Erdbeben-Katastrophe
Nepals Regierung gesteht Überforderung und ruft drei Tage Staatstrauer aus

Nach dem gewaltigen Himalaya-Erdbeben mit Tausenden Toten hat Nepals Regierung drei Tage Staatstrauer angeordnet. Die Regierung erklärte ausserdem erstmals öffentlich, trotz Warnungen nicht ausreichend auf das Beben vorbereitet gewesen zu sein.

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Die Nepalesische Regierung war auf ein Desaster diesen Ausmasses nicht vorbereitet.
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Tausende Nepalesen haben ihr Zuhause verloren.
Vielen Menschen hilft nur noch Beten.
Überlebende suchen in ihren eingestürzten Häusern nach ihren Habseligkeiten.
Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden
Helfer bergen Überlebende aus den Trümmern in Kathmandu.
Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden
Überlebende suchen in ihren eingestürzten Häusern nach ihren Habseligkeiten.
Tausende Nepalesen haben ihr Zuhause verloren.
Tausende Nepalesen haben ihr Zuhause verloren.
Am Morgen nach der Katastrophe in Kathmandu.
Tausende Nepalesen haben ihr Zuhause verloren.
Nachbeben erschwerten die Hilfseinsätze und Aufräumarbeiten.
Der Erdstoss mit der Stärke 7,8 liess zahlreiche Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen.
Ebenfalls zerstört wurden zahlreiche Weltkulturerbe- und Pilgerstätten.
Sie sind noch einmal davongekommen: Glückliche Momente in den Stunden des Schreckens.

Die Nepalesische Regierung war auf ein Desaster diesen Ausmasses nicht vorbereitet.

Keystone

"Wir haben nicht genügend Mittel, und wir brauchen mehr Zeit, um alle zu erreichen", erklärte Innenminister Bam Dev Gautam im staatlichen Fernsehen. Die Behörden hätten Schwierigkeiten, die Krise zu meistern. "Wir waren auf ein Desaster dieses Ausmasses nicht vorbereitet", sagte er.

Selbst in der Hauptstadt Kathmandu beschwerten sich zahlreiche Menschen. "Wir leben hier auf der Strasse, ohne Essen und Wasser, und wir haben in den vergangenen drei Tagen (seit dem Beben) keinen einzigen Beamten gesehen", sagte ein Mann, der mit seiner Familie im Freien campierte. Die Stromversorgung war zusammengebrochen, sodass weder Wasserversorgung noch Telekommunikation gut funktionierten.

Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden
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Dieser Mann in Kathmandu muss aus dem Schutt ausgegraben werden
In Kathmandu werden Verschüttete geborgen
In Kathmandu werden Verschüttete geborgen
Der Erdstoss mit der Stärke 7,8 liess zahlreiche Gebäude wie Kartenhäuser zusammenfallen.
Die Gebäude sind teilweise eingestürzt
Nachbeben erschwerten die Hilfseinsätze und Aufräumarbeiten.
Alle Betten im Krankenhaus sind belegt
Ebenfalls zerstört wurden zahlreiche Weltkulturerbe- und Pilgerstätten.
Die Menschen trauern um verstorbene Angehörige
Sie sind noch einmal davongekommen: Glückliche Momente in den Stunden des Schreckens.
Am Mount Everest wurde durch das Beben eine Lawine ausgelöst.
Blick ins Basiscamp
Schweres Erdbeben in Nepal fordert hunderte Tote

Helfer suchen in den Trümmern in Kathmandu nach Überlebenden

Keystone

Auf der Suche nach Wasser und Nahrung sollen zehntausende Menschen schwer getroffene Kathmandu-Tal in Nepal verlassen haben. Die nepalesische Zeitung "Himalayan Times" gab ihre Zahl am Dienstag mit mehr als 72'000 an. Auf Fotos waren Lastwagen und Busse voller Menschen zu sehen.

Die Helfer finden im südasiatischen Land immer mehr Menschen unter den Trümmern. Bislang seien allein in Nepal 4347 Leichen gefunden worden, erklärte die Regierung am Dienstag. Auf chinesischer Seite stieg die Zahl der Toten auf 25; in Indien starben 72 Menschen.

Massen-Kremationen: Die Überlebenden verbrennen in Kathmandu ihre Angehörigen.
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Massen-Kremationen: Die Überlebenden verbrennen in Kathmandu ihre Angehörigen.
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Erdbeben Tektonik

Massen-Kremationen: Die Überlebenden verbrennen in Kathmandu ihre Angehörigen.

Keystone