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Die letzte Reise der Queen ++ Letzte Ruhestätte für die Queen – Sarg im Familienkreis beigesetzt

Kein britischer Monarch war so lange auf dem Thron wie Elizabeth II. Mit ihrem Tod geht eine Ära zu Ende. Nachfolger ist König Charles III.

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Das Wichtigste im Überblick:

  • Am 8. September ist Königin Elizabeth II. im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral verstorben.
  • Am Montag, 19. September, fand das Staatsbegräbnis der Queen statt. In der Westminster Abbey wurden rund 2000 Gäste erwartet.
  • Die Welt nahm Abschied von Königin Elizabeth II. Mehr zu den Feierlichkeiten können Sie hier lesen:

So sah der Zeitplan am Montag aus:

Der Zeitplan zur Beisetzung von Queen Elizabeth II.

12.00 Uhr: Der Gottesdienst unter Teilnahme von Hunderten Staats- und Regierungschefs, gekrönten Häuptern und Würdenträgern beginnt. Insgesamt sind 2000 Menschen zu der Totenmesse geladen, darunter US-Präsident Joe Biden, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und der japanische Kaiser Naruhito. Geleitet wird der Gottesdienst vom Dekan von Westminster, David Hoyle. Die Predigt hält der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby.

12.55 Uhr: Das Hornsignal «Last Post» ertönt in der Kirche. Dem folgt ein zweiminütiges Schweigen im ganzen Land.

13.00 Uhr: Die Nationalhymne wird angestimmt. Der Sarg wird anschliessend aus der Kirche getragen und per Prozession zum Wellington Arch gebracht. Wieder geben die Royals der Queen zu Fuss das Geleit. Der Weg führt vom Parlament über die Strasse Whitehall und den Exerzierplatz Horse Guards Parade auf die Prachtstrasse The Mall und am Buckingham-Palast sowie am Green Park vorbei. Auch hier folgen wieder die Royals dem Sarg zu Fuss. Im Auto fahren Königsgemahlin Camilla (75), Prinzessin Kate (40), Herzogin Meghan (41) und Gräfin Sophie (57), die Frau Prinz Edwards.

An der Prozession nehmen zudem Abordnungen der Streitkräfte Grossbritanniens und anderer Commonwealth-Staaten teil. Während der gesamten Prozession schlägt Big Ben, im Hyde Park werden Salutschüsse abgefeuert. Viele Tausend Menschen werden entlang der Route erwartet, um der Monarchin die letzte Ehre zu erweisen.

14.00 Uhr: Der Sarg trifft am Wellington Arch ein. Er wird dort in einen Leichenwagen umgebettet für den Transport nach Windsor. Die Soldaten verabschieden die Queen mit militärischem Gruss und der Nationalhymne. Anschliessend macht sich auch die Royal Family auf den Weg nach Windsor. Die Strecke wäre normalerweise in weniger als einer Stunde zu bewältigen, doch der Leichenwagen wird sich langsam fortbewegen. Auch hier werden wieder Tausende Menschen entlang der Strasse erwartet, die der Queen Respekt zollen möchten.

16.10 Uhr: Bei der Einfahrt nach Windsor verlangsamt der Leichenwagen seine Geschwindigkeit und reiht sich in eine weitere Prozession ein, die über den Long Walk, eine lange Allee, in Richtung von Schloss Windsor zieht.

16.40 Uhr: Im Innenhof des Schlosses schliessen sich auch die Royals dem Trauerzug an, der dann in die St.-Georges-Kapelle führt.

17.00 Uhr: Der Aussegnungsgottesdienst in der St.-Georges-Kapelle beginnt. Daran nehmen neben der Royal Family die Mitglieder des königlichen Haushalts sowie die Regierungschefs der Länder teil, deren Staatsoberhaupt Elizabeth II. war, sowie die Generalgouverneurinnen und -gouverneure, die sie dort vertraten. Geleitet wird der Gottesdienst vom Dekan von Windsor, David Conner. Vor dem letzten Lied werden Krone, Zepter und Reichsapfel vom Sarg entfernt und auf den Altar gelegt. Dann wird der Sarg in die königliche Gruft hinuntergelassen. Die Nationalhymne beendet den Gottesdienst.

20.30 Uhr: Die Queen findet ihre letzte Ruhestätte bei einer privaten Beisetzung in der König-George-VI.-Seitenkapelle innerhalb der Kirche an der Seite ihres im vergangenen Jahr gestorbenen Mannes Prinz Philip. (dpa)

Letzte Ruhestätte für die Queen – Sarg im Familienkreis beigesetzt

Nach dem Staatsbegräbnis mit Stationen in London und Windsor ist Queen Elizabeth II. an ihrer letzten Ruhestätte angekommen. Die Queen wurde im engsten Kreis ihrer Familie in einer Seitenkapelle der St.-Georges-Kapelle in Windsor beigesetzt. Sie wurde wieder mit ihrem langjährigen Ehemann Prinz Philip vereint, wie aus einer Mitteilung der königlichen Familie hervorgeht. Philip war im vergangenen Jahr im Alter von 99 Jahren gestorben. (dpa)

Welt nimmt Abschied von der Queen – königliches Jahrhundertereignis

Mit einem der grössten Staatsbegräbnisse der Geschichte hat die Welt am Montag Abschied von der Queen genommen. Unter den Augen von Millionen TV-Zuschauern in aller Welt erwies eine trauernde Nation in London und Windsor der gestorbenen Königin Elizabeth II. die letzte Ehre. An den beispiellosen Trauerfeierlichkeiten nahmen zahlreiche Staatsoberhäupter und Monarchen teil, einige waren extra von weit her angereist. Hunderttausende säumten zu dem Jahrhundertereignis die Strassen.

König Charles III. wirkte ergriffen, als er mit seiner engsten Familie den Sarg seiner Mutter durch die britische Hauptstadt geleitete. Der 73-Jährige hatte Tränen in den Augen. «Trauer ist der Preis, den wir für die Liebe zahlen», hatte die Queen einst gesagt.

Auch die Queen-Urenkel Prinz George (9), ein künftiger König, und Prinzessin Charlotte (7) reihten sich mit ihren Eltern Prinz William und Prinzessin Kate (beide 40) in die Trauerprozession ein. (dpa)

Sarg der Queen wird in königliche Gruft hinuntergelassen

Der Sarg Königin Elizabeths II. ist im Rahmen des Aussegnungsgottesdiensts für die Monarchin am Montagabend in die königliche Gruft unter der St.-Georges-Kapelle in Windsor hinuntergelassen worden. Zuvor waren die Insignien, Krone, Zepter und Reichsapfel vom Sarg genommen und auf dem Altar platziert worden.

An dem Gottesdienst nahmen neben den Royals vor allem Vertreter der Länder teil, deren Staatsoberhaupt die Queen war. Auch die Träger des Hosenbandordens waren anwesend. Später soll Elizabeth II. in einer Seitenkapelle an der Seite ihres im vergangenen Jahres gestorbenen Prinzgemahls Philip sowie ihrer Eltern und Schwester beigesetzt werden. (dpa)

Zwei Beisetzungen der Queen in Windsor

Queen Elizabeth II. wird am Montag zwei Mal beigesetzt. Nach einem Gottesdienst am Nachmittag in der St.-Georges-Kapelle auf Schloss Windsor wird die Monarchin in der königlichen Gruft an die Seite ihres Ehemanns Prinz Philip gebettet, der am 9. April 2021 mit 99 Jahren gestorben war. Dort bleibt ihr Sarg aber nur für kurze Zeit. Denn am Abend wird das Paar, das 73 Jahre lang verheiratet war, in einer privaten Zeremonie wieder umgebettet. Die letzte Ruhestätte finden Elizabeth und Philip in der kleinen King-George-VI.-Gedenkkapelle, einer Seitenkapelle.

Dort liegen auch die Eltern der Queen, «Queen Mum» und König George VI., sowie die Urne ihrer jüngeren Schwester Prinzessin Margaret, die auf eigenen Wunsch - entgegen der Tradition - kremiert wurde.

Bei Philips Beisetzung am 17. April 2021 war bereits bekanntgeworden, dass sein Grab nur vorübergehend sein wird. (dpa)

Queen-Sarg trifft auf Schloss Windsor ein - Royals schliessen sich an

Der Leichenwagen mit dem Sarg der gestorbenen britischen Königin Elizabeth II. ist auf Schloss Windsor eingetroffen. Auf der finalen Etappe ihrer letzten Reise gaben der Queen noch einmal Hunderte Militärangehörige und Würdenträger das Geleit, als sich der Leichenwagen langsam auf das Schloss zubewegte. Tausende Menschen hatten sich zu beiden Seiten der als Long Walk bekannten Allee versammelt, um der Queen die letzte Ehre zu erweisen.

Im Innenhof des Schlosses warteten bereits König Charles III., Königsgemahlin Camilla sowie weitere Mitglieder der Königsfamilie, um sich dem Trauerzug anzuschliessen. Ziel der Prozession war die St.-Georges-Kapelle auf dem Gelände des Schlosses. Nach einem Aussegnungsgottesdienst in der Kirche soll die Queen dort an der Seite ihres im vergangenen Jahres gestorbenen Prinzgemahls Philip ihre letzte Ruhestätte finden. (dpa)

Sarg der Queen wird in Prozession zu Schloss Windsor geleitet

Mit einer feierlichen Prozession haben königliche Gardesoldaten, weitere Militärangehörige und Würdenträger den Leichenwagen mit dem Sarg der Queen auf seinem letzten Stück Weg nach Schloss Windsor geleitet. Entlang der als Long Walk bezeichneten Allee, die schnurgerade auf das Schloss zuführt, hatten sich am Montagnachmittag Tausende Menschen eingefunden, um Elizabeth II. ein letztes Mal in ihrer Stadt zu empfangen.

Im Innenhof des Schlosses wollten sich Mitglieder der Royal Family dem Trauerzug anschliessen, der in der St.-Georges-Kapelle auf dem weitläufigen Schlossgelände enden sollte. Nach einem Aussegnungsgottesdienst soll Elizabeth II. in einer Seitenkapelle dieser Kirche ihre letzte Ruhestätte finden. (dpa)

Sarg mit Elisabeth II trifft in Schloss Windsor ein.

Sarg mit Elisabeth II trifft in Schloss Windsor ein.

Aaron Chown / AP

US-Präsident Biden verlässt London nach Staatsakt für Queen

US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill reisen nach der Trauerfeier für die Queen in der Westminster Abbey wieder aus Grossbritannien ab. Der US-Präsident und seine Ehefrau stiegen am Montagnachmittag auf dem Flughafen London-Stansted in Bidens Flugzeug Air Force One. Das Paar war am Samstag in London eingetroffen und hatte der Queen dort auch am aufgebahrten Sarg seinen Respekt erwiesen.

US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill.

US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill.

Susan Walsh / AP

Am Montag nahmen beide gemeinsam mit etwa 2000 Gästen am Gottesdienst im Rahmen des Staatsbegräbnisses teil. Dem Weissen Haus zufolge reist der US-Präsident nun zurück in die US-Hauptstadt Washington. (dpa)

Unzählige Menschen säumen Strassen nach Windsor

Während der Fahrt des Leichenwagens mit dem Sarg der Queen von London nach Windsor haben am Montag unzählige Menschen die Strassen gesäumt, um sich von Elizabeth II. zu verabschieden. Einige warfen Blumen, als das Auto mit dem in die royale Standarte gehüllten Sarg an ihnen vorbeifuhr.

Dem königlichen Leichenwagen folgten Queen-Tochter Prinzessin Anne und ihr Mann Timothy Laurence im Konvoi. König Charles III., Königsgemahlin Camilla und weitere Royals hatten die Queen zuvor gemeinsam mit Hunderten Militärangehörigen am Wellington Arch nach einer Prozession durch die Strassen der Hauptstadt verabschiedet. (dpa)

Gottesdienst, Trauerzug und emotionale Royals: So war die Beerdigung der Queen in London

Am Montagmittag haben fast 2000 Staatsgäste in der Westminster Abbey in London gemeinsam mit der Royal Family Abschied von Queen Elizabeth II. genommen. Während des Trauerzugs zum Wellington Arch hatten sich unzählige Menschen am Rande der Prozessionsstrecke versammelt. Beim Triumphbogen wurde der Sarg der Königin in einen Leichenwagen geladen, der nun auf dem Weg nach Windsor ist.

CH Media Video Unit / Katja Jeggli

4000 Angehörige der Streitkräfte paradieren für die Queen

Das britische Staatsbegräbnis ist auch ein ausgezeichnetes Schaufenster für die Streitkräfte. Die Staatslafette, gezogen von fast 150 Matrosen, ist selbst für die Monarchie ein höchst seltener Anblick. (bos)

Abschied von London: Leichenwagen mit Queen-Sarg auf Weg nach Windsor

Der Leichenwagen mit dem Sarg der gestorbenen britischen Königin Elizabeth II. hat seinen Weg nach Windsor angetreten. Für die Londoner, die am Montag zu Hunderttausenden auf die Strassen kamen, um ihrer Queen die letzte Ehre zu erweisen, ist es ein Abschied für immer. Viele winkten und applaudierten, als der Leichenwagen an ihnen vorbeifuhr.

Dem königlichen Leichenwagen folgten Queen-Tochter Prinzessin Anne und ihr Mann Timothy Laurence im Konvoi. König Charles III., Königsgemahlin Camilla und weitere Royals hatten die Queen zuvor gemeinsam mit Hunderten Militärangehörigen am Wellington Arch nach einer Prozession durch die Strassen der Hauptstadt verabschiedet. (dpa)

Glockenschläge und Kanonendonner

Der Trauerzug für die britische Königin Elizabeth II. wird von Glockenschlägen des Wahrzeichens Big Ben und Kanonenschüssen begleitet. Hunderttausende säumen die Strassen der britischen Hauptstadt. Militärkapellen spielen Trauermärsche.

Der Trauerzug für die verstorbene Queen Elizabeth II. nach dem Gottesdienst in der Westminster Abbey.

Der Trauerzug für die verstorbene Queen Elizabeth II. nach dem Gottesdienst in der Westminster Abbey.

Andreea Alexandru / AP

Die Prozession bewegt sich durch London

Nicht zum ersten Mal in den letzten 10 Tagen ist es in einigen der belebtesten Strassen der Hauptstadt still geworden, als Menschen, die sich versammelt haben, um der Prozession beizuwohnen, der verstorbenen Königin Elizabeth II. ihren Respekt erweisen.

Der Sarg der Queen wird zum Wellington Arch gebracht.

Der Sarg der Queen wird zum Wellington Arch gebracht.

Emilio Morenatti / AP

Big Ben läutet derweil alle 60-Sekunden, während sich die Prozession langsam durch die Strassen Londons bewegt. Der Sarg der Queen kommt dabei auch an den Denkmälern für ihren Vater König George VI. und ihre Mutter Queen Mother vorbei. Letztere verstarb 2002 im Alter von 101 Jahren.

Der Sarg auf dem Weg zum Wellington Arch

Der Trauerzug von der Westminster Abbey zum Wellington Arch - einem Triumphbogen am südöstlichen Ende des Hyde Parks - wird unter anderem von mehr als 3000 Militärangehörigen und Zivilorganisationen aus Grossbritannien und dem Commonwealth begleitet. In Windsor warten 1000 weitere Angehörige des Militärs. Es ist der grösste Trauerzug in Grossbritannien seit demjenigen für König George VI. im Jahr 1952. (hck)

Kanadische Mounties (Royal Canadian Mounted Police) führen den Trauerzug an.

Kanadische Mounties (Royal Canadian Mounted Police) führen den Trauerzug an.

König Charles' Brief

Der Kranz auf dem Sarg von Königin Elizabeth II. ist auf Wunsch ihres Sohns König Charles III. zusammengestellt worden. Die Pflanzen stammen aus den Gärten ihrer Residenzen Buckingham-Palast und Schloss Windsor sowie von Charles’ Landsitz Highgrove House. Dazu gehörten Rosmarin, das Gedenken symbolisiert. Die genutzte Myrte - Symbol für eine glückliche Ehe - wurde aus einer Pflanze geschnitten, die einst aus einem Myrtenzweig im Hochzeitsstrauss der Königin gezogen worden war.

Ebenfalls enthalten waren Stieleiche als Zeichen für die Kraft der Liebe, Pelargonien, Gartenrosen, Hortensien, Sedum, Dahlien und Witwenblume. Der Kranz war in Gold, Rosa und tiefem Burgunderrot sowie einem Hauch von Weiss gehalten - den Farben der königlichen Standarte.

Hannah Mckay / AP

In den Kranz gesteckt war ein persönlicher Brief von König Charles III. an seine gestorbene Mutter. Darauf stand:

«In liebevoller und treuer Erinnerung. Charles R.»

Das «R.» steht für Rex, das lateinische Wort für «König». Ebenfalls auf dem Sarg thronten die Staatskrone sowie Zepter und Reichsapfel.

Charles' Brief.

Charles' Brief.

Frank Augstein / AP

Das Staatsbegräbnis für seine Mutter Queen Elizabeth II. hat König Charles III. sichtlich gerührt. Als zum Abschluss des Gottesdienstes am Montag die Nationalhymne «God save the king» ertönte, schienen sich die Augen des Monarchen, der nicht mitsang, mit Tränen zu füllen. Auch während des Trauerzugs zur Westminster Abbey, als Charles und andere Royals dem Sarg der Queen folgten, wirkte der König ergriffen. (dpa)

Das ganze Land hat für zwei Minuten geschwiegen

Bilder von den verschiedensten Orten Grossbritanniens - wie Wolverhampton, Edinburgh oder London - zeigen die zwei Schweigeminuten zu Ehren der verstorbenen Elizabeth II. 

Schweigeminuten für die Queen - hier in London.

Schweigeminuten für die Queen - hier in London.

Emilio Morenatti / AP

Sarg der Queen wird zum Wellington Arch gebracht

Der Sarg der Königin wird jetzt von der Westminster Abbey, in Begleitung wichtiger Royals sowie Hunderter Militärangehöriger, in einer Prozession zum Wellington Arch gebracht. An den Strassen der Route warten bereits seit Stunden Hunderttausende Menschen, um ihrer Königin die letzte Ehre zu erweisen.

Erzbischof von Canterbury: «Sie hat eine Vielzahl von Leben berührt»

Der Erzbischof von Canterbury sieht den Grund für die grosse Anteilnahme am Tod der Queen in deren Art, auf Menschen zuzugehen. «Sie war fröhlich, für so viele da und hat eine Vielzahl von Leben berührt», sagte Justin Welby in seiner Predigt bei der Trauerfeier für Elizabeth II. in der Westminster Abbey.

Der Erzbischof erinnerte auch an die viel beachtete Rede der Queen an die Nation während der Corona-Pandemie. Elizabeth II. sprach ihren Untertanen damals Mut zu und sagte: «Wir werden uns wiedersehen.»

