Ski Alpin

Feuz' Sieg: Es lohnt sich, nie aufzugeben

Als ein Föhnsturm in der Nacht von Montag auf Dienstag am Lauberhorn grosse Schäden anrichtete, machte schnell das Gerücht die Runde, dass die Rennen in Wengen eventuell abgesagt werden müssen. Doch Aufgeben kam für die Organisatoren nie infrage. «Was die Menschen hier geschafft haben, wäre wohl fast nirgendwo sonst möglich», lobte der Norweger Aksel Svindal, einer der grossen Stars im Skiweltcup, die Arbeit der vielen Helferinnen und Helfer.

Die Organisatoren wurden belohnt. Bei Traumwetter siegte am Samstag in der Abfahrt mit Beat Feuz ein Schweizer. Insgesamt besuchten 51 000 Menschen die drei Rennen. Die TV-Bilder des Events vor imposanter Berg-Kulisse, die erstmals live im wichtigen Markt China ausgestrahlt wurden, waren beste Werbung für Ferien in der Schweiz.

Die Schweiz jubelt mit Beat Feuz

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Beat Feuz ist als Nummer Eins gestartet und hat die Lauberhorn-Abfahrt gewonnen. Interview mit dem Schweizer Skifahrer nach seinem Sieg.

Dass es sich lohnt, nie aufzugeben, bewies auch einmal mehr Beat Feuz. 2012 hat er die Abfahrt am Lauberhorn schon einmal gewonnen. Ein paar Monate später war seine Sportlerkarriere fast zu Ende. Ein Infekt im elfmal operierten linken Knie führte beinahe zu einer Amputation. Doch der Emmentaler glaubte immer daran, weiter Skirennen fahren zu können. Schon damals im Spital, als seine Zukunft ungewiss war, träumte er von einem weiteren Sieg beim Heimrennen.

Am Samstag erfüllte sich sein Wunsch. Der 30-Jährige siegte wie schon 2012. Beat Feuz ist mit seinen Erfolgen ein Vorbild für alle. Er beweist, dass es sich lohnt, an sich selbst zu glauben. Egal, wie aussichtslos die Situation scheint.

Alain Berset zu Beat Feuz: "Er hat ein super Rennen gemacht."

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Der Bundespräsident Alain Berset freut sich über den Sieg von Beat Feuz bei der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen BE. Beat Feuz war sein Favorit.

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