Meiereien

Alle müssen checken

Blick in ein Nordwestschweizer Klassenzimmer. (Symbolbild)

Blick in ein Nordwestschweizer Klassenzimmer. (Symbolbild)

Künftig werden jedes Jahr rund 50 000 Schülerinnen und Schüler in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn gleichzeitig zu den vier gleichen Checks antreten müssen. Fällig werden die Checks in der 3., in der 6., in der 8. und der 9. Klasse. Damit wird im Bildungsraum Nordwestschweiz das Wissen und Können aller Schülerinnen und Schüler vergleichbar. Und die Klassen werden auch vergleichbar und die Schulen, die Kantone.

Ist das nötig? Und ist es wünschenswert? Tut es der Schule gut, wenn schulische Leistungen nicht nur gemessen, sondern kantonsübergreifend verglichen werden? Haben wir bald ein interkantonales Schulranking, das bald in ein gesamtschweizerisches mündet?

Das sind zweifellos alles gute Fragen. Aber sie kommen zu spät. Denn Wirtschaft und die Vorgaben der Bildungsharmonisierung haben längst die Weichen gestellt.

Die Wirtschaft fordert klare und einheitliche schulische Dokumente am Ende der Schulzeit; die Harmonisierung der Bildung verlangt einheitliche Bildungsziele. Der Weg dazu führt über die Checks, die nun obligatorisch geworden sind.

Die Fachleute vom Bildungsraum beteuern, dass die Checks eine grosse Chance seien, sowohl für die Schüler, die Schulen als auch für die Schulentwicklung im Bildungsraum. Dass dadurch die Individualität der einzelnen Schule eingeschränkt werde, glauben sie nicht. Und sie glauben auch nicht, dass es schon bald zu einer Rangliste der besten Schulen, der besten Schulkantone kommen könnte. Wir sind zuversichtlich, dass die Experten sich nicht irren.

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