Die Nationalhymne wird angestimmt

Das Hornsignal «Last Post» ertönt in der Kirche. Dem folgt ein zweiminütiges Schweigen im ganzen Land. Dann wird die Nationalhymne angestimmt. Der Trauergottesdienst ist beendet.

Hingucker Charlotte mit Hut und George mit Krawatte

Als jüngste Teilnehmer innerhalb der Royal Family haben auch Prinz George (9) und Prinzessin Charlotte (7) am Trauergottesdienst für die Queen in der Westminster Abbey teilgenommen. Feierlich und mit ernster Miene zogen die Kinder von Thronfolger William und seiner Frau, Prinzessin Kate, mit in das Gotteshaus ein. Sie gingen zwischen ihren Eltern und schritten langsam hinter dem Sarg ihrer Urgrossmutter her.

Prinzessin Charlotte neben ihrem Bruder George begleitet von Mutter Kate.

Prinzessin Charlotte neben ihrem Bruder George begleitet von Mutter Kate.

KEY

Charlotte schaute viel zu Boden und trug einen schwarzen Hut mit Schleife über ihrem langen blonden Haar und einen Mantel, sie hielt ihre Hände vor sich gefaltet. George trug einen dunkelblauen Anzug mit weissem Hemd und Krawatte und hielt seine Arme an seiner Seite und schaute meist geradeaus.

Vorgefahren waren die Kinder gemeinsam im Auto mit ihrer Mutter Kate und der Frau ihres Opas Charles, Königsgemahlin Camilla.

Ihr jüngerer Bruder Prinz Louis war beim Gottesdienst für Elizabeth II. nicht zu sehen.

Prinz William (40), der älteste Sohn von König Charles III. (73), steht jetzt auf Platz eins der Thronfolge. Ihm folgt sein Erstgeborener, Prinz George (9). Charlotte (7) steht in der Thronfolge jetzt auf Rang drei, Louis (4) auf Rang vier. Erst dahinter folgt Williams jüngerer Bruder, Prinz Harry. (dpa)

Prinz Andrew und Prinz Harry kommen in zivil

Prinz Andrew und Prinz Harry sind wie erwartet nicht in Uniform zum Staatsbegräbnis für die Queen gekommen. Dabei waren beide im Militäreinsatz - Andrew im Falklandkrieg und Harry in Afghanistan. Allerdings sind sie keine aktiven Mitglieder der Royal Family mehr: Queen-Sohn Andrew wegen seiner Verwicklung in den Missbrauchsskandal um Jeffrey Epstein, und Enkel Harry hatte seine royalen Pflichten freiwillig aufgegeben. Beide Männer trugen am Montag ihre Medaillen und Cutaway, den Anzug für solche Anlässe. Bei der Totenwache in der Westminster Hall waren beide zuvor ausnahmsweise in Uniform erschienen. (dpa)

Dekan von Westminster würdigt «selbstlosen» Dienst der Queen

Der leitende Geistliche bei der Trauerfeier für die gestorbene britische Königin Elizabeth II. hat deren «selbstlosen Dienst» gewürdigt. «Hier, wo Queen Elizabeth heiratete und gekrönt wurde, haben wir uns aus dem ganzen Land und dem Commonwealth und allen Ländern der Welt versammelt, um unseren Verlust zu betrauern und ihrem langen, selbstlosen Leben im Dienst zu gedenken (...)», sagte der Dekan von Westminster, David Hoyle, zu Beginn des Gottesdienstes in der Westminster Abbey.

Etwa 2000 Trauergäste hatten sich in der Westminster Abbey versammelt, um Abschied von der Queen zu nehmen. Darunter waren Hunderte Staats- und Regierungschefs, Monarchen und andere Würdenträger aus aller Welt. (dpa)

Der Trauergottesdienst hat begonnen

Eröffnet wird der Gottesdienst durch den Dekan von Westminster, David Hoyle. Aber es ist der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, der die Predigt und die Belobigung halten wird – der zeremonielle Moment, in dem die Königin Gott anvertraut wird.

In der Westminster Abbey hatte die verstorbene Queen Elizabeth II. im Jahr 1947 geheiratet. 1953 wurde sie hier gekrönt und nahm in der Folge an königlichen Hochzeiten und Beerdigungen teil. (hck)

König Charles III. hat den Trauerzug mit dem Sarg begleitet

König Charles III. begleitet den Sarg seiner verstorbenen Mutter von der Westminster Hall in die Westminster Abbey.

König Charles III. begleitet den Sarg seiner verstorbenen Mutter von der Westminster Hall in die Westminster Abbey.

Emilio Morenatti / AP

Der Sarg der Queen wird in die Kathedrale getragen

Die 2000-köpfige Gemeinde in der Westminster Abbey erhebt sich, als die Sargprozession die Kirche aus dem 13. Jahrhundert betritt.

Ehemalige Premierminister in der Westminster Abbey

Die Königin hatte während ihrer langen Regierungszeit 15 Premierminister – von Winston Churchill, der bei ihrer Thronbesteigung im Amt war, bis hin zu Liz Truss, die sie nur zwei Tage vor ihrem Tod in Balmoral ernannte - erlebt. Einige von denen, die sie überlebt haben, sind jetzt am Trauergottesdienst anwesend. 

Ehemalige Premierminister und die amtierende Premierministerin Liz Truss (Rechts oben) in der Westminster Abbey.

Ehemalige Premierminister und die amtierende Premierministerin Liz Truss (Rechts oben) in der Westminster Abbey.

Gareth Fuller / AP

Unter ihnen sind John Major, Tony Blair, Gordon Brown, David Cameron, Theresa May und Boris Johnson mit ihren Ehepartnern in der Westminster Abbey. (hck)

Zahlreiche Menschen verfolgen Prozession im Hyde Park

Im Londoner Hyde Park wird der Trauergottesdienst in der Westminster Abbey auf grossen Bildschirmen gezeigt.

Zahlreiche Menschen verfolgen den Trauergottesdienst im Londoner Hyde Park.

Zahlreiche Menschen verfolgen den Trauergottesdienst im Londoner Hyde Park.

Lewis Joly / AP

US-Präsident Joe Biden in der Westminster Abbey

Die Westminster Abbey, wo ab 12 Uhr der Gottesdienst beginnt, ist bereits gut gefüllt. Hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Angehörige anderer Monarchien sind anwesend. Auch US-Präsident Joe Biden und seine Frau Jill sind bereits in der Kirche angekommen.

US-Präsident Joe Biden (Mitte) und First Lady Jill Biden in der Westminster Abbey.

US-Präsident Joe Biden (Mitte) und First Lady Jill Biden in der Westminster Abbey.

Phil Noble / AP

Weiter sind unter anderem auch der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und der japanische Kaiser Naruhito bei der Totenmesse für die verstorbene Queen anwesend. (hck)

Royal Family würdigt tote Queen mit Bilderreigen

Kurz vor dem Staatsbegräbnis für Queen Elizabeth II. hat die königliche Familie mit einem Bilderreigen Abschied von der Königin genommen. In dem am Montag veröffentlichten Zusammenschnitt wurden zahlreiche Bilder aus dem Leben der Monarchin gezeigt, darunter Elizabeth als Baby, im Militärdienst während des Zweiten Weltkriegs, mit ihrem Mann Prinz Philip sowie anderen Familienmitgliedern. Auf den meisten Fotos war die Queen lächelnd zu sehen. Den Schlusspunkt setzt ein Porträt der lachenden Königin, das der Palast erst am Vorabend veröffentlicht hatte.

«Wir gedenken unserer Queen», twitterte der offizielle Account der Royal Family. «Heute werden Menschen aus dem Vereinigten Königreich, dem Commonwealth und der ganzen Welt dem aussergewöhnlichen Leben und der Herrschaft Ihrer Majestät der Königin Tribut zollen.»

Der Staatsakt in der Londoner Westminster Abbey sollte um 12.00 Uhr (MESZ) beginnen. (dpa)

So sieht die Route aus:

Um die Prozession zur Beerdigung der britischen Königin zu verfolgen, haben hunderte Menschen in London in der Nacht auf Montag an der Strasse zur Westminster Abbey campiert. Auch in Windsor haben sich bereits in den frühen Morgenstunden zahlreiche Menschen versammelt, um den Sarg der Queen ein letztes Mal zu sehen.

Trauerbeflaggung in Deutschland für die Queen

Zum Staatsbegräbnis für die britische Königin Elizabeth II. wehen auch in Deutschland die Flaggen auf Halbmast. Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) habe die Trauerbeflaggung für alle Bundesbehörden angeordnet, teilte ihr Ministerium am Montag auf Twitter mit. Versehen war der Tweet mit dem Hashtag #RestInPeace (Ruhe in Frieden). Auch in mehreren Bundesländern haben die Innenminister vor den Landesgebäuden Trauerbeflaggung angeordnet, mehrere Stadtverwaltungen ebenfalls.

Die Queen war vor gut eineinhalb Wochen gestorben. An der Trauerfeier in London nehmen am Montag Staats- und Regierungschefs, gekrönte Häupter und Würdenträger aus der ganzen Welt teil. Anschliessend wird der Sarg durch die Stadt und in das westlich gelegene Windsor geleitet, wo die Queen am Abend beerdigt wird. (dpa)

Sind weitere Schweizer am Begräbnis?

Bundespräsident Ignazio Cassis und seine Frau Paola vertreten die Schweiz an der Beerdigung in der Westminster Abbey. Weitere Schweizerinnen und Schweizer sind nicht dabei – selbst der Botschafter in London nicht. Und auch für den Solothurner Starkoch Anton Mosiman, der seit 40 Jahren in den Diensten des Königshauses steht, gibt es keinen Platz in der Westminister Abbey. «Das habe ich aber auch nicht erwartet», sagt Mosiman, der 2011 für das Hochzeitsmenü von William und Kate zuständig war.

Und bislang teilweise mehrmals wöchentlich für den neuen König Charles III. am Herd stand. Der 75-Jährige Mosimann lebt unweit von Westminster Abbey und Buckingham Palast. Er liess es sich nicht nehmen, Blumen und einen handgeschriebenen Brief an die verstorbene Queen im Londoner Green Park niederzulegen. Um seinen Dank auszudrücken. «Ich vermisse sie sehr», sagt Mosimann. (dk)

König Charles: Bin tief berührt von Anteilnahme

Der britische König Charles III. hat sich tief bewegt von der grossen Anteilnahme am Tod seiner Mutter Elizabeth II gezeigt. «In den vergangenen zehn Tagen wurden meine Frau und ich zutiefst berührt von den vielen Botschaften der Anteilnahme und der Unterstützung, die wir aus diesem Land und der Welt erhalten haben», sagte der 73-Jährige einer Mitteilung des Palasts zufolge, die am Sonntagabend veröffentlicht wurde.

Vor dem endgültigen Abschied von der Queen am Montag wolle er sich bedanken bei den «unzähligen Menschen, die solch eine Stütze und Trost für meine Familie und mich in dieser Zeit der Trauer waren», erklärte der König weiter. (dpa)

Prinz George und Prinzessin Charlotte nehmen an Trauerfeier teil

Prinz George (9) und Prinzessin Charlotte (7) nehmen an der Trauerfeier für ihre Urgrossmutter Queen Elizabeth II. an diesem Montag teil. Das geht aus dem Programm des Gottesdiensts in der Westminster Abbey hervor, das am Sonntagabend veröffentlicht wurde. Demnach schliessen sich die beiden älteren Kinder von Prinz William und Prinzessin Kate (40) der Prozession hinter dem Sarg innerhalb der Kirche an. Zu der Trauerfeier im Rahmen des Staatsbegräbnisses werden etwa 2000 Gäste erwartet, darunter Staats- und Regierungschefs sowie gekrönte Häupter aus aller Welt. (dpa)

Strahlend lächelnd: Unveröffentlichtes Porträt der Queen verbreitet

Kurz vor dem Staatsbegräbnis für Elizabeth II. ist ein bisher unveröffentlichtes Foto der gestorbenen Monarchin publiziert worden. Auf dem am Sonntagabend von Buckingham Palace verbreiteten Bild ist die Monarchin strahlend lächelnd in einem hellblauen Kleid und mit ihrem Perlenschmuck zu sehen. Zudem trägt sie Aquamarin- und Diamantbroschen, die ihr Vater George VI. ihr zum 18. Geburtstag im April 1944 geschenkt hatte.

Bild: Key

Das Foto wurde britischen Medienberichten zufolge im Mai kurz vor dem Platin-Jubiläum der Queen in Schloss Windsor von Ranald Mackechnie aufgenommen, der auch das offizielle Jubiläums-Porträt fotografiert hatte. (dpa)

Was genau passiert am Montag in London?

Es ist der Höhepunkt der Trauer um die Queen: Am Montag wird die britische Königin Elizabeth II. beigesetzt. Die Zeremonie ist minuziös geplant.

Der Staatsakt beginnt: Um 11.44 Uhr (MESZ) wird der Sarg der Queen in einer Prozession auf einer von 98 Marinesoldaten gezogenen Lafette - einem für Kanonen bestimmen Wagen - von der Westminster Hall des Parlaments in die nahe Westminster Abbey gebracht. Hinter dem Sarg schreitet - wie bereits bei der Prozession am Mittwoch - der engste Kreis der Royal Family: Die vier Kinder der toten Königin, König Charles III., Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward. Dahinter kommen Enkel und Thronfolger Prinz William und sein Bruder Prinz Harry sowie weitere Royals und Mitglieder des königlichen Haushalts. Die Trauerfeier beginnt um 12.00 Uhr. Zum Abschluss ertönt das Hornsignal «Last Post», dem folgt ein zweiminütiges Schweigen in der Kirche und dem ganzen Land. Um 13.00 Uhr wird die Nationalhymne angestimmt.

Was passiert nach der Zeremonie?

Der Leichnam wird ein letztes Mal überführt. Zuerst in einer weiteren Prozession zum Wellington Arch und von dort mit einem Leichenwagen nach Windsor westlich von London. Hier wird der Sarg dann mit einem Trauerzug auf das Schloss gebracht, wo die Queen zuletzt residierte. In der St.-Georges-Kapelle erfolgt dann ein Aussegnungsgottesdienst. Ihre letzte Ruhestätte findet die Queen am Abend bei einer privaten Beisetzung in der König-George-VI.-Seitenkapelle innerhalb der Kirche an der Seite ihres im vergangenen Jahr gestorbenen Mannes Prinz Philip. Darin sind auch ihre Eltern sowie ihre Schwester Margaret beigesetzt. (dpa)

Kurz vor Begräbnis der Queen noch immer lange Warteschlange am Sarg

Wenige Stunden vor Beginn des Staatsbegräbnisses für Königin Elizabeth II. haben noch immer Tausende Menschen in der Warteschlange vor der Westminster Hall in London ausgeharrt. Die Behörden hatten die Schlange zum Abschiednehmen am Sarg der Queen am späten Sonntagabend offiziell geschlossen und ab ca. 22.40 Uhr Ortszeit keine weiteren Menschen mehr zugelassen. Bei denen, die anschliessend abgewiesen wurden, sei die Enttäuschung gross gewesen, berichtete der Sender BBC.

Wegen der langen Wartezeiten und der kühlen Temperaturen in London hätten in der Nacht fast 100 Menschen medizinische Hilfe gebraucht, neun seien ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur PA. Der letzte Bürger wird der Queen um 06.30 Uhr Ortszeit (07.30 Uhr MESZ) die letzte Ehre erweisen, anschliessend wird das Gebäude geschlossen.

Die Behörden hatten die Schlange zum Abschiednehmen am Sarg der Queen am Sonntagabend offiziell geschlossen und keine weiteren Menschen mehr zugelassen.

Die Behörden hatten die Schlange zum Abschiednehmen am Sarg der Queen am Sonntagabend offiziell geschlossen und keine weiteren Menschen mehr zugelassen.

Bild: STUART BROCK/Key

Wenige Stunden später wird der Sarg in einer Prozession auf einer von 98 Marinesoldaten gezogenen Lafette - einem für Kanonen bestimmen Wagen - von der Westminster Hall in die nahe Westminster Abbey gebracht. In den vergangenen vier Tagen hatten sich viele Tausend Menschen in die kilometerlange Schlange eingereiht und Wartezeiten von vielen Stunden auf sich genommen, um Elizabeth II. ihren Respekt zu zollen. (dpa)

Die Bilder zum Trauerzug von Queen Elizabeth II.:

Bundespräsident Cassis reist nach London

Bundespräsident Ignazio Cassis wird am Staatsbegräbnis vom Königin Elisabeth II. in London teilnehmen. Das teilte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Donnerstag mit. Er folgt damit einer Einladung des britischen Königshauses.  Im Verlaufe des Tages werde er laut EDA auch auf den neuen König Charles III. treffen. 

Ignazio Cassis wird an das Staatsbegräbnis von Königin Elisabeth II. reisen.

Ignazio Cassis wird an das Staatsbegräbnis von Königin Elisabeth II. reisen.

Massimo Piccoli / KEYSTONE

Anschliessend reist Cassis weiter nach New York zur hochrangigen Eröffnungswoche der UNO-Generalversammlung. Er wird dort am 20. September eine Rede halten.(phh)

Türen geöffnet: Britinnen und Briten nehmen Abschied von der Queen

Die Menschen in Grossbritannien können nun von der gestorbenen Queen Elizabeth II. Abschied nehmen. Am Mittwochnachmittag wurden die Türen der Westminster Hall in London, wo der geschlossene Sarg der Königin aufgebahrt ist, für die allgemeine Bevölkerung geöffnet. Menschen verbeugten sich vor dem Sarg. Die Warteschlange erstreckte sich bereits über mehrere Kilometer entlang der Themse durch das Zentrum der britischen Hauptstadt. Die ersten Trauernden waren schon am Montagmittag eingetroffen, um sich einen Platz zu sichern.

Durchgehend bis zum nächsten Montagmorgen, dem Tag des Staatsbegräbnisses, haben die Menschen nun Zeit, langsam am Sarg vorbeizuziehen. Einige Schätzungen gehen von bis zu zwei Millionen Besuchern aus, die der Queen ihren Respekt erweisen wollen. Es wird mit Wartezeiten von bis zu 30 Stunden gerechnet. Hunderte Helfer, Polizisten und Sanitäter stehen bereit. Die BBC überträgt die öffentliche Aufbahrung durchgehend live, insgesamt 109,5 Stunden.

