Amok in Schweden
Schüler glaubten an Scherz: Lehrer und Schüler sterben nach Attacke – auch Täter ist tot

Nach einer Schwert-Attacke in einer schwedischen Schule ist nach einem Lehrer und einem Schüler auch der Täter gestorben. Mit einem Schwert bewaffnet hatte der 21-Jährige am Donnerstag im westschwedischen Trollhättan auf vier Menschen eingestochen.

SDA
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Tödlicher Schwertangriff in Schweden
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Ein Lehrer und ein Schüler sterben nach einer Schwert-Attacke an einer Schule in Schweden. Der Täter wird von der Polizei niedergeschossen.
Ein vermutlich mit einem Schwert bewaffneter junger Mann hat an einer Schule in Schweden einen Lehrer...
... und einen 11-jährigen Schüler erstochen und zwei Menschen lebensgefährlich ver
Bei einem Angriff an einer Schule in Westschweden sind laut Medienberichten ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden.
Ein mit einem Schwert bewaffneter und maskierter Mann stach am Donnerstag fünf Menschen nieder.
Ob es sich bei dem Toten um einen Schüler oder einen Erwachsenen handelt, war zunächst unklar.
Die Polizei habe auf eine Person geschossen, die das Schulgebäude in Trollhättan betreten habe, berichtete die Zeitung "Dagens Nyheter" am Donnerstag.
Laut einem Spital sei der Täter schwer verletzt.

Tödlicher Schwertangriff in Schweden

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Ein mit einem Schwert bewaffneter junger Mann hat an einer Schule in Schweden einen Lehrer und einen 11-jährigen Schüler erstochen und zwei Menschen lebensgefährlich verletzt. Das Motiv des Täters war zunächst unklar.

Der Lehrer starb noch am Tatort, ein Junge später im Spital. Ein weiterer Lehrer und ein Schüler schwebten am Nachmittag in Lebensgefahr. Mit zwei Schüssen hatte die Polizei den jungen Mann gestoppt. Nach Angaben der Polizei soll es sich um einen Einzeltäter gehandelt haben. Das Motiv des Täters war zunächst unklar.

Der Täter wurde ebenfalls ins Spital gebracht und nach Schussverletzungen operiert, wie das Spital mitteilte. Er erlag am Nachmittag seinen Verletzungen.

Maskiert, in schwarzer Kleidung und mit einem Schwert bewaffnet habe der Täter die Schule in Trollhättan betreten, sagten Schüler dem schwedischen Fernsehen. Nach Angaben Polizei stach er mit mehreren "messerähnlichen" Gegenständen zu. Ob es sich dabei um ein Schwert oder ein langes Messer handelte, sagten die Ermittler zunächst nicht. Der Vorfall soll sich im Café der Schule abgespielt haben, die öffentlich zugänglich ist.

Es handelt sich um eine Problemschule in einem weniger privilegierten Viertel der Industriestadt. Rund 400 Kinder und Jugendliche von der ersten bis zur neunten Klasse besuchen die Schule. Schon häufiger sei über die Sicherheit der Schüler diskutiert worden, sagte ein Oppositionspolitiker in Trollhättan schwedischen Medien.

Schüler glaubten an Halloween-Scherz

Näheres zu den Hintergründen des Angriffs war auch Stunden später noch nicht bekannt. Es hiess in Medienberichten nur, der Täter habe eine "Star Wars"-Maske getragen. Laut Ermittlern wurde der Angreifer inzwischen identifiziert; es soll sich um einen etwa 20-jährigen Mann handeln. Seine Wohnung sollte noch im Laufe des Tages durchsucht werden.

Ein Schüler berichtete der schwedischen Nachrichtenagentur TT, er und andere Schüler hätten zunächst an einen Halloween-Scherz geglaubt: "Als wir ihn sahen, dachten wir, das ist ein Witz. Er trug eine Maske und schwarze Kleidung und einen langen Säbel. Viele Schüler wollten ein Foto mit ihm und seinen Säbel berühren". Nach Angaben von TT hatte der Angreifer sogar mehrere Stichwaffen bei sich.

Rätselraten über Motiv

An der Schule rund 80 Kilometer nördlich von Göteborg herrsche grosses Durcheinander, erklärte ein Polizeisprecher. Polizisten durchsuchten das Gebäude, um sicherzustellen, dass es nicht noch mehr Verletzte gebe. Ein Krisenstab sei eingerichtet.

Der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven sprach nach dem Angriff von einem "schwarzen Tag fürSchweden". Über das Motiv des Täters rätselten die Ermittler zunächst. Am späten Nachmittag wollte die Polizei in einer Pressekonferenz mehr Details bekanntgeben.

Angriffe in Schulen sind in dem Land äusserst selten. Der letzte liegt 54 Jahre zurück: Bei der Attacke in einer Berufsoberschule der Stadt Kungälv waren 1961 ein Jugendlicher erschossen und sechs weitere verletzt worden.

Trollhättan ist rund eine Autostunde von Göteborg entfernt und hat 57'000 Einwohner. Es ist die Heimatstadt des inzwischen insolventen Autoherstellers Saab.

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