Firmen gemacht, die Dividenden heraufzuschrauben. Auch das haben sich die Kleinanleger nicht leisten können. Sie bleiben auf ihrem Ersparten sitzen. Oder was zumindest davon noch übrig geblieben ist.

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