Der Sarg war zuvor in einem Trauerzug, dem auch der neue König Charles III., seine Geschwister und seine Söhne angehörten, vom Buckingham-Palast zum ältesten Teil des britischen Parlaments geleitet worden. In der Westminster Hall stellten sich dann mehrere Soldaten von königlichen Regimentern an den Ecken des Sargs zur Totenwache auf. Sie sollen alle sechs Stunden ausgetauscht werden. (dpa)

Sarg der Queen nach Trauerzug in der Westminster Hall aufgebahrt

Queen Elizabeth II. ist in der Westminster Hall des britischen Parlaments aufgebahrt worden. Mehrere Soldaten hoben den in die royale Standarte eingehüllten und mit Blumen und der Imperial State Crown geschmückten Sarg auf ein violettes Podest. Dort hat die Öffentlichkeit von Mittwochnachmittag (17.00 Uhr Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ) an gut vier Tage lang die Möglichkeit, der gestorbenen Königin einen letzten Besuch abzustatten.

Zuvor war der geschlossene Sarg von der engsten Familie von Queen Elizabeth II. vom Buckingham-Palast in einem festlichen Trauerzug bis hin zum Parlament begleitet worden. In der Westminster Hall warteten Königsgemahlin Camilla, Prinzessin Kate, Herzogin Meghan, Gräfin Sophie und weitere Mitglieder der Royal Family, die nicht bei der Prozession mitgelaufen waren. Die Royals nahmen vor Ort gemeinsam rund um den Sarg an einem Gottesdienst teil. (dpa)

Trauerzug für Queen kommt im britischen Parlament an

Der Trauerzug mit dem Sarg von Queen Elizabeth II. ist im britischen Parlament angekommen. Die knapp 40 Minuten lange Prozession mit König Charles III. zog am Mittwoch vom Buckingham-Palast aus über den Prachtboulevard The Mall bis ins Herz des Londoner Regierungsviertels. (dpa)

William und Harry Seite an Seite - aber in unterschiedlicher Kleidung

In seltener Nähe und mit gleichermassen trauriger Miene haben sich die beiden Prinzen William und Harry am Mittwoch beim Trauerzug für ihre Grossmutter Queen Elizabeth II. Seite an Seite gezeigt. Trotzdem war der unterschiedliche Lebensweg der Brüder auch bei der offiziellen Zeremonie nicht zu übersehen. Der 40 Jahre alte William trug als Thronfolger und arbeitender Royal Militäruniform, der vom Königshaus abtrünnige Harry (37) einen Traueranzug. Trotz seines Dienstes in Afghanistan musste der Queen-Enkel seine militärischen Titel mit dem Abschied aus dem Königshaus niederlegen.

Der 40 Jahre alte William (links) trug als Thronfolger und arbeitender Royal Militäruniform, der vom Königshaus abtrünnige Harry (37) einen Traueranzug.

Der 40 Jahre alte William (links) trug als Thronfolger und arbeitender Royal Militäruniform, der vom Königshaus abtrünnige Harry (37) einen Traueranzug.

Ian West / AP

Auch Queen-Sohn Prinz Andrew (62) war anders gekleidet als sein Bruder König Charles III. und seine anderen Geschwister: Er trug ebenfalls Anzug. Nach seinen Verstrickungen in einen Missbrauchsskandal um den US-Milliardär und verurteilten Straftäter Jeffrey Epstein darf er keine offiziellen Aufgaben mehr als Royal wahrnehmen. (dpa)

Trauerzug für Queen setzt sich vom Buckingham-Palast aus in Bewegung

Der Trauerzug mit dem Sarg von Queen Elizabeth II. hat sich vom Buckingham-Palast aus Richtung Parlament in Bewegung gesetzt. Die Prozession mit dem neuen König Charles III. verliess am Mittwochnachmittag pünktlich um kurz vor 15.30 MESZ das Königshaus. In dem Geleitzug laufen auch Charles’ Söhne Prinz William und Prinz Harry mit, genauso wie seine Geschwister Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward. Nach knapp 40 Minuten soll der Zug die Westminster Hall erreichen. In dem ältesten Teil des Parlaments wird der geschlossene und mit der royalen Standarte bedeckte Sarg der Queen dann aufgebahrt. (dpa)

Besondere Blumen und Ehrengarde: Trauerzug für Queen genau geplant

Beim Trauerzug für Queen Elizabeth II. werden alle Details genau bedacht. So sind auch die Blumen für den Kranz, der auf dem Sarg der Königin ruht, handverlesen. Es handelt sich um weisse Rosen, weisse Dahlien und eine Auswahl aus Blattwerk wie Kiefern aus der königlichen Residenz Balmoral in Schottland sowie Klebsamen, Lavendel und Rosmarin aus dem Garten von Schloss Windsor. Das teilte der Palast am Mittwoch mit.

Der Sarg wird auf einer Lafette transportiert, die Träger stammen aus dem Regiment der Queen’s Company 1st Battalion Grenadier Guards. An der Zeremonie nimmt auch eine Ehrengarde aus drei Offizieren und 101 Soldaten der königlichen Leibgarde teil. Die berühmte Glocke Big Ben schlägt zu jeder Minute des Zugs ein Mal. (dpa)

London: Zuschauerbereiche entlang des Queen-Trauerzugs sind voll

Die Zuschauerbereiche entlang der Route des Trauerzugs für Queen Elizabeth II. sind komplett mit Menschen gefüllt. Alle Bereiche, von denen aus man die Prozession vom Buckingham-Palast bis zum Parlament verfolgen kann, seien voll, teilte die Stadtverwaltung City Hall am Mittwoch rund eine halbe Stunde vor Beginn der Zeremonie mit. Die Trauernden und Schaulustigen säumten den Vorplatz des Palastes sowie die Prachtstrasse The Mall und füllten das Regierungsviertel. Trotz der Menschenmassen war es weitgehend still. (dpa)

Die Zuschauerbereiche entlang der Route des Trauerzugs für Queen Elizabeth II. sind komplett mit Menschen gefüllt.

Die Zuschauerbereiche entlang der Route des Trauerzugs für Queen Elizabeth II. sind komplett mit Menschen gefüllt.

Tolga Akmen / EPA

Mehr als 100’000 Personen wollen jährlichen Feiertag zu Ehren der Queen

Zehntausende wollen zu Ehren der gestorbenen Queen Elizabeth II. jedes Jahr einen zusätzlichen freien Tag in Grossbritannien haben. Eine Petition für einen «Queen Elizabeth II Day» erreichte bis Mittwochmittag bereits knapp 120'000 Unterschriften, wie dem Petitionsportal «Change.org» zu entnehmen ist. Vorgeschlagen wird dafür der 8. September, ihr Todestag.

Die Queen sei die populärste Monarchin und in den Worten des französischen Präsidenten Emmanuel Macron «das konstanteste Symbol für Grossbritannien» gewesen, begründete John Harris, der Initiator der Petition, seinen Vorschlag. Ausserdem hätten die Briten verglichen mit anderen europäischen Ländern bisher deutlich weniger Feiertage. «Ich glaube, wir brauchen einen neuen Feiertag», schrieb er - einen Tag, um das Vermächtnis der Queen zu feiern. In einem durchschnittlichen Jahr hat Grossbritannien bislang acht Feiertage. (dpa)

BBC überträgt fast 110 Stunden der Aufbahrung der Queen

Der öffentlich-rechtliche britische Sender BBC wird die Aufbahrung von Queen Elizabeth II. im Londoner Parlament in einem Livestream übertragen. Das Angebot richte sich an Menschen in aller Welt, die der gestorbenen Königin ihren Respekt erweisen wollen, aber nicht nach London reisen können oder sich die langen Wartezeiten in der Hauptstadt nicht zutrauen, hiess es am Mittwoch von dem Sender.

Der Stream soll unter anderem über die Internetseite der BBC und in der App verfügbar sein und am Mittwoch um 18.00 Uhr beginnen. Zum gleichen Zeitpunkt dürfen auch die ersten Trauernden in London die Westminster Hall betreten, den ältesten Teil des Parlaments. Bis zum frühen Montagmorgen soll der geschlossene Sarg dort aufgebahrt für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Es wird mit Hunderttausenden Interessierten und Wartezeiten von bis zu 30 Stunden gerechnet. Wer sich den Stream der BBC in voller Länge anschaut, kann den Sarg der am Donnerstag gestorbenen Queen Elizabeth II. ganze 109,5 Stunden lang begutachten. (dpa)

Von der Leyen: «Sie ist eine Legende»

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat die gestorbene britische Königin Elizabeth II. in ihrer Rede zur Lage der Europäischen Union gewürdigt. «Sie ist eine Legende», sagte von der Leyen vor dem EU-Parlament in Strassburg am Mittwoch. «Sie war eine Konstante während der turbulenten und ereignisreichen letzten 70 Jahre.» Sie habe immer die richtigen Worte gefunden, etwa während der Pandemie. «Sie appellierte nicht nur an das Herz ihrer Nation, sondern auch an die Seele der Welt», sagte von der Leyen. (dpa)

Nächtliche Schlangen vor britischem Parlament

In London haben sich schon viele Stunden vor der Aufbahrung von Königin Elizabeth II. erste Schlangen von Trauernden gebildet, die Abschied von der Queen nehmen wollen. In der Nacht zum Mittwoch harrten britischen Medien zufolge viele Menschen am britischen Parlament aus, um im Laufe des Tages der Monarchin ihren Respekt zu zollen. Hilfsorganisationen versorgten Wartende mit heissen Getränken und Snacks, berichtete der Sender BBC. Es könnte dennoch sehr ungemütlich werden: Meteorologen sagten für den Mittwochmorgen starke Regenfälle in der britischen Hauptstadt voraus.

Der Sarg wird am Nachmittag zur Westminster Hall gebracht, dem ältesten Teil des britischen Parlaments. Die Prozession soll um 15.22 Uhr Schweizer Zeit) den Buckingham-Palast verlassen. Zahlreiche Mitglieder der königlichen Familie werden dazu erwartet. Ab dem frühen Abend kann die Bevölkerung vier Tage lang an dem Sarg vorbeiziehen, bis am Montag das Staatsbegräbnis stattfindet. Hunderttausende werden erwartet, manche Schätzungen gehen von bis zu zwei Millionen Menschen und extrem langen Wartezeiten aus. (dpa)

König Charles III. empfängt Sarg der Queen im Buckingham-Palast

Der Sarg der Queen wird von Edinburgh nach London gebracht

Video: David Brazerol

Der Leichnam von Queen Elizabeth II. ist im Buckingham-Palast angekommen. Der zuvor aus Nordirland zurückgekehrte König Charles III. empfing den Sarg seiner Mutter am Dienstagabend in London. Dabei waren auch Charles’ Brüder Prinz Andrew und Prinz Edward sowie alle Enkelkinder, darunter auch Prinz William und Prinz Harry. Der Sarg war zuvor - begleitet von Queen-Tochter Prinzessin Anne - mit einer Maschine der Royal Air Force aus Schottland überführt und aus dem Westen Londons zum Palast gebracht worden, wo er über Nacht im sogenannten Bow Room bleiben soll.

Wie bereits in Edinburgh säumten auch in London Tausende Menschen entlang der Route des Leichenwagens und vorm Palast die Strassen, um einen Blick auf den Sarg zu erhaschen. Als der Wagen den Buckingham-Palast erreichte, begrüssten ihn die Menschen mit Applaus. Der Wagen war von innen beleuchtet, sodass der Sarg trotz Dunkelheit durch die Fensterscheiben hindurch zu sehen war. Es handelte sich dabei um einen Staatsleichenwagen, dessen Design die Queen selbst abgenickt hat.

Am Mittwoch führt eine Trauerprozession mit König Charles und weiteren Royals den Sarg ins britische Parlament, wo die Queen für mehrere Tage aufgebahrt wird. Dort werden Hunderttausende Menschen erwartet, die der Queen einen letzten Besuch abstatten wollen. (dpa)

Flugzeug mit Sarg der Queen landet in London

Die tote Queen Elizabeth II. ist wieder in London. Eine Transportmaschine der britischen Luftwaffe mit dem Sarg der Königin an Bord landete am Dienstag auf dem Luftwaffenstützpunkt Northolt im Westen der britischen Hauptstadt. Dort wurde er mit militärischen Ehren empfangen. Auch die britische Premierministerin Liz Truss und Verteidigungsminister Ben Wallace nahmen an der Zeremonie teil. Prinzessin Anne begleitete ihre Mutter auf ihrer letzten Flugreise von Edinburgh gemeinsam mit ihrem Ehemann Tim Laurence an Bord des Flugzeugs vom Typ C-17 Globemaster.

Bild: Arthur Edwards / AP

Anschliessend wurde der Sarg zum Buckingham-Palast gefahren, wo er von Elizabeths Sohn König Charles III. empfangen wird und über Nacht im sogenannten Bow Room bleibt. Trotz Regens warteten zahlreiche Menschen entlang der Strecke Richtung Innenstadt und am Palast darauf, einen Blick auf den Leichenwagen zu erhaschen. An diesem Mittwoch führt eine Trauerprozession den Sarg ins Parlament, wo er für mehrere Tage aufgebahrt wird. (dpa)

Sarg der Queen tritt letzte Reise nach London an

Der Sarg von Queen Elizabeth II. hat die erste Etappe seiner Reise nach London angetreten. Er verliess am Dienstagnachmittag auf den Schultern mehrerer Sargträger die St.-Giles-Kathedrale in der schottischen Hauptstadt Edinburgh und wurde in einem Leichenwagen zum Flughafen gebracht.

Entlang der Route säumten erneut Massen von Schaulustigen die Strassen, um einen Blick auf den geschmückten Sarg durch die Fensterscheiben des Autos zu erhaschen. Zuvor hatten Zehntausende in der Kathedrale der Königin die letzte Ehre erwiesen. Bei der Abfahrt des Leichenwagens klatschten viele Zuschauer.

Um 19.00 Uhr MESZ sollte der Sarg in einer Maschine der Royal Air Force in Begleitung von Queen-Tochter Prinzessin Anne und ihrem Mann nach London geflogen werden und knapp eine Stunde später landen.

Von einem Militärflughafen im Westen der Hauptstadt aus wird der Sarg dann zum Buckingham-Palast gefahren, wo er über Nacht im sogenannten Bow Room bleibt. Am Mittwoch führt eine Trauerprozession den Sarg ins Parlament, wo die Queen für mehrere Tage aufgebahrt wird. (dpa)

Theresa May: Queen wollte nicht immer alle Aufmerksamkeit

Die frühere britische Premierministerin Theresa May hat sich an Queen Elizabeth II. als pflichtbewusste und bescheidene Frau erinnert, die sich gut selbst beschäftigen konnte.

Die frühere britische Premierministerin Theresa May.

Die frühere britische Premierministerin Theresa May.

Kirsty Wigglesworth / AP

«Es gab Gelegenheiten, bei denen Gäste herumliefen, vielleicht miteinander plauderten, und die Queen ganz glücklich war, im gleichen Raum zu sitzen und (das Kartenspiel) Patience zu spielen», erinnerte sich May am Dienstag in einem Interview des Senders ITV.

«Sie hat nicht erwartet, dass jeder ihr die ganze Zeit Aufmerksamkeit schenkt.»

Das Ausmass an Pflichtbewusstsein und Disziplin, das die am Donnerstag gestorbene Königin verkörpert habe, sei einmalig gewesen. «Sie war die aussergewöhnlichste Person, die ich je getroffen habe.» Die konservative Politikerin Theresa May regierte das Vereinigte Königreich von 2016 bis 2019. (dpa)

König Charles III. in Nordirland angekommen – historische Landung

Charles III. ist erstmals als König in Nordirland eingetroffen. Eine Maschine mit dem neuen Staatsoberhaupt und seiner Ehefrau Königin Camilla an Bord landete am Dienstag nach kurzem Flug auf einem Flughafen der nordirischen Hauptstadt Belfast. Der Besuch in der britischen Provinz soll auch die Zugehörigkeit der früheren Bürgerkriegsregion zum Vereinigten Königreich unterstreichen.

Charles III. ist erstmals als König in Nordirland eingetroffen.

Charles III. ist erstmals als König in Nordirland eingetroffen.

Liam Mcburney / AP

Charles wird in Nordirland allerdings auch kritisch gesehen - so lehnen viele Anhänger einer Wiedervereinigung mit dem Nachbarland Republik Irland die Monarchie und damit deren obersten Vertreter als Vertreter eines einst autoritär auftretenden Regimes strikt ab. Unterstützer der Union mit Grossbritannien hingegen gelten meist auch als Befürworter der Institution Monarchie. Tausende Menschen warteten bereits seit Stunden auf das Königspaar.

In Nordirland wollten Charles und Camilla zunächst eine Ausstellung über die lange Bindung von Queen Elizabeth II. mit Nordirland im königlichen Schloss Hillsborough besichtigen.

Später trifft Charles den britischen Nordirland-Minister Chris Heaton-Harrris sowie Chefs der nordirischen Parteien. Dann nimmt er die Beileidsbekundung des Regionalparlaments entgegen.

Nach einem Treffen mit geistlichen Würdenträgern nimmt das Königspaar an einem Gebet in der St.-Anne-Kathedrale teil. Auch die neue britische Premierministerin Liz Truss und der Regierungschef des Nachbarlandes Irland, Micheal Martin, werden in Nordirland erwartet. (dpa)

Russland und Belarus nicht zu Queen-Beisetzung eingeladen

Beim Staatsbegräbnis für Queen Elizabeth II. sind einem britischen Medienbericht zufolge Vertreter einiger Staaten unerwünscht. Russland und Belarus, gegen die Grossbritannien wegen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zahlreiche Sanktionen erlassen hat, sowie das südostasiatische Myanmar haben keine Einladung zu der Zeremonie erhalten, wie die Nachrichtenagentur PA am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise in London meldete. Der Iran, zu dem die diplomatischen Beziehungen belastet sind, werde lediglich auf Botschafterebene vertreten sein.

Weissrusslands Statschef Alexander Lukashenko und Russlands Präsident Wladimir Putin.

Weissrusslands Statschef Alexander Lukashenko und Russlands Präsident Wladimir Putin.

Mikhail Klimentyev / Kremlin Poo / EPA

Aus den meisten Ländern ist das Staatsoberhaupt mit einer Begleitperson eingeladen. Insgesamt werden zur Trauerfeier am Montag (19. September) etwa 500 Staats- und Regierungschefs, Angehörige von Königshäusern und andere Würdenträger in der britischen Hauptstadt erwartet. Angekündigt sind unter anderem US-Präsident Joe Biden und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

«Dies ist das grösste internationale Ereignis, das wir in den vergangenen Jahrzehnten organisiert haben», zitierte PA eine Quelle. Die Herausforderung sei mit der Planung Hunderter Staatsbesuche innerhalb weniger Tage zu vergleichen. (dpa)

Nach Festnahmen von Monarchie-Gegnern: Sorge um Meinungsfreiheit

Wegen der Festnahmen mehrerer Monarchie-Gegner während der Zeremonien nach dem Tod der Queen zeigen sich Experten besorgt über ein Klima der Einschüchterung in Grossbritannien. Ruth Smeeth, die Chefin der Organisation Index on Censorship, bezeichnete die Ereignisse der BBC zufolge als «sehr besorgniserregend» und forderte, die royalen Zeremonien dürften weder absichtlich noch unbeabsichtigt die Meinungsfreiheit der Bürger einschränken. In Schottland wurden in den vergangenen Tagen zwei 22-Jährige wegen Landfriedensbruchs festgenommen, die bei der Ausrufung des neuen Königs Charles III. sowie einem Trauerzug für die Queen protestiert hatten.

