Kanada
Vancouvers Spaziergänger sind nicht mehr sicher vor aggressiven Kojoten

15 Angriffe gab es in den vergangenen drei Monaten. Wer die Tiere füttert, muss mit hohen Bussen rechnen.

Gerd Braune aus Ottawa
Merken
Drucken
Teilen
Plötzlich aggressiv: Die Kojoten in Stadtpark von Vancouver haben in den verganenen drei Monaten 15 Menschen attackiert.

Plötzlich aggressiv: Die Kojoten in Stadtpark von Vancouver haben in den verganenen drei Monaten 15 Menschen attackiert.

Pixabay

Ein Ausflug in Vancouvers «Stanley Park» kann in diesen Tagen gefährlich sein. Binnen drei Monaten haben Kojoten im Stadtpark fünfzehn Jogger und Spaziergänger angegriffen. In zwei Fällen gingen die Tier sogar auf Velofahrer los. Mehrere Wege durch den Park sind vorübergehend gesperrt.

Nach Schätzungen der Parkverwaltung lebt etwa ein Dutzend Kojoten auf dem 400 Hektaren grossen Areal. Anfang des Jahres mussten zwei Kojoten wegen mehrfachen aggressiven Verhaltens gegenüber Menschen getötet werden.

Erinnerungen an Tod von 19-jähriger Sängerin werden wach

Die kanadische Sängerin Taylor Mitchell wurde 2009 in einem Nationalpark von Kojoten totgebissen.

Die kanadische Sängerin Taylor Mitchell wurde 2009 in einem Nationalpark von Kojoten totgebissen.

Wikipedia

Die Angriffs-Serie lässt in Kanada schmerzliche Erinnerungen an den Fall der Folksängerin Taylor Mitchell aufkommen. Im Herbst 2009 wurde die 19-Jährige im Cape-Breton-Nationalpark von zwei Kojoten angefallen und getötet.

Um die Tiere nicht weiter zu enthemmen, setzt die Parkverwaltung nun rigoros das Fütterungsverbot durch. Wer dagegen verstösst, muss mit Bussen von bis zu 50'000 kanadischen Dollar (rund 37'000 Schweizer Franken) rechnen.