Südafrika
Südafrikas Präsident Ramaphosa baut Kabinett komplett um

Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat eine umfassende Regierungsumbildung angekündet. Unter anderem werde der von seinem Vorgänger Jacob Zuma entlassene Finanzminister Nhlanhla Nene auf seinen Posten zurückkehren.

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Nach Machtwechsel: Der neue Präsident Südafrikas Cyril Ramaphosa beruft am Montag zahlreiche neue Minister.

Nach Machtwechsel: Der neue Präsident Südafrikas Cyril Ramaphosa beruft am Montag zahlreiche neue Minister.

KEYSTONE/POOL AP/RUVAN BOSHOFF

Dies sagte Ramaphosa am Montag in einer Fernsehansprache. Als Vize-Präsidenten nominierte er den stellvertretenden Vorsitzenden der Regierungspartei ANC, David Mabuza.

Insgesamt werde er 30 neue Minister und Vize-Minister ernennen, sagte Ramaphosa, der Mitte Februar zum Nachfolger des von Korruptionsaffären belasteten Zuma gewählt worden war. Mehrere Vertraute des Ex-Präsidenten müssen ihren Posten aufgeben.

Mit seinem neuen Kabinett wolle er ein Gleichgewicht schaffen zwischen "Kontinuität und Stabilität" auf der einen Seite und "der nötigen Erneuerung und wirtschaftlichen Erholung" auf der anderen Seite, erklärte Ramaphosa.

Zuma hatte den angesehenen Finanzminister Nene Ende 2015 völlig überraschend entlassen und durch seinen relativ unbekannten Vertrauten David van Rooyen ersetzt. Die Ernennung sorgte für Panik an der Börse - nach nur vier Tagen wurde van Rooyen wieder entlassen.

Ramaphosa hatte nach seinem Amtsantritt am 15. Februar eine politische Wende in Südafrika angekündigt. Als zentrale Ziele nannte er den Kampf gegen die Korruption und die Wiederbelebung der Wirtschaft.