Auch in der englischen Universitätsstadt Oxford gab es eine Festnahme. Ausserdem zeigten Videoaufnahmen aus London, wie die Polizei eine Frau mit einem Schild mit der Aufschrift «Not my King» (auf Deutsch: «Nicht mein König») vom Eingang des Parlament wegschickte.

Jodie Beck von der Organisation Liberty sagte der BBC zufolge, es sei sehr beunruhigend, dass die Polizei ihre Befugnisse in einer hart durchgreifenden und bestrafenden Art und Weise nutze.

«Die Möglichkeit zum Protest ist kein Geschenk des Staates, sie ist ein Grundrecht», sagte Beck. Die Londoner Metropolitan Police wies auf die enorme Herausforderung für die Polizei bei den royalen Massenereignissen hin, versicherte jedoch auch, die Öffentlichkeit habe ein Recht auf Protest. (dpa)

Herzogin Meghan umarmt 14-jährige Teenagerin – und begeistert das Netz

Über 18 Millionen Mal wurde ein Video von Herzogin Meghan auf Schloss Windsor bisher auf Tiktok angeklickt. Die Aufnahmen zeigen, wie Meghan bei einem Rundgang in der Menge kurzerhand einen Royal-Fan umarmt.

Arroganz oder Anspannung? König Charles III. scheucht bei Amtseinführung seine Angestellten umher

Eine Szene der der Amtseinführung von König Charles III. sorgt derzeit für Gesprächsstoff im Netz. Videoaufnahmen zeigen, wie der Monarch sich sichtlich über Stifte auf dem Tisch nervt und mit gefletschten Zähnen seine Angestellten darauf hinweist, diese wegzustellen. In den sozialen Netzwerken gehen die Meinungen über dieses Verhalten auseinander. 

CH Media Video Unit/Melissa Schumacher

Charles nimmt Beileidsbekundung des schottischen Parlaments entgegen

Der neue König Charles III. hat im schottischen Parlament eine Beileidsbekundung zum Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II. entgegengenommen. Der Monarch, der von seiner Frau Königin Camilla begleitet wurde, trug bei seinem Besuch am Montag einen traditionellen Kilt. Charles begrüsste zunächst die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und die Chefs der übrigen Parteien.

Die Gedanken des Parlaments seien in dieser Zeit der Trauer bei der königlichen Familie, sagte Parlamentspräsidentin Alison Johnstone in Edinburgh. «Denn in ihr haben wir tatsächlich eine wahre Freundin und Unterstützerin.» Anschliessend schwiegen die Abgeordneten für zwei Minuten im Gedenken an die Königin, die am Donnerstag auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben war.

König Charles III in der St-Gles-Kathedrale in Edinburgh.

König Charles III in der St-Gles-Kathedrale in Edinburgh. 

Bild: Jane Barlow / AP

Charles sagte in seiner Rede im Parlament: «Den Titel des Herzogs von Rothesay und die anderen schottischen Titel, die ich so lange zu tragen die Ehre hatte, gebe ich nun an meinen älteren Sohn William weiter, von dem ich weiss, dass er ebenso stolz sein wird wie ich, die Symbole dieses alten Königreichs zu tragen.» Er trete sein neues Amt mit «Dankbarkeit für alles» an, was Schottland ihm gegeben habe, «mit der Entschlossenheit, stets das Wohlergehen unseres Landes und seines Volkes anzustreben, und mit dem uneingeschränkten Vertrauen auf Ihren guten Willen und Ihren guten Rat, wenn wir diese Aufgabe gemeinsam angehen». (dpa)

Sarg der Queen wird nach London überführt – Charles in Nordirland

Der Leichnam von Queen Elizabeth II. wird am Dienstag von Schottland in die britische Hauptstadt London überführt. Ein Flugzeug mit dem Sarg soll um 19 Uhr vom Flughafen Edinburgh abheben und knapp eine Stunde später landen. Mit an Bord ist Queen-Tochter Prinzessin Anne. Der Sarg wird zum Buckingham-Palast gefahren, wo er über Nacht bleibt.

Zuvor haben in Edinburgh die Menschen noch die Möglichkeit, in der St.-Giles-Kathedrale von der Königin Abschied zu nehmen. König Charles III. wird den Sarg nicht in London begrüssen. Der Monarch und seine Ehefrau reisen am Dienstag von Edinburgh nach Nordirland.

In der nordirischen Hauptstadt Belfast besuchen König Charles und Königin Camilla eine Ausstellung über die lange Bindung von Elizabeth II. mit der britischen Provinz im Schloss Hillsborough. Zudem sind Treffen mit dem britischen Nordirland-Minister Chris Heaton-Harris und Chefs der nordirischen Parteien geplant. Im Regionalparlament wird Charles eine Beileidsbekundung entgegennehmen. Später nimmt das Königspaar an einem Gebet in der St.-Anne-Kathedrale teil. (dpa)

Festnahme nach Protest gegen Monarchie: Frau in Schottland angeklagt

Eine junge Frau ist angeklagt worden, nachdem sie während der Ausrufung des neuen Königs Charles III. in Schottland gegen die Monarchie protestiert hatte. Der 22-Jährigen werde Landfriedensbruch vorgeworfen, teilte am Montag ein Sprecher der Police Scotland mit.

Nach der Proklamationszeremonie am Samstag wurde Charles am Sonntag unter anderem auch in Schottland als neuer König ausgerufen. Die Frau war während der Verlesung der Proklamation ausserhalb der St.-Giles-Kathedrale in der schottischen Hauptstadt Edinburgh festgenommen worden.

Während des Trauerzugs zur Kathedrale am Montag wurde ein 22-jähriger Mann festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Auch ihm wird Landfriedensbruch vorgeworfen. In sozialen Netzwerken wurde ein kurzer Clip geteilt, der zeigt, wie ein Mann offenbar die Prozession mit dem Queen-Sarg und König Charles im Gefolge anbrüllt, bevor er weggezogen wird. (dpa)

Gedenkgottesdienst in St.-Giles-Kathedrale

Mit einem Gedenkgottesdienst in der St.-Giles-Kathedrale in Edinburgh haben Familienangehörige, Politiker und Würdenträger am Montag Abschied von Queen Elizabeth II. genommen. Der Sarg war zuvor in einem von König Charles III. (73) angeführten Leichenzug von der königlichen Residenz in der schottischen Hauptstadt in die etwa einen Kilometer entfernte Kirche gebracht worden.

Neben Charles nahmen auch seine Frau Königin Camilla (75) sowie seine drei Geschwister Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58) an dem Gottesdienst teil. Ebenfalls unter den Trauergästen war Edwards Frau Gräfin Sophie (57) sowie die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und Grossbritanniens Premierministerin Liz Truss.

Der geschlossene und in die royale Standarte gehüllte Sarg wird für rund 24 Stunden in der Kirche aufgebahrt, damit sich auch die Bevölkerung von der Königin verabschieden kann. Auf dem Sarg wurde die schottische Königskrone platziert nebst einem Blumenkranz. Die Queen war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben. (dpa)

Die Trauerprozession durch Edinburgh

Die Trauerprozession durch Edinburgh

Bild: Bernat Armangue / AP

König Charles III. begleitet Trauerprozession durch Edinburgh

Der Sarg der gestorbenen Königin Elizabeth II. ist nach einer Prozession durch die Altstadt in Edinburgh an seinem vorübergehenden Aufbahrungsort, der St.-Giles-Kathedrale, eingetroffen. Angeführt wurde der Trauerzug auf der Royal Mile in der schottischen Hauptstadt vom neuen König Charles III. (73), dem ältesten Sohn der Queen, sowie seinen Geschwistern Prinzessin Anne (72), Prinz Andrew (62) und Prinz Edward (58).

Die Prozession führte von der königlichen Residenz Palace of Holyroodhouse ungefähr einen Kilometer zu der Kirche, wo sich bereits eine Trauergemeinde zum Gottesdienst versammelt hatte, darunter die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon und die britische Premierministerin Liz Truss. Tausende Menschen säumten die Strasse, um einen Blick auf den Leichenwagen und die Königsfamilie zu werfen.

Den Tränen nahe: König Charles III. nimmt Beileidsbekundungen in London entgegen

Video: Silja Hänggi

Der in die royale Standarte eingehüllte Sarg war zuvor von acht Kilt tragenden Soldaten zum Leichenwagen gebracht worden. Ein Dudelsackpfeifer spielte zu Beginn, bevor die Nationalhymne erklang. Eine Garde geleitete den im Schritttempo fahrenden Wagen bis zum Ziel. Während der weitgehend stummen Prozession wurden immer wieder Kanonenschüsse zu Ehren der toten Monarchin abgefeuert.

Prinz Andrew trug als einziges der vier Queen-Kinder keine militärische Uniform. Die Queen hatte ihm Anfang des Jahres wegen dessen Verwicklung in den Missbrauchsskandal um den gestorbenen US-Multimillionär Jeffrey Epstein alle militärischen Dienstgrade aberkannt. Einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge soll ihm nur bei einer einzigen Gelegenheit während der Trauerzeremonien das Tragen einer Uniform gestattet sein. (dpa)

Symbolische Schlüsselübergabe von Edinburgh an Charles

König Charles III. hat symbolisch die Schlüssel zur schottischen Hauptstadt Edinburgh erhalten. In einer Zeremonie traf der neue britische Monarch dazu den Lord Provost – eine Art Oberbürgermeister – vor der königlichen Residenz, dem Palace of Holyroodhouse. Wie es die Tradition gebietet, gab Charles daraufhin den Schlüssel zurück und bemerkte, dass es keine besseren Bewahrer gebe als den Lord Provost und die Abgeordneten.

Das Ritual findet üblicherweise im Sommer statt, wenn das Staatsoberhaupt sich traditionell eine Woche in Edinburgh aufhält, bevor es sich auf den Landsitz Balmoral in den Highlands zurückzieht.

Queen Elizabeth II., die am Donnerstag auf Balmoral gestorben ist, nahm noch im Juli an dieser «Ceremony of the Keys» genannten Zeremonie teil. (dpa)

Nationale Schweigeminute für Queen am Tag vor Staatsbegräbnis

Die Regierung in London hat die Menschen in Grossbritannien zu einer Schweigeminute für die gestorbene Queen am Sonntag (18.9.) aufgerufen. Am Tag vor dem geplanten Staatsbegräbnis sei die Öffentlichkeit dazu eingeladen, «zusammenzukommen und einen nationalen Moment der inneren Einkehr zu begehen, um zu trauern und über das Leben und das Vermächtnis von Queen Elizabeth II. nachzudenken», sagte ein Regierungssprecher am Montag.

Die Schweigeminute um 20 Uhr britischer Zeit (21 Uhr MESZ) könne alleine zu Hause, mit Freunden und Nachbarn oder bei lokal organisierten Events begangen werden, so der Sprecher weiter. (dpa)

König Charles nach Schottland abgeflogen

Der neue König Charles III. ist auf dem Weg nach Schottland. Fernsehbilder zeigten, wie eine Maschine mit dem britischen Monarchen und seiner Ehefrau Königin Camilla an Bord am Montag von der Luftwaffenbasis Northolt im Nordwesten von London abhob.

König Charles III.

König Charles III.

Keystone

Das Paar reist nach Edinburgh. In der schottischen Hauptstadt will der König am Nachmittag gemeinsam mit anderen Mitgliedern des Königshauses in einem Leichenzug den Sarg seiner Mutter Queen Elizabeth II. von der königlichen Residenz, dem Palace of Holyroodhouse, in die St.-Giles-Kathedrale geleiten. Dort ist anschliessend ein Gottesdienst geplant sowie abends eine Totenwache.

Am Dienstagabend dann wird der Sarg nach London übergeführt. Charles reist dann nach Nordirland weiter. Die Queen war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben. (dpa)

Tausende wollen in Edinburgh von der Queen Abschied nehmen

Tausende Schottinnen und Schotten sind am Montag nach Edinburgh gekommen, um in der Hauptstadt Abschied von der gestorbenen britischen Königin Elizabeth II. zu nehmen. Mit mehrstündigem Vorlauf sicherten sie sich Plätze an der Royal Mile durch die Altstadt, um am Nachmittag die Prozession mit dem Sarg vorbeiziehen zu sehen. Während am Sonntagabend noch heftiger Dauerregen in Edinburgh niedergegangen war, schien am Montagvormittag die Sonne.

Die Prozession findet am Montagnachmittag statt.

Die Prozession findet am Montagnachmittag statt.

Adam Vaughan / EPA

Die für den Nachmittag geplante Prozession mit dem Sarg der Queen führt von der königlichen Residenz Palace of Holyroodhouse zur St.-Giles-Kathedrale. Charles will den Sarg auf diesem kurzen Weg zu Fuss begleiten. Anschliessend nehmen er und andere Mitglieder der königlichen Familie an einem Gottesdienst in der Kathedrale teil. Die Schotten haben dann für 24 Stunden die Möglichkeit, in der Kirche von der Queen Abschied zu nehmen. (dpa)

Tod der Queen: Neuseeland ruft einmaligen Feiertag aus

Die neuseeländische Regierung hat nach dem Tod von Königin Elizabeth II. den 26. September zum einmaligen Feiertag erklärt. Genau eine Woche nach dem Staatsbegräbnis der Queen will der Pazifikstaat damit der Monarchin gedenken. In der Kathedrale der Hauptstadt Wellington werde ein Gottesdienst stattfinden, der auch im Fernsehen übertragen werde, kündigte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag an.

Neuseeland ist Teil des Commonwealth. Einen Tag nach den Proklamationszeremonien in London war Charles III. am Sonntag auch in Neuseeland offiziell zum neuen Staatsoberhaupt ernannt worden. (dpa)

Den Tränen nahe: König Charles III. nimmt Beileidsbekundungen in London entgegen

König Charles III. (73) und seine Frau Camilla (75) haben am Montagmorgen in einer feierlichen Zeremonie in London die Beileidsbekundungen des britischen Parlaments entgegengenommen. Die beiden wurden von den Parlamentariern des Unter- und des Oberhauses in der Westminster Hall empfangen, wo ab Mittwoch der Sarg der gestorbenen Queen Elizabeth II. aufgebahrt werden soll. 

Prinz Harry: Windsor ist ein «einsamer Ort» ohne die Queen

Prinz Harry.

Prinz Harry.

Alberto Pezzali / AP

Die Bilder sorgten am Wochenende für Aufsehen: Die zerstrittenen Queen-Enkel William und Harry gemeinsam mit ihren Frauen vor Schloss Windsor. Nun wurde ein Video des Auftritts öffentlich, das einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt der Royals nach dem Tod der Queen gibt: «Es ist jetzt ein einsamer Ort da oben ohne sie», sagte Harry in dem Clip, den die britische «Sun» am Sonntag veröffentlichte. «Egal, in welchem Raum sie war, man spürte ihre Anwesenheit überall», fügte er hinzu.

Die Brüder schlenderten am Samstag die Auffahrt zu Schloss Windsor herunter und schüttelten ausgiebig Hände. An ihrer Seite ihre Frauen Kate und Meghan. (dpa)

Leichenwagen der Queen kommt in Edinburgh an

Der Leichenwagen mit dem Sarg von Queen Elizabeth II. ist in der schottischen Hauptstadt Edinburgh angekommen. Nach einer mehrstündigen Fahrt von ihrem Landsitz Balmoral in den schottischen Highlands erreichte der Konvoi am Sonntagnachmittag die Königliche Residenz Palace of Holyroodhouse, wo er von einer Ehrengarde empfangen wurde.

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Ihre Tochter Prinzessin Anne hatte den Sarg in einem anderen Wagen begleitet, zudem waren die Queen-Söhne Prinz Andrew und Prinz Edward bei der Ankunft vor Ort. Der Sarg sollte über Nacht in dem Palast aufgebahrt werden, bevor er am Montag mit einer Prozession in die St.-Giles-Kathedrale geleitet wird.

Begleitet wurde der Leichenwagen auf seiner Fahrt, die unter anderem durch die Städte Aberdeen und Dundee führte, von weiteren Fahrzeugen und Motorrädern. Tausende Menschen säumten die Route, um durch die Fensterscheiben des Leichenwagens einen Blick auf den Sarg zu werfen. Dieser war mit der royalen Standarte für Schottland und Blumen bedeckt. (dpa)

Tausende Sträusse zum Abschied: Londoner Green Park wird zum Blumenmeer

Tausende Trauernde legten in den vergangenen Tagen Blumen und Karten im Londoner Green Park nieder, um Königin Elizabeth II. zu ehren. Mittlerweile wird der Park neben dem Buckingham Palace regelrecht von Sträussen überflutet.

CH Media Video Unit

Charles III. auch in Gibraltar zum König ausgerufen

Auch in Gibraltar ist Charles III. nun offiziell zum König ausgerufen worden. Der Gouverneur des britischen Überseegebietes an der Südspitze Spaniens, David Steel, verlas am Sonntag die sogenannte Proklamation, wie die BBC berichtete.

Mehrere Hundert Menschen hatten sich dort versammelt, um die Zeremonie zu beobachten, die am Samstag zunächst in London und dann an verschiedenen Orten des Vereinigten Königreichs stattgefunden hatte. Mit dem Tod von Queen Elizabeth II. war Charles (73) am Donnerstag bereits automatisch König geworden, die Proklamationen sind daher lediglich ein formeller Akt.

«Wir sind hier Teil des Vereinigten Königreichs, nur eben 1000 Meilen entfernt», sagte Steel der BBC. Spanien erhebt Anspruch auf Gibraltar. In Volksabstimmungen hatte die Bevölkerung aber in der Vergangenheit dafür gestimmt, britisches Überseegebiet zu bleiben. (dpa)

Champions-League-Spiel der Glasgow Rangers verschoben

Das Champions-League-Spiel zwischen den Glasgow Rangers und dem SSC Neapel wird nach dem Tod von Königin Elizabeth II. um einen Tag verlegt. Wegen «erheblicher Einschränkungen der polizeilichen Ressourcen» wird die Partie statt Dienstag nun Mittwoch (21.00 Uhr) ausgetragen, wie die Europäische Fussball Union (UEFA) am Sonntag mitteilte. Der Sarg der Queen wird erst am Dienstagabend von Edinburgh nach London überführt. (dpa)

«God save the King» zum ersten Mal seit 70 Jahren wieder in der Nationalhymne zu hören

«God save the King»: Zum ersten Mal seit 70 Jahren ist diese Zeile nun wieder als Nationalhymne in London zu hören. Mit Fanfarenstössen und im Beisein zahlreicher Soldaten mit Bärenfellmützen wurde es am Samstag auch offiziell verkündet: Charles III. ist neuer britischer König.

