Oberes Fricktal

Fusion: Das lange Warten hat sich gelohnt

Claudia Meier
Hornussen (links im Vordergrund) und die Gemeinden Bözen, Effingen und Elfingen machen die Fusion zum Thema.

Hornussen (links im Vordergrund) und die Gemeinden Bözen, Effingen und Elfingen machen die Fusion zum Thema.

Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen haben einen Kredit gutgeheissen, um einen möglichen Zusammenschluss zu prüfen.

Die mögliche Fusion im oberen Fricktal ist seit Jahren ein Thema. Bisherige Versuche, eine solche zu prüfen, scheiterten. In Etappen verabschiedete sich Zeihen von den gemeinsamen Vorhaben mit Bözen, Effingen, Elfingen und Hornussen (BEEH). Aus dem Ligado-Projekt entstand die Verwaltung 3 plus, bei der auch Effingen nicht mitmachen wollte.

Und genau dank dieser neuen Verwaltungsstruktur haben sich drei Gemeinden gegenseitig schon etwas besser kennen gelernt. Beim Entwicklungskonzept – der Vorstufe für Fusionsabklärungen – war dann Effingen wieder im Boot. Dass nun die BEEH-Gemeinden gemeinsam an einen Tisch sitzen und einen Zusammenschluss prüfen, erscheint sinnvoll.

Der Zeitpunkt dafür ist ideal. Von den Fusionsprojekten in der Region Brugg können die BEEH-Gemeinden nämlich einiges mitnehmen. So kann man beispielsweise von der Gemeinde Mettauertal lernen, was ein Bezirkswechsel bedeutet und was mit Schulhäusern passiert. Wie man sich basisdemokratisch für ein neues Gemeindewappen entscheidet, demonstrierten Oberflachs und Schinznach-Dorf in einer öffentlichen Veranstaltung. Dass ein gut betreutes Forum auf einer speziellen Zusammenschluss-Website zwar nicht überbeansprucht wird, aber dennoch Sinn macht, zeigten Scherz und Lupfig.

Von der Bözberg-Fusion konnte man lernen, wie wichtig die Abklärungen zu Orts- und Strassennamen sind. Und vom aktuellen Fusionsprojekt zwischen Brugg und Schinznach-Bad sollte man sich merken, dass der beabsichtigte Verzicht auf Neuwahlen bei einer Fusion nicht viel mit Demokratie zu tun hat.

Das neue Projekt der BEEH-Gemeinden ist der nächste Schritt, damit sich die Kommunen weiterentwickeln können. Ob es je zu einer Fusion kommt, spielt jetzt noch keine Rolle. Wichtig ist nur, kritische Fragen zuzulassen und die seriösen Abklärungen nicht zu behindern.

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