Kaum ein Outfit ist wichtiger als das fürs erste Date (abgesehen vom Hochzeitskleid vielleicht). Darum gibt es Regeln: Tragen Sie keine zu hohen Absätze, Männer fühlen sich von grossen Frauen schnell eingeschüchtert. Öffnen Sie nicht zu viele Knöpfe Ihrer Bluse, Männer sollen Ihnen in die Augen schauen, nicht in den Ausschnitt. Und ziehen Sie bitte keinen dieser modischen Hosenröcke an, Männer wollen sehen, was Sie haben (einen Hintern).

Welches Stöffchen (und in welcher Verdichtung) muss Frau tragen?

Nein, diese Tipps zur äusseren Gestaltung stammen nicht etwa von mir (ich trage Hosenröcke auch bei Dates). Ich las sie kürzlich in einer Frauenzeitschrift. Frauenzeitschriften vermitteln ja hin und wieder gerne vermeintlich stark die Lebensqualität verbesserndes Wissen über Haare, Figur und Make-up. Und Kleidung natürlich. Welches Stöffchen (und in welcher Verdichtung) muss Frau tragen, damit sie seriös, verführerisch, mädchenhaft oder wie auch immer wirkt? 

Gerade beim ersten Date scheint besonders das weibliche Geschlecht viel falsch machen zu können: Komme selbstbewusst rüber (vielleicht in einem roten Kleid?). Sei modisch, aber falle nicht auf (also doch kein rotes Kleid). Wirke intelligent, aber nicht durchtrieben (eine Brille schaut schlau aus, in Kombination mit einer Bluse aber zu streng). Und natürlich dies: Präsentiere dich sexy, aber bitte niemals so, als wärst du leicht zu haben (vielleicht doch einen Knopf mehr aufmachen? Dann aber den Minirock weglassen!).

Ich kam mal als Banane

Bei einem ersten Treffen jemandem gefallen zu wollen, dagegen spricht bestimmt nichts. Doch die eigene Attraktivität mit Styling-Tipps und Verhaltensvorschlägen bis zur Verfremdung steigern – lohnt sich das?

Ich blicke zurück.

Was hatte ich jeweils an, als auf eine erste Begegnung eine zweite folgte, ja vielleicht sogar eine Beziehung daraus wurde?

Einmal war ich im Ausgang, es war morgens um vier, ich trug ein verschwitztes Top. Einmal steckte ich in Wanderklamotten. Einmal war ich eine Banane (an der Fasnacht, lange her). Die anderen paar Male: Ich kann mich nicht erinnern. Weil ich mir vermutlich nicht allzu viele Gedanken machte. Und es trotzdem irgendwie klappte.