YouTube/Sky News

Anne, Princess Royal, begleitet den Leichnam ihrer Mutter nach Edinburgh

Prinzessin Anne und ihr Ehemann Tim Laurence fahren hinter dem Leichenwagen mit dem Sarg von Königin Elisabeth II., der mit der königlichen Standarte von Schottland drapiert ist.
Anne, die Princess Royal, ist die älteste und einzige Tochter der verstorbenen Monarchin. (cam)

Prinzessin Anne bei der Durchfahrt durch Aberdeen, Schottland auf dem Weg von Balmoral nach Edinburgh.

Prinzessin Anne bei der Durchfahrt durch Aberdeen, Schottland auf dem Weg von Balmoral nach Edinburgh.

Paul Campbell / AP

Proklamation in Cardiff: Aus dem Prinz von Wales wird der König

Mit einer ähnlich prunkvollen Zeremonie wie in London ist Charles III. am Sonntag auch im Landesteil Wales zum König proklamiert worden. Dazu gab es neben Fanfaren und einer öffentlichen Proklamation auch Hurra-Rufe und Böllerschüsse. Die Proklamation wurde am Cardiff Schloss in englischer und walisischer Sprache verlesen.

Mitglieder des 3. Bataillons des Royal Welsh Regiments jubeln dem neuen König bei der Thronbesteigungszeremonie im Cardiff Castle zu, bei der König Charles III. nach dem Tod von Königin Elisabeth II. am Sonntag, den 11. September 2022, öffentlich zum neuen Monarchen ausgerufen wird.

Mitglieder des 3. Bataillons des Royal Welsh Regiments jubeln dem neuen König bei der Thronbesteigungszeremonie im Cardiff Castle zu, bei der König Charles III. nach dem Tod von Königin Elisabeth II. am Sonntag, den 11. September 2022, öffentlich zum neuen Monarchen ausgerufen wird.

Ben Birchall / AP

Wales hat als Fürstentum, dem traditionell der Kronprinz vorsteht, eine besondere Stellung. Diese Rolle hatte Charles (73) inne, seit seine Mutter ihn im Alter von neun Jahren zum Prinz von Wales ernannt hatte. Die offizielle Amtseinsetzung erfolgte feierlich 1969.

Die Nachfolge tritt jetzt Charles’ Sohn Prinz William (40) an. Er steht als Erstgeborener des neuen Königs an erster Stelle der Thronfolge. Seine Frau Kate (40) wird Prinzessin von Wales. Diesen Titel trug zuletzt Charles’ erste Frau Diana. Sie verunglückte nach der Scheidung von Charles 1997 tödlich. Technisch war auch Charles’ zweite Frau Camilla Prinzessin von Wales. Sie hat den Titel aber nie getragen, weil er in der Erinnerung der Menschen so eng mit Diana verbunden war.

Auch in Nordirland und in Schottland wurde die Proklamation am Sonntag verlesen. In Edinburgh hielt eine Demonstrantin Minuten vor der Verkündung ein Schild hoch, auf dem unter anderen stand: «Schafft die Monarchie ab». Sie wurde von Polizisten abgeführt. (dpa)

Schaulustige Versammeln sich rund um die Autobahn

Screenshot
The Royal Family

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The Royal Family

Der Weg zum Staatsbegräbnis – ein mehrtägiger Ablauf

Das Protokoll für die Tage nach dem Tod der Queen ist bis zum Staatsbegräbnis seit vielen Jahren minutiös geplant worden. Am Samstag veröffentlichte der Buckingham-Palast den endgültigen Ablaufplan.

Sonntag, 11. September
Der Leichnam der Königin wird von Schloss Balmoral in den Palace of Holyroodhouse in Edinburgh gebracht, die Residenz der Queen in Schottland. Dort wird er im Thronsaal aufgebahrt.

Montag, 12. September
In einer Prozession geleitet der neue König Charles III. den Sarg seiner Mutter vom Holyrood Palace zur St. Giles-Kathedrale. Dort nehmen er, seine Frau Camilla und andere Royals an einem Dankgottesdienst teil. Anschliessend haben Schottinnen und Schotten die Möglichkeit, am Sarg in der Kirche von der Queen Abschied zu nehmen.

Dienstag, 13. September
Der Sarg mit dem Leichnam der Königin wird mit einem Flugzeug der Royal Air Force von Schottland nach England geflogen und dann mit einem Auto zum Buckingham-Palast in London gefahren.
König Charles und Königin Camilla reisen nach Nordirland. Charles trifft dort unter anderem Nordirland-Minister Chris Heaton-Harris.

Mittwoch, 14. September
Der Sarg mit dem Leichnam der Königin wird auf einem von Pferden gezogenem Fuhrwerk vom Buckingham-Palast ins Parlament gebracht, gefolgt von König Charles III. und anderen Mitgliedern der Königsfamilie. Der Leichenzug führt die Prachtstrasse «The Mall» hinab über den Exerzierplatz Horse Guards Parade und die Strassen White Hall und Parliament Street zum Parlament.

Donnerstag, 15. September
Der Sarg mit dem Leichnam der Königin ist in der Westminster Hall, dem ältesten Teil des Parlaments, 23 Stunden am Tag für die Öffentlichkeit zugänglich. Erwartet wird, dass Hunderttausende kommen, um der Queen die letzte Ehre zu erweisen.

Freitag, 16. September
Die ersten Staatsgäste treffen ein.

Samstag, 17. September
Viele Besucher und Touristen werden in London erwartet, um das historische Ereignis mitzuerleben. Der Montag ist zu einem Feiertag erklärt worden, so dass es ein verlängertes Wochenende ist.

Sonntag, 18. September
Zum letzten Mal gibt es die Möglichkeit, am Sarg von der Queen Abschied zu nehmen.

Montag, 19. September
Der Sarg wird am Morgen in einer Prozession vom Parlament zur Westminster Abbey gebracht. Um 12.00 Uhr (MESZ) beginnt in der Kathedrale die Trauerfeier für die Queen. Nach dem Gottesdienst wird der Sarg in einer Prozession zum Wellington Arch gebracht. Mit dem königlichen Leichenwagen wird er dann in einer Prozession zur St. Georgs-Kapelle auf dem Geländer von Schloss Windsor gebracht. Dort wird die Königin beigesetzt. (dpa)

Schottische Regierungschefin würdigt «aussergewöhnliche» Queen

Zum Abschied der toten Queen aus ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral hat ihr die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon Tribut gezollt. «Ein trauriger und ergreifender Moment, als Ihre Majestät, die Queen, ihr geliebtes Balmoral zum letzten Mal verlässt», schrieb Sturgeon am Sonntag bei Twitter. «Heute, auf ihrer Reise nach Edinburgh, wird Schottland einer aussergewöhnlichen Frau Tribut zollen.»

Der mit der royalen Standarte für Schottland bedeckte Eichensarg der Queen wurde in einem Leichenwagen nach Edinburgh gefahren. Bei der Fahrt durch die Dörfer verlangsamte die Kolonne, in der auch Queen-Tochter Prinzessin Anne und ihr Ehemann Admiral Tim Laurence mitfuhren, das Tempo. Am Strassenrand standen zahlreiche Menschen schweigend, manche weinten, einige warfen Blumen vor den Leichenwagen. Örtliche Amtsträger senkten aus Respekt die Köpfe.

Die Fahrt sollte sechs Stunden dauern und unter anderem durch die Städte Aberdeen und Dundee führen. (dpa)

Die lustigsten, schönsten und besten Momente der Queen

Elizabeth II. war bekannt für ihren feinen, typisch britischen Humor und hat uns im Laufe ihre Regentzeit viele lustige Momente beschert. Hier finden Sie ein paar dieser Momente, um die Traurigkeit ihres Ablebens etwas wegzublasen. (cam)

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Der wohl herzigste Moment des Platinum Jubilee im Juni: Teatime mit Paddington Bear:

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Ein letztes «Goodbye» ihrem geliebtem Schottland

Es mutet bittersüss an, wenn man die Bilder sieht. Die letzte Reise der Monarchin dürfe ihr ihr bekanntes verschmitztes Lächeln ins Gesicht gezaubert haben: eine letztes Mal durch ihr geliebtes Schottland fahren.(cam)

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Tausende erweisen der Queen ihre letzte Ehre und stehen Spalier

Wie Medien berichteten, hatten sechs Träger den mit der royalen Standarte für Schottland bedeckten Eichensarg zuvor aus dem Schloss getragen, wo er in den vergangenen Tagen im Ballsaal aufgebahrt war. Auf dem durch die Scheiben des Wagens sichtbaren Sarg war ein Blumenkranz platziert. Am Tor des Schlosses lagen bereits am Morgen Hunderte Blumensträusse, die Menschen dort niedergelegt hatten.

Begleitet wurde der Leichenwagen von einem Konvoi weiterer Fahrzeuge. Viele Tausend Menschen wurden entlang der Route erwartet, auf der die tote Königin am Donnerstag in die Residenz nach Edinburgh gebracht werden soll. (dpa)

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Eine letzte Reise durch ihr Königreich

Tausende Menschen haben sich am Sonntag in Schottland an den Strassen versammelt, um einen ersten Blick auf den Sarg der gestorbenen Königin Elizabeth II. zu werfen.

Um 11 Uhr wurde der Sarg aus dem Ballsaal von Schloss Balmoral getragen. Anschliessend wird er in einem Wagen langsam in die schottische Hauptstadt Edinburgh gefahren. Die Fahrt dorthin wird rund sechs Stunden dauern. Die ersten Menschen kamen bereits am frühen Morgen mit Picknick-Stühlen zu der Strecke.

Am Dienstag wird der Sarg nach London erwartet. Tags darauf wird er in einer öffentlichen Prozession durch die Strassen der Innenstadt gefahren. Wie der Palast am Samstag mitteilte, soll der Sarg auf einem als Lafette bezeichneten, von Pferden gezogenen Fuhrwerk vom Buckingham-Palast ins Parlament gebracht werden. Dort soll er vier Tage lang aufgebahrt werden. Auch dort sollen die Menschen noch einmal die Gelegenheit haben, von der Queen Abschied zu nehmen. Viele Tausende werden erwartet.

Das Staatsbegräbnis mit zahlreichen Staatsgästen und Vertretern königlicher Familien aus aller Welt findet schliesslich am 19. September statt. Um 12 Uhr (MESZ) ist in der Westminster Abbey in London ein Gottesdienst geplant. Die Menschen in Grossbritannien erhalten einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag. König Charles III. hatte anlässlich seiner Proklamation diesen Feiertag genehmigt. (dpa)

Königin Elizabeths II. letzte Reise hat begonnen

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Menschen versammeln sich in Ballater, um einen Blick auf den Sarg der Queen zu werfen

In Schottland haben sich schon am frühen Sonntagmorgen Menschen an den Strassen versammelt, durch die der Sarg von Königin Elizabeth II. gefahren werden soll. Nahe der Ortschaft Ballater, rund zwölf Kilometer östlich von Schloss Balmoral, sicherten sich bereits um 7 Uhr die ersten Familien mit Stühlen und Flaggen einen Platz an der Absperrung, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Wagen mit dem Sarg soll vielerorts im Schritttempo fahren, damit die Menschen der Königin die letzte Ehre erweisen können.

Königin Elizabeth war am Donnerstag auf Schloss Balmoral im Alter von 96 Jahren gestorben. Der Sarg sollte um 11.00 Uhr aus dem Schloss zu einem Leichenwagen getragen werden. Der Wagen sollte erst nach Osten bis in die Küstenstadt Aberdeen, dann nach Dundee südwestlich und schliesslich in die schottische Hauptstadt Edinburgh gebracht werden. Vorgesehen war eine Fahrzeit von etwa sechs Stunden. (dpa)

William nimmt in einem emotionalen Post Abschied von seiner «Grannie»

Er beginnt mit den Worten «Am Donnerstag hat die Welt eine aussergewöhnliche Persönlichkeit verloren...» Im zweiten Abschnitt fügt er an «Ich jedoch habe eine Grossmutter verloren.» Er sei dankbar, dass seine Grossmutter ihn durch die schönsten und traurigsten Momente seines Lebens begleitet habe. Auch dass seine Kinder viele schöne Erinnerungen mit ihr teilen dürfte, bewegt William sehr. Der Post des beliebten Prinzen, der sich neu Prince of Wales nennen darf, löste eine Flut von rührenden Kommentaren aus. Er wurde über 1,3 Male geliket.

Für das britische Volk dürfte auch der gemeinsame Auftritt der beiden Prinzen Harry und William vor dem Schloss Windsor, wo sie die trauernden Menschen begrüssten, ein kleines Trostpflaster gewesen sein. Der «Megxit» und die Vorwürfe der Sussex haben die Beziehung der Königssöhne beiden zuletzt stark zerrüttet. (cam)

Ex-Premiers loben Charles III.: «Ein hervorragender Diplomat»

Ehemalige britische Premierminister haben den neuen britischen König, Charles III., in den höchsten Tönen gelobt. David Cameron sagte der BBC in einem Interview, das an diesem Sonntag ausgestrahlt werden soll: «Nach dem, was ich gesehen habe, wird er in diesem Job brillant sein. Brillant im Zuhören, brillant im Stellen von Fragen, im Geben von klugen Empfehlungen und weisem Ratschlag. Dies war wahrscheinlich die längste Lehrzeit in der Geschichte.»

Cameron sagte, der neue König sei wie seine Mutter - die gestorbene Queen - ein «hervorragender Diplomat» und werde sich als «sehr würdiger Nachfolger» erweisen, wenn es darum gehe, die britische Regierung im Ausland zu unterstützen.

Der ehemalige britische Premierminister David Cameron verlässt am Samstag, den 10. September 2022, den St. James’s Palace in London, nachdem König Charles III. bei der Thronbesteigung proklamiert worden war.

Der ehemalige britische Premierminister David Cameron verlässt am Samstag, den 10. September 2022, den St. James’s Palace in London, nachdem König Charles III. bei der Thronbesteigung proklamiert worden war.

Kirsty Wigglesworth / AP

Tony Blair, ebenfalls ehemaliger Premier, schloss sich dem Lob an: Der König sei gut vorbereitet auf das, was vor ihm liege, schrieb er in der «Sunday Times». Er fühle in diesem Moment der schweren Verantwortung mit König Charles III. «Aber ich glaube auch an ihn.» Durch das Beispiel seiner Mutter gestärkt, sei seine Zuneigung zum Amt eindeutig. «Er ist ein intelligenter, fürsorglicher und guter Mann.»

Sein Sinn für den Dienst an seinem Volk und seine Liebe zu ihm würden so tiefgreifend sein wie bei seiner Mutter. «Er ist gut vorbereitet und ich habe keinen Zweifel, dass er der Aufgabe gewachsen ist.» (dpa)

Queen-Tochter Anne begleitet Sarg ihrer Mutter nach London

Queen-Tochter Prinzessin Anne begleitet den Sarg ihrer Mutter bei der Überführung von Schottland nach London. Die Princess Royal werde an Bord des Flugzeugs der britischen Luftwaffe sein, das den Leichnam von Königin Elizabeth II. am Dienstagnachmittag von der schottischen Hauptstadt Edinburgh zum Luftwaffenstützpunkt Northolt nordwestlich der britischen Hauptstadt fliegt. Das teilte der Palast am Samstag mit. Von Northolt wird der Sarg dann zum Buckingham-Palast gefahren, von wo aus er am Mittwochnachmittag in einer Prozession zum Palace of Westminster gebracht wird. (dpa)

Queen wird vier Tage lang im Palace of Westminster aufgebahrt liegen

Der Leichnam von Queen Elizabeth II. soll nach ihrer Überführung nach London in der kommenden Woche vier Tage lang im Palace of Westminster aufgebahrt werden. Der Sarg mit der am Donnerstag gestorbenen Monarchin solle ab kommenden Mittwoch (14. September) in der Westminster Hall des britischen Parlamentsgebäudes stehen, bestätigte der Buckingham-Palast am Samstag. Dort soll auch die britische Öffentlichkeit die Möglichkeit haben, der Queen einen letzten Besuch abzustatten und zu trauern. Queen Elizabeth II. war am vergangenen Donnerstag auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral im Alter von 96 Jahren gestorben. (dpa)

Staatsbegräbnis der Queen am 19. September

Das Staatsbegräbnis für die gestorbene britische Königin Elizabeth II. findet am 19. September statt. Um 12 Uhr (MESZ) ist in der Westminster Abbey in London ein Gottesdienst geplant, wie der Palast am Samstag mitteilte.

Die Menschen in Grossbritannien erhalten einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag. Der neue König Charles III. hatte zuvor anlässlich seiner Proklamation diesen Feiertag genehmigt. Als Datum für die Beisetzung war zuvor auch der 18. September im Gespräch gewesen.

Die Königin war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem Landsitz Schloss Balmoral in Schottland gestorben. Dadurch wurde Thronfolger Charles automatisch neuer König.

Ihre letzte Ruhestätte findet die Queen dann in der St.-George-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor, wo auch ihr Ehemann Prinz Philip ruht, der am 9. April 2021 starb. Dort wurden auch ihre engsten Angehörigen, ihr Vater George VI., ihre «Queen Mum» genannte Mutter und ihre Schwester Prinzessin Margaret beigesetzt.

Zu dem Staatsbegräbnis werden zahlreiche Staats- und Regierungschefs aus aller Welt erwartet, darunter mehrere Königinnen und Könige europäischer Staaten. An Philips Beisetzung durften wegen der Corona-Regeln nur die engsten Familienmitglieder teilnehmen. Die Queen sass einsam in der Kapelle - das Bild prägte sich als Symbol des Leidens in der Pandemie bei den Briten ein. (dpa)

Mehrere Kinder und Enkel der Queen besuchen Gottesdienst in Schottland

In Schottland haben Mitglieder der königlichen Familie am Samstag an einem Gebetsgottesdienst zum Gedenken an die Queen teilgenommen. Sie verliessen Schloss Balmoral, wo Königin Elizabeth II. am Donnerstag gestorben war, am Nachmittag und gingen in die nahe gelegene Kirche Crathie Kirk. Die Königin selbst war dort jahrelang regelmässiger Gast, wenn sie den Sommer auf Balmoral verbrachte.

Anwesend waren drei ihrer vier Kinder: Prinzessin Anne, Prinz Andrew und Prinz Edward. Ihr älterer Bruder Charles ist seiner Mutter auf den Thron gefolgt und seit Freitag wegen zahlreicher Termine zurück in London. Auch die Enkelgeneration war teils in Balmoral: unter anderem die Kinder von Anne, Peter Phillips und Zara Tindall, sowie die Kinder von Andrew, die Prinzessinnen Beatrice und Eugenie.

Prinz William, der jetzige Thronfolger, hatte an der Seite seines Vaters ebenfalls Termine in London. Sein Bruder, Prinz Harry, war am Freitag ebenfalls nach London zurückgekehrt. Harry und seine Frau Meghan, die in Kalifornien leben, waren wegen Wohltätigkeitsanlässen in Europa, als die Königin starb. Nach unbestätigten Berichten wollten sie bis zur Beerdigung der Königin in London bleiben. (dpa)

Putin gratuliert Charles III.

Ungeachtet der völlig unterkühlten russisch-britischen Beziehungen hat Kremlchef Wladimir Putin (69) dem neuen britischen König, Charles III., zur Thronbesteigung gratuliert. «Ich wünsche Ihrer Majestät Erfolg, Gesundheit und alles Gute», heisst es in einem kurzen Telegramm des russischen Präsidenten, dessen Text am Samstag auch auf der Kreml-Website veröffentlicht wurde.

Wladimir Putin hat König Charles III. zu dessen Ernennung gratuliert.

Wladimir Putin hat König Charles III. zu dessen Ernennung gratuliert.

Keystone

Die Beziehungen zwischen Russland und Grossbritannien sind schon seit vielen Jahren äusserst angespannt, haben aber mit dem Beginn von Russlands Krieg gegen die Ukraine Ende Februar einen neuen Tiefpunkt erreicht. London zählt militärisch, politisch und finanziell zu den wichtigsten Unterstützern der angegriffenen Ukraine. (dpa)

Proklamation sichtbar für das Volk vollzogen

Mit Fanfarenstössen und im Beisein zahlreicher Soldaten mit Bärenfellmützen ist Charles III. am Samstag auch auf dem Balkon des St. James’s-Palastes in der Londoner Innenstadt zum König ausgerufen worden. Zuvor war dies schon im Inneren des Gebäudes geschehen, doch nun wurde die Proklamation auch auf dem Balkon und damit in der Öffentlichkeit und sichtbar für das Volk vollzogen.

Königin Camilla (Queen Consort) und König, Charles III.

Königin Camilla (Queen Consort) und König, Charles III.

Keystone

«Ich bin zutiefst bestärkt durch die fortwährende Unterstützung meiner geliebten Frau»

Der neue britische König, Charles III., hat bei seiner Ansprache zur Proklamationszeremonie als neues Staatsoberhaupt auch die Bedeutung seiner Frau, Königin Camilla, hervorgehoben. «Ich bin zutiefst bestärkt durch die fortwährende Unterstützung meiner geliebten Frau», sagte der 73-Jährige bei der Zeremonie im Londoner St.-James’s-Palast am Samstag. Camilla (75) wurde durch den Tod von Queen Elizabeth II. zur Queen Consort. Den Titel trug zuletzt die Mutter der gestorbenen Monarchin, Queen Mum. (dpa)

Sehen Sie hier nochmals die Rede von König Charles III. nach der Proklamation.

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Daily Mail

König Charles III. auf dem Balkon des St. James’s-Palastes offiziell zum König ausgerufen

Screenshot The Royal Family

Alle warten auf die Verkündung

Screenshot The Royal Family

Die Proklamation wird auf dem Balkon des Palastes verlesen

Die letzten Dokumente wurden unterzeichnet. Nun wird König Charles auf dem Balkon öffentlich proklamiert. 

Jetzt spricht der neue König

Screenshot The Royal Family

King Charles III. ist nun offiziell König von Grossbritannien und dem Commonwealth of Nations

Der erste Teil der Zeremonie im St.-James‘s-Palast fand ohne König Charles III statt. Charles leitet anschliessend erstmals an einer Sitzung des Privy Council. Später wird die Proklamation vom Balkon des Palastes verlesen. Weitere Lesungen folgen in London sowie am Sonntag in Schottland, Nordirland und Wales. (cam)

«God save the King!» – die Proklamation wird unterzeichnet

Mit «God save the King» beginnen Angehörige der Royal Family sowie die Premierministerin Liz Truss, die Proklamation zu unterzeichnen. (cam)

Screenshot The Royal Family

Königsproklamation: King Charles III. wird amtlich verkündet

Die formelle Proklamation von Charles III. als König erfolgt am Samstagvormittag in London. Dafür wird eigens ein Accession Council einberufen, was mit «Thronbesteigungsrat» übersetzt werden könnte. Der Rat kommt um 11.00 Uhr im St.-James’s-Palast zusammen. Das Prozedere wird live übertragen. 

Eine Stunde später wird die Proklamation vom Balkon des Palastes verlesen. Weitere Lesungen gibt es in der City von London, und am Sonntag in Schottland, Nordirland und Wales.

Das sogenannte Konzil (Accession Council) besteht aus Mitgliedern des Kronrates, also aktiven und früheren Regierungsmitgliedern, Kirchenvertretern, Richtern, Mitgliedern der königlichen Familie und anderen Persönlichkeiten. Der Kronrat kann weitere ranghohe Beamte oder andere Prominente dazu einladen.

Charles ist bereits zum Zeitpunkt des Todes von Königin Elizabeth II am Donnerstag König geworden. Das ist so geregelt, damit das Land zu keinem Zeitpunkt ohne Monarchen dasteht.

Charles ist bereits zum Zeitpunkt des Todes von Königin Elizabeth II am Donnerstag König geworden. Das ist so geregelt, damit das Land zu keinem Zeitpunkt ohne Monarchen dasteht.

Olivier Hoslet / EPA

Das können etwa die Hochkommissare von Ländern sein, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist. Das sind 14 Länder, darunter Australien, Kanada und die Bahamas.

Nicht alle rund 700 Mitglieder des Kronrats nehmen an dem Treffen teil. Nach Medienberichten ist nur Platz für etwa 200 Personen. Es war unklar, ob abgesehen von König Charles andere Mitglieder der königlichen Familie teilnehmen.

Der Rat tagt in zwei Teilen: Zunächst trifft er sich ohne den König für die Proklamation, anschliessend mit dem König, der dann das erste Treffen des Kronrats leitet, dem er nun vorsteht. Unter anderem legt er dort einen Eid ab, die Sicherheit der Kirche von Schottland aufrecht zu erhalten. Beim Kronrat gibt es übrigens keine «Sitzungen»: Er tagt traditionell im Stehen. Das soll Queen Victoria 1861 eingeführt haben, heisst es auf der Website des Kronrates.

Abgesehen von der Proklamation folgt noch eine Krönung. Die Krönung von Elizabeth II. fand 1953 statt - 14 Monate, nachdem sie nach dem Tod ihres Vaters Königin geworden war. (dpa)

Der britischen Königsfamilie online kondolieren

Das britische Volk trauert um seine geliebte Queen und mit ihm Millionen Menschen auf dem ganzen Globus. Wer dem britischen Königshaus sein Beileid aussprechen möchte, hat die Möglichkeit, online eine Kondolenznachricht zu senden

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The Royal Family

König Charles: Tod der Queen war «Moment, den ich gefürchtet habe»

Der neue britische König Charles III. hat sich bei seiner ersten Audienz mit Premierministerin Liz Truss sehr persönlich gezeigt. Wie auf einer Videoaufzeichnung zu hören war, sagte Charles über den Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II.: «Das war der Moment, vor dem ich mich gefürchtet habe, und ich weiss, dass es vielen Leuten ähnlich ging.»

König Charles III. empfing am Freitag Liz Truss.

König Charles III. empfing am Freitag Liz Truss.

Yui Mok / AP

Truss begrüsste den Monarchen mit einem Knicks und sprach ihm ihr Beileid aus. «Es war so berührend heute Nachmittag, als wir ankamen, all diese Menschen zu sehen, die gekommen waren, ihr Beileid auszusprechen und Blumen zu überreichen», sagte Charles. (dpa)

König Charles: Stelle mein Leben in den Dienst des Volkes

Der britische König Charles III. hat sich in seiner ersten Fernsehansprache an die Nation direkt an seine verstorbene Mutter Queen Elizabeth II. gewandt. «Liebste Mama, während du deine letzte grosse Reise zu meinem lieben verstorbenen Papa beginnst, will ich nur eines sagen: Danke», sagte Charles am Freitagabend in einer vorab aufgezeichneten Rede. «Danke für deine Liebe und Hingabe für unsere Familie und für all die Nationen, denen du so fleissig gedient hast in all den Jahren. Mögen die Engel über Deine Ruhe wachen.»

Er wisse, dass der Tod seiner Mutter in seinem Land und aller Welt grosse Trauer auslöse und teile diese, sagte er. «Zuneigung, Bewunderung und Respekt» seien zum «Markenzeichen» ihrer Regentschaft geworden. Jedes Mitglied seiner Familie könne bezeugen, dass die Queen dies mit «Wärme, Humor und einer unbestechlichen Fähigkeit, das Beste im Menschen zu sehen», verbunden habe, so der Monarch.

König Charles III. sprach am Freitag zur Nation.

König Charles III. sprach am Freitag zur Nation.

Yui Mok / AP

Der neue König Charles III. erneuerte das Versprechen seiner Mutter zum lebenslangen Dienst an seinem Volk. Seine Mutter habe einst versprochen, «ihr ganzes Leben, möge es kurz oder lang sein», dem Dienst an ihren Untertanen zu widmen. Dieses Versprechen habe sie gehalten und er wolle es nun erneuern, sagte Charles: «Und wie die Queen selbst mit solch unerschütterlicher Hingabe, verpflichte auch ich mich jetzt für die übrige Zeit, die Gott mir gewährt, die konstitutionellen Prinzipien im Herzen unserer Nation hochzuhalten.»

William zum Prinzen von Wales ernannt – versöhnliche Worte zu Harry

Charles kündigte an, dass er nun kürzertreten müsse bei einigen seiner bisherigen Aufgaben und ernannte seinen Sohn und Thronfolger William zum neuen Prinzen von Wales. Es sei ein Privileg gewesen, diesen Titel zu tragen, sagte der neue König. Er sei sich sicher, dass William (40) und dessen Frau Kate (40) als Prinz und Prinzessin von Wales weiterhin die britische Gesellschaft inspirieren und nationale Debatten anführen würden. Kate war bislang keine Prinzessin, sondern nur Herzogin. Mit dem Titel «Prinzessin von Wales» trägt sie nun den gleichen Titel, den zuletzt Prinzessin Diana aktiv genutzt hatte.

Auch an seinen jüngeren Sohn Harry (37) und dessen Frau Meghan (40) richtete Charles versöhnliche Worte. «Ich will auch meine Liebe zu Harry und Meghan zum Ausdruck bringen, die sich weiterhin ein Leben in Übersee aufbauen», sagte der König. (dpa)

Die ganze Rede von König Charles III. im Wortlaut:

«Ich spreche heute in tiefster Trauer zu Ihnen. Während ihres ganzen Lebens war Ihre Majestät die Königin – meine geliebte Mutter – eine Inspiration und ein Vorbild für mich und meine ganze Familie, und wir schulden ihr von Herzen so viel wie eine Familie ihrer Mutter nur schulden kann; für ihre Liebe, ihre Zuneigung, ihren Rat, ihr Verständnis und ihr Vorbild.

Königin Elizabeth verkörperte ein gut gelebtes Leben, ein mit dem Schicksal gehaltenes Versprechen, und ihr wird in ihrem Ableben zutiefst nachgetrauert. Dieses Versprechen, ein Leben lang zu dienen, erneuere ich heute mit Ihnen allen.

Neben der persönlichen Trauer, die meine ganze Familie empfindet, teilen wir mit so vielen von Ihnen im Vereinigten Königreich, in all den Ländern, in denen die Königin Staatsoberhaupt war, im Commonwealth und in der ganzen Welt auch ein tiefes Gefühl der Dankbarkeit für die mehr als 70 Jahre, in denen meine Mutter, als Königin, den Menschen so vieler Nationen gedient hat.

Im Jahr 1947, an ihrem 21. Geburtstag, versprach sie in einer Übertragung aus Kapstadt an das Commonwealth, ihr Leben, möge es kurz oder lang sein, dem Dienst an ihre Völker zu widmen. Das war mehr als ein Versprechen: Es war eine tiefe persönliche Verpflichtung, die ihr gesamtes Leben definierte. Sie brachte Opfer für die Pflicht.

Ihr Einsatz und ihre Hingabe als Oberhaupt haben niemals nachgelassen, durch Zeiten des Wandels und des Fortschritts, durch Zeiten der Freude und des Feierns und durch Zeiten der Trauer und des Verlusts. In ihrem Leben des Dienstes sahen wir diese fortwährende Liebe zur Tradition, zusammen mit dieser furchtlosen Umarmung des Fortschritts, die uns als Nationen gross macht. Die Zuneigung, die Bewunderung und der Respekt, den sie hervorrief, wurden zum Markenzeichen ihrer Regentschaft.

Und - wie jedes Mitglied meiner Familie bezeugen kann - kombinierte sie diese Tugenden mit Wärme, Humor und einer unbestechlichen Fähigkeit, das Beste im Menschen zu sehen.

Ich halte das Andenken meiner Mutter in Ehren und würdige ihr Leben im Dienst. Ich weiss, dass ihr Tod so viele von Ihnen mit grosser Trauer erfüllt, und ich teile dieses Empfinden des unermesslichen Verlusts mit Ihnen allen.

Als die Königin den Thron bestieg, mussten Grossbritannien und die Welt noch mit den Entbehrungen und den Folgen des Zweiten Weltkriegs zurechtkommen und noch nach den Konventionen von früheren Zeiten leben.

Im Laufe der vergangenen 70 Jahre haben wir erlebt, wie sich unsere Gesellschaft zu einer der vielen Kulturen und Glaubensrichtungen entwickelt hat. Die Institutionen des Staates haben sich dementsprechend verändert. Aber durch all diese Veränderungen und Herausforderungen sind unsere Nation und die grössere Familie der Reiche - auf deren Talente, Traditionen und Errungenschaften ich so unsagbar stolz bin - gediehen und aufgeblüht. Unsere Werte sind konstant geblieben und müssen es bleiben.

Die Rolle und die Pflichten der Monarchie bleiben ebenso bestehen wie auch die besondere Beziehung und Verantwortung des Souveräns gegenüber der Church of England – der Kirche, in der mein eigener Glaube so tief verwurzelt ist. In diesem Glauben und den Werten, die er inspiriert, bin ich dazu erzogen worden, ein Gefühl der Verpflichtung gegenüber anderen zu hegen und den grössten Respekt für die wertvollen Traditionen, Freiheiten und Verantwortungen unserer einzigartigen Geschichte und unseres parlamentarischen Regierungssystems zu haben.

Und wie die Queen selbst mit solch unerschütterlicher Hingabe verpflichte auch ich mich jetzt für die übrige Zeit, die Gott mir gewährt, die konstitutionellen Prinzipien im Herzen unserer Nation hochzuhalten. Und wo auch immer Sie im Vereinigten Königreich leben mögen oder in den Reichen und Territorien in aller Welt, und was auch immer Ihr Hintergrund oder Ihr Glaube sein mag: Es wird mein Bestreben sein, Ihnen mit Loyalität, Respekt und Liebe zu dienen, wie ich es mein ganzes Leben lang getan habe.

Mein Leben wird sich natürlich verändern, wenn ich meine neuen Aufgaben wahrnehme. Es wird mir nicht mehr möglich sein, so viel von meiner Zeit und meiner Energie den Wohltätigkeitsorganisationen und Angelegenheiten zu widmen, die mir so sehr am Herzen liegen. Aber ich weiss, dass diese wichtige Arbeit in den vertrauten Händen anderer weitergeführt wird.

Dies ist auch eine Zeit der Veränderung für meine Familie. Ich zähle auf die liebevolle Hilfe meiner lieben Frau Camilla. In Anerkennung ihres eigenen treuen öffentlichen Dienstes seit unserer Heirat vor 17 Jahren wird sie meine königliche Gemahlin (Queen Consort). Ich weiss, dass sie die Anforderungen ihrer neuen Rolle mit der unerschütterlichen Hingabe zur Pflicht angehen wird, auf die ich mich so sehr verlasse.

Als mein Erbe übernimmt William nun die schottischen Titel, die mir so viel bedeutet haben. Er ist mein Nachfolger als Herzog von Cornwall und übernimmt die Verantwortung für das Herzogtum Cornwall, die ich mehr als fünf Jahrzehnte lang getragen habe.

Ich bin heute stolz darauf, ihn zum Prinzen von Wales, Tywysog Cymru, zu ernennen - dem Land, dessen Titel während eines Grossteils meines Lebens und meiner Pflichten zu tragen mir eine so grosse Ehre war. Mit Catherine an seiner Seite weiss ich, dass unser neuer Prinz und unsere neue Prinzessin von Wales unsere nationalen Gespräche weiterhin inspirieren und anführen und dabei helfen werden, diejenigen am Rande der Gesellschaft in den Mittelpunkt zu rücken, wo lebenswichtige Hilfe gegeben werden kann.

Ich will auch meine Liebe zu Harry und Meghan zum Ausdruck bringen, die sich weiterhin ein Leben in Übersee aufbauen.

In etwas mehr als einer Woche werden wir als Nation, als Commonwealth und sogar als globale Gemeinschaft zusammenkommen, um meine geliebte Mutter beizusetzen.

In unserer Trauer sollten wir uns an das Licht ihres Beispiels erinnern und daraus Kraft schöpfen. Im Namen meiner ganzen Familie kann ich mich nur aufrichtig und von ganzem Herzen für Ihr Beileid und Ihre Unterstützung bedanken. Sie bedeuten mir mehr, als ich jemals zum Ausdruck bringen kann.

Und liebste Mama, während du deine letzte grosse Reise zu meinem lieben verstorbenen Papa beginnst, will ich nur eines sagen: Danke. Danke für deine Liebe und Hingabe für unsere Familie und für all die Nationen, denen du so fleissig gedient hast in all den Jahren. Mögen die Engel über Deine Ruhe wachen.»

König Charles trifft Premierministerin Truss im Buckingham-Palast

Der neue König Charles III. hat die neue britische Premierministerin erstmals zu einer Audienz empfangen. Die ganz in Schwarz gekleidete Regierungschefin traf am Freitag am Buckingham-Palast in London ein, wie Fernsehbilder zeigten. Die Begegnung ist fester Bestandteil des Ablaufs nach dem Tod von Königin Elizabeth II., die am Donnerstag gestorben war. Anschliessend sollte Truss an einem Gottesdienst in der Londoner Kathedrale St. Paul’s teilnehmen. Sie ist erst seit Dienstag im Amt. (dpa)

Ein Knall für jedes Lebensjahr: 96 Salutschüsse für die Queen

Am Freitag wurden an verschiedenen Orten im Vereinigten Königreich Salutschüsse zu Ehren der Queen abgefeuert. So unter anderem auch im Hyde Park in London oder im Cardiff Castle.

König Charles trifft am Buckingham Palace ein 

«God Save the King» - als der neue König Charles III. am Freitag am Buckingham-Palast in London ankam, haben ihm dort Tausende Menschen zugerufen: Gott schütze den König. Charles stieg vor den Toren des Palastes aus, um die Menschenmenge zu begrüssen. Er schüttelte unzählige Hände und nahm Trauerbekundungen entgegen. Er bedankte sich bei den Menschen für ihre Anteilnahme. Hunderte in der ersten Reihe versuchten, den neuen König mit ihren Handykameras aufzunehmen. Eine Frau gab dem Monarchen einen Kuss auf die Wange - eigentlich ein Bruch des königlichen Protokolls, aber Charles schien es nicht zu ärgern; er lächelte.

Dominic Lipinski / AP

Auch Königin Camilla schüttelte zahlreiche Hände. Sie trug ein schwarzes Kleid und eine Perlenkette. Zusammen sahen die beiden sich anschliessend die zahlreichen Blumensträusse und Botschaften an, die Menschen seit Donnerstagabend vor dem Palast abgelegt hatten. Die beiden gingen anschliessend zu Fuss in ihre neue offizielle Residenz. Bislang lebte Charles in Clarence House einige Hundert Meter entfernt. (dpa)

König Charles III. wird von der trauernden Menschenmenge empfangen.

König Charles und Camilla in London eingetroffen

König Charles III. und seine Frau Camilla sind weniger als 24 Stunden nach dem Tod von Königin Elizabeth II. nach London zurückgekehrt. Die beiden landeten aus Schottland kommend am Freitagnachmittag auf dem Militärflughafen Northolt gut 20 Kilometer nordwestlich von London. In der Hauptstadt warteten eine Reihe offizieller Termine auf den neuen König. König Charles wollte zum Buckingham-Palast fahren, dem offiziellen Sitz des Staatsoberhauptes, nicht zu seiner bisherigen Residenz Clarence House ein paar hundert Meter entfernt. (dpa)

König Charles III. und seine Frau Camilla kehren nach London zurück.

König Charles III. und seine Frau Camilla kehren nach London zurück.

Jonathan Brady / AP

Dänische Königin sagt Teile von Feiern zum 50. Thronjubiläum ab

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. hat die dänische Königin Margrethe II. das Programm für die Feierlichkeiten zu ihrem 50-jährigen Thronjubiläum deutlich reduziert. Angesichts der traurigen Nachricht vom Tod der britischen Queen werde das Programm auf Wunsch der Königin angepasst, teilte das dänische Königshaus am Freitag mit.

Konkret bedeutet das, dass die grössten Möglichkeiten für die Bevölkerung, die 82 Jahre alte Monarchin an diesem Wochenende zu Gesicht zu bekommen, nicht stattfinden werden.

Die beim Volk äusserst beliebte Margrethe hatte den dänischen Thron nach dem Tod ihres Vaters König Frederik IX. am 14. Januar 1972 geerbt. Eigentlich hatte sie ihr 50. Jubiläum schon zum Stichtag im Januar begehen wollen, doch die Corona-Pandemie hatte den Feiern damals einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht.

Margrethe hatte sich deshalb dazu entschlossen, den Grossteil der Feierlichkeiten in den Spätsommer - auf diesen Samstag und Sonntag - zu verlegen, damit möglichst viele Menschen mit ihr feiern können. (dpa)

Prinz Harry aus Schottland nach London zurückgekehrt

Gut zwölf Stunden nach seiner Ankunft in Schottland ist Prinz Harry am Freitag wieder abgeflogen. In schwarzem Anzug und mit Tasche über der Schulter bestieg er am Vormittag einen Flug von Aberdeen nach London. Er landete kur vor Mittag in der britischen Hauptstadt. Anders als andere Mitglieder der königlichen Familie war Prinz Harry am Donnerstag erst nach dem Tod seiner Grossmutter, Queen Elizabeth II., auf dem Landsitz Balmoral in Schottland eingetroffen.

Das Verhältnis von Prinz Harry (37) zum Rest der königlichen Familie gilt als angespannt, seit er mit seiner Frau Meghan (41) in die USA gezogen ist und in Interviews Kritik an seinen Familienmitgliedern geäussert hat.

Harry und Meghan waren seit einigen Tagen in Europa, unter anderem am Dienstag in Düsseldorf. Die Kinder Archie (3) und Lilibet (1) wurden in der Öffentlichkeit nicht gesehen. Harry und Meghan, offiziell Herzog und Herzogin von Sussex, wollten am Donnerstagabend in London an einer Wohltätigkeitsveranstaltung teilnehmen. Sie sagten die Teilnahme ab, als sich am Nachmittag eine Verschlechterung des Gesundheitszustands der Queen abzeichnete.

Meghan war nicht mit nach Schottland gereist, ebenso wie ihre Schwägerin Kate (40), die Frau von Thronfolger Prinz William (40), die sich in Windsor bei London um die Kinder Prinz George (9), Prinzessin Charlotte (7) und Prinz Louis (4) kümmerte. (dpa)

Grossbritannien lässt Glocken für die Queen läuten

Um Punkt zwölf Uhr mittags (13.00 Uhr MESZ) am Freitag haben in ganz Grossbritannien im Gedenken an die verstorbene Königin Elizabeth II. die Glocken geläutet. Vor der Westminster Abbey und der St.-Pauls-Kathedrale in London, am Schloss Windsor, wo die Queen zuletzt lebte, und in Schottland, wo sie am Donnerstag auf ihrem Landsitz Balmoral starb, hielten Menschen inne und lauschten dem Geläut.

Hunderte Kirchen stimmten ein. Die Queen war das Oberhaupt der Mutterkirche der anglikanischen Gemeinschaft, der Church of England. Diese Rolle hat jetzt ihr Sohn, König Charles III., inne.

Die Mitglieder des Parlaments komplett in Schwarz.

Die Mitglieder des Parlaments komplett in Schwarz.

Keystone

Im Parlament, das wegen seiner lauten Debatten und lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Regierung und Opposition bekannt ist, gedachten die Abgeordneten in tiefem Schweigen und mit gebeugtem Kopf der Monarchin, die meisten schwarz gekleidet.

Das Unterhaus tagt bis 22.00 Uhr (23.00 Uhr MESZ), um möglichst vielen Abgeordneten die Möglichkeit zu geben, der Königin zu gedenken. Um 18.00 Uhr (19.00 Uhr MESZ) werde die Sitzung unterbrochen, kündigte der Parlamentspräsident an, damit die Abgeordneten die erste öffentliche Rede des neuen Königs anhören können. (dpa)

Kein Spitzenfussball: Premier League sagt Spieltag ab

In der englischen Premier League werden nach dem Tod von Queen Elizabeth II. am kommenden Wochenende keine Spiele stattfinden. Damit folgt die Elite-Liga der Empfehlung der britischen Regierung. Auch in der zweiten und dritten Liga wurden alle Spiele abgesagt.

«Wir und unsere Vereine möchten den langen und unermüdlichen Dienst Ihrer Majestät für unser Land würdigen», sagte Premier-League-Boss Richard Masters: «Als unsere dienstälteste Monarchin war sie eine Inspiration und hinterlässt ein unglaubliches Erbe nach einem Leben voller Hingabe.» Generell wird zu Ehren der Queen in Grossbritannien der Sport in den kommenden Tagen ruhen.

Bereits vor Empfehlung der Regierung entschieden sich die Organisatoren der bis Sonntag angesetzten Rad-Rundfahrt Tour of Britain nach fünf von acht Etappen für einen Abbruch, das für Freitag angesetzte Cricket-Länderspiel zwischen England und Südafrika wurde ebenso gestrichen wie das Frauen-Länderspiel zwischen Schottland und Spanien am Sonntag.

Auch die PGA Championship der Golfer in Wentworth wurde am Freitag ausgesetzt, zudem gibt es vorerst landesweit keine Pferderennen. Der Galoppsport war die grosse Leidenschaft der Queen, am Donnerstagabend war sie im Alter von 96 Jahren verstorben.

Am Freitagmorgen gab es eine Telefonkonferenz zwischen dem Ministerium für Digitales, Kultur, Medien und Sport sowie allen grossen Sportverbänden zur Abstimmung des weiteren Vorgehens. (sid)

BBC, CNN, ITV: So verkündeten englische TV-Sender den Tod von Queen Elizabeth II.

Der Moment wird wohl vielen in Erinnerung bleiben: Die Queen stirbt am Donnerstag im Alter von 96 Jahren. Videos zeigen, wie die verschiedensten TV-Sender in Grossbritannien, Amerika und Australien diese Nachricht live auf Sendung verkündeten und dabei auch gleich mal sprachlos vor der Kamera standen.

Hier können Sie die Tele Züri-Sondersendung zum Tod der Queen nachschauen

König Charles legt Trauerzeit fest und spricht zur Nation

Nach dem Tod seiner Mutter Elizabeth II. hat der neue britische König Charles III. die Dauer der Trauerzeit für die Königsfamilie festgelegt. Wie der Palast am Freitag mitteilte, soll nach dem Begräbnis noch sieben Tage getrauert werden. Bis dahin sollen auch die Flaggen an den königlichen Schlössern auf halbmast wehen, mit Ausnahme der Königlichen Standarte, wenn der König anwesend ist.

Die Beisetzung soll voraussichtlich am Montag, den 19. September stattfinden. Doch das wurde bisher vom Palast noch nicht bestätigt. Am Freitag sollen um 14 Uhr (MESZ) im Hyde-Park und am Londoner Tower 96 Kanonenschüsse zu Ehren der gestorbenen Königin abgefeuert werden. Queen Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral gestorben.

Der neue König Charles III. will noch am Freitag mit Camilla von Schottland nach London reisen und zu einem ersten Gespräch mit der neuen Premierministerin Liz Truss zusammenkommen. Truss war noch am Dienstag in Balmoral von der Queen formell mit der Regierungsbildung beauftragt worden.

Geplant ist für Freitagabend auch eine Rede des neuen Monarchen an die Nation. Die formelle Proklamierung zum König erfolgt durch einen eigens dafür eingesetzten Rat, der am Samstag im St. James’s Palace in London zusammenkommt. (dpa)

Bundespräsident Cassis zum Tod der Queen

Der Bundespräsident am Freitagmorgen vor den Medien.

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Bundespräsident Ignazio Cassis hat sich an einem kurzen Point de Presse zum Tod der Queen geäussert. Er habe gute Erinnerungen an ein persönliches Treffen im vergangenen April im Schloss Windsor. «Sie hat mich und meine Frau in ihrem Zuhause empfangen, das hat mich beeindruckt», erzählte er. Das Treffen habe statt geplanten 20 gar 40 Minuten gedauert. Auch drückte Cassis seine tiefe Bewunderung für die verstorbene Königin aus. «Mit ihrem Tod verliert die Welt einen Bezugspunkt.» Sie sei ein Kompass gewesen in einer Welt, in der es immer schwieriger werde, die Orientierung zu behalten. 

Er lobte vor den Medien zudem die Weisheit und die Umsicht von Elizabeth II. Gerade ihre Gabe, komplizierte Dinge «auf den Punkt zu bringen», habe ihn beeindruckt.  Ob der Bundesrat bei der Beerdigung in London vertreten sein wird, wolle man erst noch besprechen. Es sei aber «schon üblich», dass die Regierung die Trauerfeier eines anderen Staatsoberhaupts besuche. (pin/mg)

Taschentuch von Gandhi: Modi erinnert an Geste der Queen

Indiens Premierminister Narendra Modi hat sich anlässlich des Tods von Queen Elizabeth II. an eine schöne Begegnung erinnert. «Bei einem der Treffen zeigte sie mir das Taschentuch, das Mahatma Gandhi ihr zu ihrer Hochzeit geschenkt hatte», schrieb Modi auf Twitter. Gandhi setzte sich in einem gewaltfreien Kampf für die Unabhängigkeit Indiens vom ehemaligen Kolonialreich British India ein.

«Ich werde ihre Wärme und Liebenswürdigkeit nie vergessen», schrieb Modi. Und: «Sie personifizierte Würde und Anstand im öffentlichen Leben.» Seine Gedanken seien bei ihrer Familie und den Menschen in Grossbritannien.

Die Königin war die erste britische Monarchin nach der Unabhängigkeit Indiens im Jahre 1947. Sie wurde Queen, als die blutige Trennung von British India und die Aufteilung in das heutige Indien und Pakistan noch sehr präsent in den Köpfen der Menschen waren. Dreimal besuchte sie Indien insgesamt. Einmal sagte die Queen, sie inspirierten der Reichtum und die Vielfalt Indiens sowie die Wärme und Gastfreundschaft der Menschen.

Trotz des derzeit in Indien vorherrschenden Nationalismus wurde die Queen in Indien nicht sehr kritisch gesehen. Bilder ihres ersten Besuchs 1961 zeigen sie unter anderem bei einer Rede vor einer grossen Menschenmenge in der Hauptstadt Neu Delhi. Bei ihrem Besuch 1983 kam sie für ein Treffen der Commonwealth-Regierungschefs, und um Nobelpreisträgerin Mutter Teresa, die sich in Indien um die Ärmsten der Armen gekümmert hatte, einen Orden zu übergeben. Bei ihrem letzten Besuch 1997 sprach sie bei Feiern zu 50 Jahren Unabhängigkeit Indiens erstmals auch von «schwierigen Episoden» der Kolonialgeschichte. (dpa)

Elton John singt bei Konzert in Toronto für die Queen

Der britische Popstar Sir Elton John hat Königin Elizabeth II. bei einem Konzert im kanadischen Toronto für die «inspirierende Präsenz» in seinem Leben gewürdigt - und anschliessend einen seiner grössten Hits für sie gesungen. Die Poplegende unterbrach die Show im Rogers Centre vor Zehntausenden Fans am Donnerstag, nachdem der Tod der Monarchin bekannt geworden war.

Elton John gedachte beim Konzert in Toronto der Queen.

Elton John gedachte beim Konzert in Toronto der Queen.

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«Sie hat das Land mit Anmut, Anstand und aufrichtiger Wärme durch einige unserer grössten und dunkelsten Momente geführt», erklärte John, der enge Verbindungen zum Königshaus pflegt und sich «Sir» nennen darf, seit die Queen ihn 1998 zum Ritter geschlagen hat. Elizabeth II. war auch das Staatsoberhaupt von Kanada.

Er sei froh, dass die Queen jetzt «in Frieden» sei. Sie habe dem Land lange gedient und sehr hart gearbeitet. «Wir feiern ihr Leben heute Abend mit Musik», rief John (75) der jubelnden Menge zu und stimmte dann seinen Hitsong «Don’t Let the Sun Go Down on Me» an. Der Sänger und Pianist hatte auch 1997 bei der Trauerfeier für Prinzessin Diana für einen besonders bewegenden Moment gesorgt und eine umgedichtete Version seiner Ballade «Candle In The Wind» gesungen. (dpa)

Sportveranstaltungen auf der Insel abgesagt

In Grossbritannien sind nach dem Tod von Queen Elizabeth II. zahlreiche Sportveranstaltungen abgesagt worden. Die Organisatoren der bis Sonntag angesetzten Rad-Rundfahrt «Tour of Britain» entschieden sich nach fünf von acht Etappen für einen Abbruch, das für Freitag angesetzte Cricket-Länderspiel zwischen England und Südafrika wurde gestrichen. Auch die PGA Championship der Golfer in Wentworth wurde vorerst unterbrochen, zudem soll es vorerst landesweit keine Pferderennen geben.

Die Queen war am Donnerstagabend im Alter von 96 Jahren verstorben. Laut übereinstimmenden Medienberichten kommen die Verbände zahlreicher Sportarten am Freitagmorgen für Beratungen zusammen. Dabei sollen Leitlinien für das Vorgehen während der offiziellen zehntägigen Trauerzeit festgelegt werden. Auch in der Premier League der Fussballer könnte es zu Spielabsagen kommen.

Manchester United hatte bereits am Donnerstagabend vor dem Heimspiel gegen Real Sociedad (0:1) in der Europa League eine Schweigeminute abgehalten, zudem liefen die Spieler mit Trauerflor auf. (sid)

Sting: Habe um Königin geweint – McCartney: Lang lebe der König

Popstar Sting hat nach dem Tod der Queen nach eigenen Worten Tränen vergossen. «Ich habe leise um die Königin geweint, ich bin traurig um mein Land und darum, was es verloren hat», twitterte Sting (70). Der Ex-Beatle Paul McCartney (80) veröffentlichte auf Twitter ein Foto der jungen Queen mit den Worten: «Gott segne Königin Elizabeth II. Möge sie in Frieden ruhen. Lang lebe der König.»

Im Ausland werde die grosse Trauer um die Königin vielleicht als seltsam empfunden, schrieb die Erfinderin von Zauberlehrling Harry Potter, J. K. Rowling (57), auf Twitter. «Aber Millionen empfanden Zuneigung und Respekt für die Frau, die 70 Jahre lang ihre verfassungsmässige Rolle ohne Klagen erfüllte.» Die Queen habe sich wie ein roter Faden durch das Leben der meisten Briten gezogen. «Sie wurde zu einem dauerhaften, positiven Symbol für Grossbritannien in der ganzen Welt.»

Simon Cowell (62), Musikmanager und Juror von Casting-Shows wie «America’s Got Talent», würdigte die Königin, weil sie mit viel Liebe geführt habe: «Ich schätze mich glücklich, dass wir während meines Lebens eine Monarchin hatten, der es gelungen ist, grosse Führungsstärke, Tradition und Fortschritt in Einklang zu bringen. (dpa)

Glockengeläut und Böllerschüsse im Gedenken an die Queen

In Grossbritannien sind nach dem Tod von Königin Elizabeth II. am Freitag zahlreiche offizielle Trauerbekundungen geplant. An der St. Paul’s-Kathedrale und der Westminster Abbey in London sowie an Schloss Windsor rund 40 Kilometer westlich von London, wo die Queen zuletzt überwiegend lebte, sollen am Mittag die Glocken läuten. Im Hyde Park soll es danach Kanonen-Salutschüsse geben.

Im Parlament soll der verstorbenen Queen sowohl im Unter- als auch im Oberhaus gedacht werden. Der bisherige Thronfolger und neue König Charles III. und seine Frau Camilla wollen von Schloss Balmoral in Schottland, wo die Königin gestorben ist, nach London reisen. Am Nachmittag soll der König mit Premierministerin Liz Truss zusammentreffen. Eine Rede an die Nation von König Charles ist für den frühen Abend geplant, ebenso ein anschliessender Gedenkgottesdienst in der St. Paul’s Kathedrale. (dpa)

Hier gehts zum Zeitplan:

So trauert London um die verstorbene Königin Elizabeth II.

Am Donnerstag versammelten sich haufenweise Menschen vor dem Buckingham Palast in London, um der verstorbenen Queen zu gedenken. Die Trauernden brachten Blumen, Fahnen und Kerzen. Einige stimmten immer wieder die britische Nationalhymne an.

CH Media Video Unit

Drei Tage Staatstrauer in Brasilien nach Tod von Queen Elizabeth

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. Das habe seine Regierung verfügt, schrieb Bolsonaro am Donnerstag (Ortszeit) auf Twitter.

An diesem für die Welt traurigen Tag sei das ganze brasilianische Volk aufgerufen, Königin Elizabeth II. zu ehren. Sie sei nicht nur Königin der Briten gewesen, «sondern war eine Königin für uns alle». Sie sei eine aussergewöhnliche und einzigartige Frau gewesen, deren Führungsstärke, Demut und Liebe zu ihrem Land «uns und die ganze Welt bis ans Ende der Zeit inspirieren wird». Die britische Königin Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben. (dpa)

Prinz Harrys Frau Meghan blieb Balmoral fern

Meghan Markle, Prinz Harrys Frau, blieb Balmoral anders als ihr Mann fern. Offenbar aus Angst bei der königlichen Familie nicht willkommen zu sein. Dies sagte der Korrespondent der BBC. Die Beziehung des Paares zur Grossmutter und Königin galt zuletzt als schwierig. Harry und Meghan hatten sich von der Familie teilweise abgewendet.

Meghan und Harry anlässlich des Thronjubiläums der Queen am 3.Juni 2022 in London.

Meghan und Harry anlässlich des Thronjubiläums der Queen am 3.Juni 2022 in London.

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Um ihre Trauer auszudrücken, haben Harry und Meghan die Startseite ihrer Homepage auf die Trauerfarbe schwarz gestellt. Die Homepage der Royal Family wurde dem Ereignis entsprechend umgestaltet. (CHM)

Harry und William schafften es nicht rechtzeitig ans Sterbebett

Die Queen-Enkel William und Harry kamen wohl zu spät. Das berichtet unter anderem die Britische Daily Mail.

Nur die Kinder Charles und Anne seien anwesend gewesen. Deren Geschwister Andrew und Edward seien mit William in einem Privatflieger angereist. Doch es habe nicht gereicht, die Queen nochmals lebend zu sehen. (CHM)

 Vereinte Nationen lassen Fahne auf halbmast wehen

Nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. setzen die Vereinten Nationen ihre Flagge auf halbmast. Vor dem UN-Hauptquartier in New York werde das blaue Banner am Freitag um 15 Uhr MESZ in Gedenken an die Monarchin herabgesetzt, teilte die Weltorganisation am Donnerstagabend (Ortszeit) mit. Zuvor hatte UN-Generalsekretär António Guterres sich «zutiefst traurig» gezeigt und der Familie der Queen und den Menschen in Grossbritannien sein Mitgefühl ausgesprochen. (dpa)

Sarah Ferguson nach Tod von Queen: «Fantastischste Schwiegermutter»

Nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. hat ihre frühere Schwiegertochter Sarah Ferguson sie als «fantastischste Schwiegermutter und Freundin» gewürdigt. «Ich werde immer dankbar sein für die Grosszügigkeit, die sie mir gezeigt hat, indem sie mir eng verbunden blieb auch nach meiner Scheidung», schrieb Ferguson bei Twitter.

Die Nachricht vom Tod der Queen habe ihr Herz gebrochen, schrieb Ferguson weiter. «Sie hinterlässt ein ausserordentliches Erbe: Das fantastischste Beispiel von Pflicht und Einsatz und Standhaftigkeit und eine anhaltende stabilisierende Präsenz als unser Staatsoberhaupt mehr als 70 Jahre lang.»

Die britische Königin Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben. Ferguson war zwischen 1986 und 1996 mit Prinz Andrew, einem Sohn der Queen, verheiratet, aus der Ehe gingen die Töchter Beatrice und Eugenie hervor. (dpa)

Was passiert nach dem Tod der Queen – und wann?

Der Tag, an dem die Königin stirbt, heisst D-Day. Jeder folgende Tag bis zum Tag des Begräbnisses wird als D-Day+1, D-Day+2 und so weiter bezeichnet. Da der Tod erst am Donnerstagabend bekannt gegeben wurde, gilt der Freitag nach Angaben der britischen Nachrichtenagentur PA als D-Day, um die komplexe Planung zu erleichtern. Hier die voraussichtlich nächsten Schritte, die sich gegebenenfalls noch ändern können. Den endgültigen Plan wird der Palast noch veröffentlichen.

D-Day+0 – Freitag, 9. September

- Der neue König Charles III. und seine Frau Camilla kehren von Balmoral nach London zurück.

- Erstes Treffen des Königs mit der neuen Premierministerin Liz Truss. Alle parlamentarischen Arbeiten werden für zehn Tage ausgesetzt.

- Der König wird voraussichtlich eine Fernsehansprache an die Nation halten.

- eventuell Gottesdienst in der St. Paul’s Cathedral in London, an dem auch die Premierministerin teilnehmen soll.

D-Day+1 – Samstag, 10. September

- Ein Rat tritt um 10 Uhr zusammen, um den König Charles III. zum neuen Monarchen zu proklamieren. Die Proklamation wird im St. James’s Palace und in der Royal Exchange, dem Ort der ersten Börse Londons, verlesen, wodurch Charles als König bestätigt wird.

- Premierministerin und das Kabinett werden mit König Charles III. zusammentreffen.

D-Day+2 – Sonntag, 11. September

- Der Leichnam der Königin wird von Balmoral zuerst in den Holyrood Palace in Edinburgh überführt, die Residenz der Queen in Schottland. In Edinburgh soll er auch aufgebahrt werden.

D-Day+3 – Montag, 12. September

- Der König wird den Kondolenzantrag in der Westminster Hall entgegennehmen.

- Anschliessend begibt er sich auf eine Trauerreise durch das Vereinigte Königreich: erst nach Schottland, in den Tagen danach nach Nordirland und dann Wales.

D-Day+4 – Dienstag, 13. September

- Der Sarg der Queen wird nach London überführt und soll dort zunächst im Buckingham-Palast bleiben.

- Es findet eine Probe für die Prozession mit dem Sarg vom Buckingham-Palast zum Parlamentsgebäude Palace of Westminster statt.

D-Day+5 – Mittwoch, 14. September

- Der Sarg der Königin wird auf einer Route durch London vom Buckingham-Palast zum Parlamentsgebäude Palace of Westminster überführt. Von jetzt an werden Hunderttausende Menschen in London erwartet. In der Westminster Hall findet eine Gedenkfeier statt.

D-Day+6 – Donnerstag, 15. September

- Die Königin wird drei Tage im Palace of Westminster aufgebahrt. Der Sarg wird 23 Stunden am Tag für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

- Probe für den Staatsbegräbniszug

D-Day+7 – Freitag, 16. September

- Die ersten Gäste aus den Commonwealthstaaten werden für das Staatsbegräbnis erwartet.

D-Day+8 und 9 – Samstag und Sonntag, 17./18. September

- Der Leichnam wird weiter im Sarg aufgebahrt sein. Menschenmassen werden in London erwartet, um der Queen die letzte Ehre zu erweisen. Kondolenzbücher werden online geöffnet.

D-Day+10 – Montag, 19. September

- Der Trauertag soll ein nationaler Feiertag sein.

- Das Staatsbegräbnis findet in der Westminster Abbey statt. Neben der königlichen Familie werden zahlreiche Staatsoberhäupter und Regierungschefs sowie Mitglieder europäischen Königshäuser erwartet.

- Im ganzen Land wird es mittags zwei Schweigeminuten geben

- Die Königin wird auf Schloss Windsor in der King George VI. Memorial Chapel neben ihrem Vater beigesetzt. Der Sarg von ihrem im vergangenen April verstorbenen Ehemann Prinz Philip wird an die Seite seiner Ehefrau verlegt. (dpa)

Putin würdigt «weltweites Ansehen» der Queen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die gestorbene britische Königin Elizabeth II. gewürdigt. «Über viele Jahrzehnte hat sich Elizabeth II. zu Recht der Liebe und Achtung ihrer Untertanen erfreut und auch ihres weltweiten Ansehens.» Das schrieb Putin nach Angaben des Kremls am Donnerstagabend in einem Beileidstelegramm an den neuen König Charles III. Putin bat den Nachfolger, seine Anteilnahme der königlichen Familie und der Bevölkerung Grossbritanniens zu übermitteln.

Die Queen hatte den Kremlchef 2003 in London im Buckingham-Palast empfangen, wobei Putin sie unhöflicherweise warten liess. (dpa)

Ein Ort der Trauer: Absperrungen vor Balmoral abgebaut

Die britische Polizei hat Absperrungen vor den Toren von Schloss Balmoral abgebaut. Bürgerinnen und Bürger sollen so Blumen für die dort gestorbene Queen Elizabeth II. niederlegen können, wie die britische Nachrichtenagentur PA am Donnerstag berichtete. Den Angaben zufolge waren die Absperrungen zuvor aufgebaut worden, als Mitglieder der königlichen Familie auf dem schottischen Landsitz ankamen. (dpa)

Die Menschen legten im Gedenken an die verstorbene Königin Blumen nahe Balmoral nieder.

Die Menschen legten im Gedenken an die verstorbene Königin Blumen nahe Balmoral nieder.

Scott Heppell / AP

Papst würdigt Pflichtbewusstsein von Königin Elizabeth II.

Papst Franziskus hat das Pflichtbewusstsein von Königin Elizabeth II. gewürdigt. Das Oberhaupt der katholischen Kirche zolle dem grosszügigen Dienst der Königin an der Nation und dem Commonwealth Tribut und schliesse sich allen an, die um den Verlust der Queen trauerten, schrieb der 85-Jährige in einem Telegramm an König Charles III. am späten Donnerstagabend. «Auf Sie und alle, die das Andenken an Ihre verstorbene Mutter in Ehren halten, erbitte ich göttlichen Segen als Unterpfand des Trostes und Kraft in den Herrn», hiess es in der Nachricht weiter. (dpa)

«Prince of Wales» und «Princess of Wales»: Auch William und Kate bekommen neuen Titel

Nach dem Tod von Königin Elizabeth II. haben ihr Enkel William (40) und seine Frau Kate (40) neue Titel bekommen. Sie heissen nun «Herzog und Herzogin von Cornwall und Cambridge», wie der Kensington-Palast am Donnerstag bestätigte. William erhielt als ältester Sohn von Charles den Titel «Herzog von Cornwall». Wenn William wie erwartet auch den Titel «Prince of Wales» bekommt, wird Kate zur «Princess of Wales», wie die britische Nachrichtenagentur PA erläutert. Diesen Titel trug zuletzt Diana. Charles heisst als König Charles III.. (dpa)

Menschen strömen zum Buckingham Palace

Nach dem Tod der Königin strömen die Menschen zu hunderten zum Buckingham Palace. Dort ist die offizielle Bekanntmachung ausgehängt:

Keystone

Frank Augstein / AP

Mick Jagger und Elton John gedenken der Queen

Mit persönlichen Worten hat der britische Musiker Mick Jagger (79) der verstorbenen Queen Elizabeth II. gedacht. «Mein ganzes Leben lang war ihre Hoheit, Königin Elizabeth II., immer da», schrieb der Frontmann der Rolling Stones am Donnerstag auf Twitter. «Ich erinnere mich, dass ich in meiner Kindheit die Höhepunkte ihrer Hochzeit im Fernsehen geschaut habe. Ich erinnere mich an sie als eine schöne junge Frau, bis hin zur sehr geliebten Grossmutter der Nation.»

Der britische Musiker Elton John (75) hat sich angesichts des Todes der britischen Königin Elizabeth II. «zutiefst traurig» gezeigt. «Queen Elizabeth war ein grosser Teil meines Lebens von der Kindheit bis heute und ich werde sie sehr vermissen», schrieb der Musiker am Donnerstag per Kurznachrichtendienst Twitter. «Sie hatte eine inspirierende Präsenz und hat das Land mit Anmut, Anstand und einer ehrlichen mitfühlenden Wärme durch einige unserer grössten und dunkelsten Momente geführt.» Königin Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren gestorben. (dpa)

Das Leben der Queen in Bildern

Queen Elizabeth kam 1926 als Elizabeth Alexandra Mary in London zur Welt. Sie war bis zu ihrem Tod das am längsten amtierende Staatsoberhaupt der Welt. Im Video gibt es die schönsten Bilder aus dem Leben von Queen Elizabeth II. zu sehen.

Bundespräsident Cassis: «Zutiefst betrübt»

«Wir sind zutiefst betrübt über das Ableben von Königin Elizabeth II.», schreibt Bundespräsident Cassis auf Twitter. Im Namen des Bundesrates und des Schweizer Volkes drückte er sein aufrichtiges und tief empfundenes Beileid an die königliche Familie aus. Königin Elizabeth II. werde als eine Frau von grosser Stärke und beständiger Führungsstärke in Erinnerung bleiben.

König Charles: Trauern zutiefst um Queen und Mutter

Der neue britische König Charles III. hat sich schwer erschüttert gezeigt über den Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II. «Wir sind in tiefer Trauer um einen geschätzten Souverän und eine vielgeliebte Mutter», teilte Charles mit. Er fügte hinzu: «Ich weiss, dass ihr Verlust das ganze Land schwer bewegt.» Das gelte auch in den Gebieten ihrer Herrschaft und des Commonwealths - und für Menschen auf der ganzen Welt.

Zuvor hatte es Spekulationen gegeben, der bisherige Thronfolger könne einen seiner anderen drei Vornamen wählen. Der 73-Jährige heisst mit vollem Namen Charles Philip Arthur George. (dpa)

Der neue britische König: Charles III. (Archivbild Trauerfeier Prince Philip)

Der neue britische König: Charles III. (Archivbild Trauerfeier Prince Philip)

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Die ersten Reaktionen auf das Ableben der Königin

UN-Generalsekretär António Guterres hat sich angesichts des Todes der britischen Königin Elizabeth II. «zutiefst traurig» gezeigt. Sie sei auf der ganzen Welt für ihre «Anmut, Würde und Hingabe» bewundert worden, sagte Guterres. In Jahrzehnten des Wandels habe sie eine «beruhigende Präsenz» geboten. «Die Welt wird sich noch lange an ihre Hingabe und ihre Führungskraft erinnern.»

Der US-Präsident Joe Biden nannte Elizabeth II. in einer Stellungnahme «mehr als eine Monarchin». Die britische Königin habe eine Ära geprägt, weil sie in einer Welt des ständigen Wandels ein stabilisierender Faktor gewesen sei «und eine Quelle des Trostes». Biden erinnerte auch daran, dass Königin Elizabeth II. das enge Bündnis zwischen dem Vereinten Königreich und den Vereinigten Staaten durch ihre Präsenz vertieft habe.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump schrieb in einer Stellungnahme, dass er und seine Gattin Melania niemals die «grosszügige Freundschaft, die grosse Weisheit und den wunderbaren Sinn für Humor» vergessen würden, den Königin Elizabeth II. geprägt hätten. «Was für eine grossartige und wunderschöne Frau sie war – es gab niemanden wie sie!», heisst es in der Mitteilung.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat nach dem Tod der britischen Königin Elizabeth II. deren «Weisheit, Mitgefühl und Wärme» gedacht. Daran würden sich Kanadier für immer erinnern, schrieb Trudeau am Donnerstag per Kurznachrichtendienst Twitter.

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi hat sein Beileid zum Tod von Königin Elizabeth II. ausgedrückt. «Sie repräsentierte das Vereinigte Königreich und den Commonwealth mit Ausgewogenheit, Klugheit, Respekt für Institutionen und die Demokratie», hiess es in einer Mitteilung seines Amtssitzes Palazzo Chigi am Donnerstagabend.

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dem britischen Königshaus zum Tod von Queen Elizabeth II. kondoliert. «Königin Elizabeth II. ist eine Frau, die ein Jahrhundert geprägt hat», schrieb er laut Sprecherin am Donnerstag an das Königshaus. Sie habe Zeitgeschichte erlebt und selbst geschrieben. «Ihre Majestät genoss auf der ganzen Welt höchstes Ansehen und Respekt.» Bundeskanzler Olaf Scholz hat die britische Königin Elizabeth II. als «Vorbild und Inspiration für Millionen, auch in Deutschland» gewürdigt.

Die norwegische Königsfamilie hat mit grosser Trauer auf die Nachricht vom Tod der britischen Königin Elizabeth II. reagiert. Die Queen habe sich hingebungsvoll ihrer Arbeit gewidmet und sei dem britischen Volk durch Freuden und Sorgen sowie Höhen und Tiefen gefolgt, wurde Norwegens König Harald V. (85) am Donnerstagabend in einer Erklärung des norwegischen Königshauses zitiert. «Unser Beileid geht auch an das britische Volk.» Nach Angaben des Hofes hat Harald beschlossen, die Flaggen am Osloer Schlossbalkon am Freitag auf halbmast zu setzen.

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hat zum Tod von Königin Elizabeth II. kondoliert. «Im Namen des ukrainischen Volkes sprechen wir der königlichen Familie, dem Vereinten Königreich und dem Commonwealth aufrichtiges Beileid aus zu diesem nicht wieder gut zu machenden Verlust», schrieb Selenskyj am Donnerstagabend auf Twitter. «Unsere Gedanken und Gebete sind mit Ihnen.»

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat der britischen Königsfamilie sein Beileid zum Tod von Königin Elizabeth II. ausgesprochen. Er sei «zutiefst traurig» über ihren Tod, schrieb der norwegische Politiker am Donnerstag auf Twitter. «Mehr als 70 Jahre lang war sie ein Beispiel für selbstlose Führung und öffentlichen Dienst.»(dpa)

Jahrzehntelanges Warten auf den Thron: Charles ist neuer König

Die Königin ist tot, es lebe der König! Dieser Spruch trifft auch auf die britische Monarchie zu, denn auf dem Thron darf es keine Vakanz geben. Der einst als «ewiger Thronfolger» belächelte Charles ist nach dem Tod seiner Mutter Elizabeth II. mit 73 Jahren König geworden. Niemand hat so lange auf den Thron gewartet wie er.

In Umfragen hiess es früher, die Briten hätten es lieber, wenn Charles seinem Sohn William den Thron überliesse. Doch ernsthaft war das nie eine Option und die Stimmung änderte sich. Auch im Selbstverständnis der Royals kommt das nicht vor. Die Briten werden künftig «God Save The King» singen. Welchen Thronnamen Charles führen wird, war zunächst unklar. Er wäre bereits der dritte Charles auf dem britischen Thron, könnte sich aber auch für einen seiner anderen Vornamen entscheiden.

Dass seine Frau Camilla Königin (Queen Consort) wird, hatte die Queen erst zu Beginn dieses Jahres als ihren ausdrücklichen Wunsch festgelegt. Es ist ein Titel, den zuletzt die Mutter Elizabeths, die vor 20 Jahren gestorbene Queen Mum, getragen hatte. (dpa)

Die britische Königin Elizabeth II. ist tot